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Seehund zum Robbenjäger

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Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Seehund zum Robbenjäger
Untertitel:
aus: 103 Gedichte, S. 20–21
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1933
Verlag: Ernst Rowohlt Verlag
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: UB Bielefeld und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[20]
Seehund zum Robbenjäger


„Ich bin ein armer Hund.
Ich habe keine Brieftasche. Im Gegenteil:
Man macht aus mir welche; sehr wohlfeil.
Und Wohlfeil ist Schund.

5
Taten wir jemals Menschen beißen?!

Im Gegenteil: Jedes menschliche Kind
Wird uns, wenn wir auf dem Lande sind,
Mit Steinen totschmeißen.

[21]
Wie ihr Indianer und Neger
10
Nicht glücklich für sich leben ließt,

Stellt ihr uns nach und schießt
Uns nieder. Für Bettvorleger!

Wo ihr Menschen Freischönes erschaut,
Öffnet ihr, staunend, euren Rachen.

15
Warum erstrebt ihr es nicht, euch vertraut

Mit den Tieren zu machen?

Wilde Tiere sahen allem, was neu
Und friedlich war, anfangs unsicher zu.
Wer nahm den wilden Tieren die Ruh?

20
Wer gab ihnen zur Angst die Wut?


Der Mensch verkaufte Instinkt und Scheu.
Das Tier ist ehrlich und deshalb gut.“