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Seite:Aristophanes Donner 3Bd.djvu/0039

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Strepsiades.
Nun, wenn du verlangst ein beharrlich Gemüth und ein schlaflos nächtliches Grübeln,
Und genügsamen Sinn bei bellendem Bauch und Salat von dem magersten Isop:
So vertraue getrost; ich erbiete mich gern, mir Erz auf dem Magen zu schmieden.

Sokrates.
So gilt fortan dir Keiner als Gott, kein Einziger außer den unsern:

420
Dies Chaos hier und die Wolken umher und die mächtige Zunge, die drei nur?


Strepsiades.
Nie red’ ich hinfort mit den andern ein Wort, und träf’ ich sie selbst auf der Straße;
Nie bring’ ich für sie Brandopfer und Trank; nie spend’ ich ein Körnchen des Weihrauchs.

Die Chorführerin.
Nun sage getrost: was willst du von uns? Nicht fruchtlos bittest du wahrlich,
Weihst Ehre du nur und Bewunderung uns, und bemühst du dich, wacker zu werden.

Strepsiades.

425
Allherrschende Frau’n, so fleh’ ich zu euch, dies Kleine mir nur zu gewähren:

Laßt hundert Meilen voran mich geb’n dem gewandtesten Redner in Hellas!

Empfohlene Zitierweise:
Aristophanes: Die Wolken übersetzt von Johann Jakob Christian Donner. Leipzig und Heidelberg: C. F. Winter’sche Verlagshandlung, 1861, Seite 33. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Aristophanes_Donner_3Bd.djvu/0039&oldid=- (Version vom 31.7.2018)