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So kann ein Wiedersehen sein

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: So kann ein Wiedersehen sein ...
Untertitel:
aus: Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute
S. 8
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1934
Verlag: Ernst Rowohlt
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Wikisource
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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So kann ein Wiedersehen sein ...


So kann ein Wiedersehn sein,
Daß Augenpaare tief einander messen.

„Lang, lang ist’s her. Und doch
Hast du mich nicht – konnt ich dich nicht –

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Vergessen.“


Froh war es einst. – Hat wenig sich bewährt. –
Viel starb vom Wenig. – Alte Bäume rauschen
Und neigen sich vornander ernst und lauschen
Wie Kinder einem Märchen, aber abgeklärt.

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Denn was geschah, das muß wohl so geschehn sein.


Nun ist’s, als rückten wir, ohn Worte, ohne Tat,
Enger zusammen, wie zu einem Skat,
Aber erlebt, erliebt! – So soll ein Wiedersehn sein.