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Schnitterlied

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Conrad Ferdinand Meyer
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Schnitterlied
Untertitel:
aus: Gedichte
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1882
Verlag: Verlag von H. Haessel
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Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons,
S. 53
Kurzbeschreibung: Antipode zu diesem Schnitterlied: Aerndtelied
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Bearbeitungsstand
fertig
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Schnitterlied.

Wir schnitten die Saaten, wir Buben und Dirnen,
Mit nackenden Armen und triefenden Stirnen,
Von steigenden dunkeln Gewittern bedroht –
Gerettet das Korn! Und nicht Einer der darbe!

5
     Von Aehre zu Garbe

     Ist Raum für den Tod –
Wie schwellen die Lippen des Lebens so rot!

Hoch thronet ihr Schönen auf güldenen Sitzen
In strotzenden Garben umflimmert von Blitzen –

10
Nicht Eine die darbe! Wir bringen das Brot!

Zum Reigen! Zum Tanze! Zur tosenden Runde!
     Von Becher zu Munde
     Ist Raum für den Tod –
Wie schwellen die Lippen des Lebens so rot!