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Topographia Sueviae: Wettenhausen

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Topographia Germaniae
Wettenhausen (heute: Kammeltal)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 218.
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Kammeltal in der Wikipedia
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[218]
Wettenhausen /

Ein MannsCloster / deß Ordens der regulirten ChorHerren S. Augustini, im Marggraftumb Burgau / zwischen Vlm / vnd Augspurg / vnnd bey der Camlach / nahend Knöringen / vnd nicht gar weit von Burgau gelegen: so die Grafen Conrad / vnnd Weinherr / von Rockenstein / oder Rochenstein / oder vielmehr jhre Mutter Gertraud (die so viel Ackers / eine Kirch zu erbawen / von jhren Söhnen erhalten / als vil man in einem Tag vmbackern können; Sie aber / in jrem Busen / einen gar kleinen Pflug versteckt / vnd damit hermub geritten: Welcher Platz auch noch disem Closter gehörig ist:) Anno 982. gestifftet; vnd ligt der letzte Marggraf von Burgau Henricus, so entweder Anno 1283. oder wenig Jahr hernach / gestorben; auch viel Edelleut von Rott / vnd Ellerbach / darinn begraben. Der Herr Probst allhie ist ein Standt deß Reichs / vnd Schwäbischen Craises / der Monatlich einfach / 1. zu Roß / vnnd drey zu Fuß / oder am Gelt / 24. Gulden; Vnd zum Cammergericht / wie ich in einer geschriebenen Verzeichnuß gefunden / jährlich 33. Gulden / 21. Kr. 4. Heller gebe. Ist / vor Jahren / deß Reichs Ritterschafft verwant gewesen / vnd hat zu derselben contribuirt: Wie Limnaeus de J. publ. p. 513. tom. 4 berichtet. Den Catalogum der Pröbste (deren der letzte / H. Erhardus Spaigele / Anno 1632. erwöhlet worden / ) setzet Stengelius in Mantissa Comment, R. A. c. 33.