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Seite:Sächsisches Schriftsteller-Lexicon.djvu/010

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In ersterer (cf. Hofrath Dr. Petzholdt’s Characteristik Königs Johann von Sachsen, Dresden, 1874. v. Jahn) wird Ihm nachgerühmt, daß Er, „fern von aller Einseitigkeit sein ganzes Leben der Erreichung des Ideals echter Humanität und vollster Wahrheit nachgestrebt habe“ und auf ein Urtheil Jean Paul’s[1] hingewiesen, welcher nachdem er dem König vorgestellt worden über ihn sagt: „Die Welt muß Einem immer lieber werden, da es Prinzen giebt von solchem Geist, sanften Kenntnissen und Gesinnungen wie ich heute Einen kennen gelernt habe.“ – Die zweite Rede schließt mit den Worten: „König Johann von Sachsen wird fortleben in dem Gedächtniß der Deutschen Nation als einer der besten unter ihren Fürsten – er wird fortleben in der Welt des Wissens und der Literatur, und wohl dürfen wir mit den Worten eines ungenannten Dichters sagen: „Dante, so lange Dein Lied voll unaussprechlichen Tiefsinns lebt, wird neben Dir auch Dein Philalethes genannt.“

Die hervorragendsten gelehrten Gesellschaften Europa’s hatten diesen Gelehrten auf dem Throne zu ihrem Mitglied ernannt.



Anmerkungen (Wikisource)

Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm Haan: Sächsisches Schriftsteller-Lexicon. Robert Schaefer’s Verlag, Leipzig 1875, Seite X. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:S%C3%A4chsisches_Schriftsteller-Lexicon.djvu/010&oldid=- (Version vom 1.4.2019)