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Seite:Holzwarth Passionsbilder.djvu/211

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Darum bedenkt ihr Herren euch,
Was mit ihm anzufangen;
Ob ihr ihn wollet richten gleich,
Wie es ist mein Verlangen.

Annas.

1815
Ich bin nit aus der Jenen Zahl,

Die sich all’ Stund verkehren;
Doch ihn zu sehen abermal
Wär heut’ noch mein Begehren.

Caiphas.
Ganz g’wiß, Herr Schwäher! alsobald

1820
Soll er vor uns erscheinen.

Wir wollen sehen, wie’s ihm g’fallt,
Daß wir’s mit ihm so meinen.
     Zum Diener spricht er:
Du geh’ geschwind und Anstalt mach,
Daß man mit ihm soll eilen!

1825
Die Zeit ist kurz und groß die Sach,

Es leidet kein Verweilen.

Diener.
Ich werd’ die Sach betreiben so,
Als wär’ sie schon geschehen.

Caiphas.
Wir werden Alle sein sehr froh,

1830
Wenn wir allhier ihn sehen.

Bei mir ist es beschlossen schon,
Er soll kein Huld erwerben.
Der Tod ist sein verdienter Lohn,
Er soll ohn’ Gnad heut sterben.

Annas.

1835
Er hat genug am Narrenseil

Uns All’ herumgeführet;

Empfohlene Zitierweise:
Franz Joseph Holzwarth: Passionsbilder. Franz Kirchheim, Mainz 1856, Seite 205. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Holzwarth_Passionsbilder.djvu/211&oldid=- (Version vom 1.8.2018)