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Topographia Sueviae: Meinaw

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Topographia Germaniae
Meinaw (heute: Mainau)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 128.
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[128]
Meinaw / oder Meinow /

Ein lustige Insul / zwischen Costantz / vnd Vberlingen / im Bodensee / mit einem guten vnd vesten Hauß / so Teutschherrisch ist / gelegen. Arnoldus / ein Edler Ritter von Langenstein / seines Geschlechts der letste / hat / vmbs Jahr 1282. diese Insel dem Teutschen Orden verschafft. Anno 1647. den 4. Hornung / Newen Calenders / hat solche Insel / vnd Hauß / der Teutsch-Ordens Commenthur / vnd Commendant allhie / etc. vom Geschlecht ein Hundbiß / den Schweden mit Beding auffgeben; die solchen Orth besetzter hinderlassen / aber folgends / denselben / dem zu Nürenberg getroffenen Vergleich nach / restituirt. In dem Tomo 6. Theatri Europaei stehet / daß allhie die Schwedischen einen Schatz / der sich auff fünff Millionen Goldes betragen / gefunden haben sollen; darunter Meßkleyder von köstlichen Edelgesteinen gestickt; Item / grosse Pocalen von lauterem Golde / vnd eine grosse Summ Silbergeschirr / sampt 5. halben Carthaunen / wie auß Lindaw den 21. Septemb. seye geschrieben worden / sollen geweßt seyn; welches man aber dahin gestellt seyn laßt.