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Seite:De Zwei Frauen (Hahn-Hahn) v 2.djvu/169

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„Ich bin es noch wie ich es früher war, nämlich für den Communismus geistiger Güter.“

„Nennen Sie die Ungleichheit welche durch die Geburt bewirkt wird ein geistiges oder leibliches Gut für den Bevorzugten?“

„Sie hält tausend gleichbefähigte, gleichberechtigte Existenzen im Druck, in der Finsterniß, in der Abhängigkeit, um Ansehen und Macht auf eine einzige zu concentriren, für welche sich alle Wege ebnen, alle Schwierigkeiten verschwinden; - sie häuft auf ein Haupt Ehren, Auszeichnungen, Glanz, Alles was das Leben reich, wichtig und imposant macht, während Tausende sogar von der Laufbahn ausgeschlossen bleiben auf der eine solche Stellung zu erringen wäre; – sie greift mit schreiender, mit materialistischer Unbilligkeit in die Schöpfung hinein, und sondert von der Menschheit die Kaste ab, und aus der Kaste wiederum das Individuum, wie z. B. einen Majoratsherrn; – das sind materielle Vorzüge und Güter, und insofern scheint mein Prinzip vom Communismus geistiger Güter nicht auf sie anwendbar. Allein bedenken Sie, daß die Ideen in denen ein Mensch aufwächst von demselben Einfluß auf ihn sind wie die leibliche Nahrung die er zu sich nimmt, und Sie werden gestehen, daß die unerhörteste Verwirrung, Verschrobenheit,

Empfohlene Zitierweise:
Ida von Hahn-Hahn: Zwei Frauen. Zweiter Band. Berlin 1845, Seite 168. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Zwei_Frauen_(Hahn-Hahn)_v_2.djvu/169&oldid=- (Version vom 31.7.2018)