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Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Bergen (Adorf)

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Bergen
Untertitel:
aus: Voigtländischer Kreis, in: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 5, Seite 213–214
Herausgeber: Gustav Adolf Poenicke
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: o. J. [1859]
Verlag: Expedition des Ritterschaftlichen Album-Vereins
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: SLUB DresdenCommons
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[213]
Bergen


eine Meile von Oelsnitz, 11/4 Stunde nordwestlich von Adorf, nicht weit von der Strasse von Oelsnitz nach Asch in rauher Gegend gelegen.

Die mit Rossbach, mit Ebmath, Eichigt, Freiberg und Gettengrün reinende Flur hat die mittlere Seehöhe von 1783 Fuss.

Der von Rosbach kommende Bach wird bald der Bergner, bald der todte oder Totter-Weinbach genannt und nimmt den kleinen Zinnbach auf, welcher durch Bergen fliesst, um zwischen Adorf und Leubetha die Elster zu verstärken.

Das dasige Rittergut war in früheren Zeiten bloss ein Vorwerk von Freiberg und gehörte sonach ebenfalls den Herren von Thoss, noch 1616 besass es Wolf Adam von Thoss auf Freiberg.

Bis jetzt ist schon seit einem halben Jahrhundert die Familie Rossbach damit beliehen.

Das Gut hat nur eine schwache Oeconomie, versteuert nur 8834/5 Steuereinheiten, hat aber nicht unbedeutende andere Einnahmen und zählte mit dem zugehörigen Obergettengrün 450 Unterthanen.

Seine Erbgerichtsbarkeit (die Obergerichte gehörten dem Amte Voigtsberg) trat es am 20. October 1855 an das Amt Adorf ab.

Ausserdem waren vor der Einführung der neuen Gerichtsorganisation noch verschiedene Gerichte hier: Ein Viertheil gehörte dem Staate unmittelbar: der Adorfer Stadtrath hatte 3, das Rittergut Jugelsburg 7, das untere Freiberger Rittergut 4 Häuser als Gerichtsuntergebene.

[214] Der Ort ist nach Eichigt gepfarrt und hatte früher eine eigene Schule, ist aber seit 1838 auch dahin geschult. In 39 Häusern leben 300 Seelen, die dem Gerichtsamt Adorf zugewiesen sind.

Bergen bietet eine Menge schöner Aussichten, vorzüglich nach dem Erzgebirge zu.