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Sein Bild (Becker)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor:
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Titel: Sein Bild
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 12, S. 208
Herausgeber: Ernst Ziel
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1884
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[197]

Sein Bild.
Nach dem Oelgemälde von Karl Becker. Photographie im Verlage von Franz Hanfstängl in München.

[208] Sein Bild. (Mit Illustration S. 197.) Was schließen für ein Frauenherz, welches liebt, nicht die beiden kleinen Worte ein: Sein Bild! – Sein Bild ist ja der Abglanz seiner Person, seines ganzen Wesens, es zeigt der Braut oder der Gattin, was ihr das Liebste auf der weiten Welt ist, was das Leben für sie erst lebenswerth macht. Sein Bild ist ihr Freund in den Stunden der Entfernung von dem geliebten Manne, der einzige Zeuge ihrer Seufzer oder auch wohl ihrer Thränen. Das junge Mädchen, das unsere Illustration darstellt, hat ihre Blicke sehnsuchtsvoll auf das kleine Medaillon in ihrer Hand geheftet. Ihr Gesicht sagt uns, daß er, bei welchem ihre Gedanken weilen, nicht zu weit in der Ferne ist, nicht zu lange ausbleiben wird; denn es lagert mehr der Ausdruck inniger Zärtlichkeit als der Schatten eines tieferen Trennungsschmerzes auf den feinen Zügen dieses Profils. Bald wird der ferne Freund wiederkommen, ihrer Einsamkeit ein Ende machen und der sehnsüchtige Ausdruck ihres Gesichts wird sich zu wonniger Freude verklären.