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Ständchen (Die Gartenlaube (1893/4)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Richard Zoozmann
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Titel: Ständchen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 65
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1893
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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Ständchen.

Schön schläft das müde Haupt der Nacht,
Auf Wolken hingebettet,
Die Perlenschnur gestirnter Pracht
Durchs dunkle Haar gekettet.
Noch einmal athmen tief und bang
Die Wälder auf und lauschen,
Und leise ziehn und rauschen
Die Wasser ihren Gang.

Nun leg’ auch du in Fried und Ruh
Das Haupt aufs Kissen nieder!
Der schönste Engel deck’ dich zu
Mit himmlischem Gefieder!
Die Fensterläden schließe dicht,
Auf daß der Mond, der helle
Neugierige Geselle,
Nicht in dein Stübchen bricht!

Bald wird der Himmel liebreich dich
In Schlaf und Traum versenken;
Doch schlaflos ruhen werde ich,
Beseligt dein zu denken.
Was mir durch Herz und Seele geht
An zärtlichen Gedanken,
Soll alles dich umranken
Als schützend Nachtgebet!

Richard Zoozmann.