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Untreue (Ludwig Uhland)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Ludwig Uhland
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Titel: Untreue
Untertitel:
aus: Gedichte von Ludwig Uhland, Seite 40
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1815
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
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Originalherkunft:
Quelle: MDZ München = Commons.
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[40]
Untreue.


Dir ist die Herrschaft längst gegeben
In meinem Liede, meinem Leben,
Nur diese Nacht, o welch ein Traum!
O laß das schwere Herz mich lösen!

5
Es saß ein fremd, verschleiert Wesen

Dort unter unsrer Liebe Baum.

Wie hält sie meinen Sinn gefangen!
Ich nahe mich mit süßem Bangen,
Sie aber hebt den Schleier leicht;

10
Da seh’ ich – deine lieben Augen,

Ach! deine blauen, trauten Augen,
Und jeder fremde Schein entweicht.