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Streikjustiz

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Textdaten
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Autor: Kurt Tucholsky
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Titel: Streikjustiz
Untertitel:
aus: Fromme Gesänge, S. 6
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1919
Verlag: Felix Lehmann
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Erscheinungsort: Charlottenburg
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Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Scans auf commons
Kurzbeschreibung:
Erstdruck in: Dresdner Volkszeitung, April 1912
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Bearbeitungsstand
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Streikjustiz


Du siehst sie durchs Gefilde hupfen:
die Wangen angenehm verpudert,
frech, nicht mehr jung, und auch verludert,
verschminkt … zwei rosarote Tupfen …

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Die Wage wackelt hin und her.

Das Schwert – mein Gott – es ist aus Pappe,
sie trägt es scherzhaft als Atrappe,
ein eisernes ist ihr zu schwer.

Sie richtet so! O ja – man sieht’s!

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die schwarzen, hohen Stöckelschuhe

zertrampeln alles – schaffen Ruhe.
So tänzelt Fräulein Streikjustiz.

Es raschelt des Talars Frou-Frou …
- „Du trugst doch früher eine Binde?“

15
– „Die hab ich noch! Dem, den ich finde,

schnür ich damit die Kehle zu!“ –