Zum Inhalt springen

Trost (Hauff)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor: Wilhelm Hauff
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Trost
Untertitel:
aus: W. Hauffs Werke. Kritisch durchgesehene und erläuterte Ausgabe. Bd. I: Gedichte; Lichtenstein.
Herausgeber: Max Mendheim
Auflage:
Entstehungsdatum: 1824
Erscheinungsdatum: 1891
Verlag: Bibliographisches Institut
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig und Wien
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[10]

Trost.

Die Mißgunst lauscht auf allen Wegen,
Daß sie der Liebe Glück verrät,
Doch treue, zarte Liebe geht
Auf tausend unbewachten Stegen;

5
Ein Druck der Hand, ein flücht’ger Blick

Sagt mir der Liebe süßes Glück.

     [11] Und zog ich auch in weite Ferne,
Es zog mit mir mein stilles Glück,
Denn schau’ ich nicht der Liebe Blick,

10
So blick’ ich auf zum Abendsterne;

Wie ihres Auges stille Glut
Strahlt er ins Herz getrosten Mut.

     Und wallen meine Tage trüber,
Und dringt kein Trost von ihr zu mir,

15
Und dringt mein Sehnen nicht zu ihr,

Kein Wort von ihr zu mir herüber;
Mein stilles Glück ist nicht getrübt,
Ich weiß ja doch, daß sie mich liebt.

     Drum klag’ ich nicht in weiter Ferne,

20
Weil Neid der Liebe Weg belauscht,

Wenn auch nicht Wort mit Wort sich tauscht,
Mir strahlt ein Trost im Abendsterne;
Aus seinen milden Strahlen quillt
Mir meiner Liebe trautes Bild.