Zum Inhalt springen

RE:Kallirrhoë 12

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
fertig  
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Berühmter Quell- u. Badeort in Peraea/Ostjordanland
Band X,2 (1919) S. 16721673
Kallirhoe (Bad) in der Wikipedia
Kallirhoe in Wikidata
Bildergalerie im Original
Register X,2 Alle Register
Linkvorlage für WP   
* {{RE|X,2|1672|1673|Kallirrhoë 12|[[REAutor]]|RE:Kallirrhoë 12}}        

12) Plin. V 16, 72. Solin. Mart VI 679. Ptol. V 16, 9. Joseph. ant. Iud. XVII 6‚ 5; bell. Iud. I 33, 5. Hieronym. quaest. hebr. in Genes. 10, 19. Euseb. hist. eccl. I 8, auf der Mosaikkarte von Medaba, bei den Rabbinern = קלרה‎ (vgl. Levy Neuhebr. u. Chald. Wörterb. s. v.), berühmter Quell- und Badeort in Peraea, d. i. im Ostjordanland beim Toten Meere, im Targum Jeruschalmi und von Hieronym. zu Genes. 10, 19 identifiziert mit לשע‎ Genes. 10, 19, LXX Δασα. Hier suchte Herodes d. Gr. in seiner furchtbaren todbringenden Krankheit vergeblich Heilung. Meist wird K. näher gleichgesetzt mit dem heutigen Ḥammâm ez-Zerḳa, d. i. den heißen Quellen im Wadi Zerḳa Mâʿin (Baedeker-Benzinger Palästina und Syrien⁷ 142), einem in das Tote Meer mündenden Bachtal nördlich vom Arnon. Tatsächlich werden die heißen Quellen in diesem ‚schönen Tal‘ noch heut von den Arabern aufgesucht, und Reste einer alten Wasserleitung sind noch heut hier zu sehen (Buhl Geographie des alten Palästina 1896, 50f. 123). Indessen sagen Josephus und Hieronymus ausdrücklich, daß die Quellen von K. in das Tote Meer selbst fließen, während die Quellen im Wadi Zerḳa erst in dieses selbst fließen, der selbst dann einige Stunden später ins Tote Meer mündet. Daher identifiziert Dechent (ZDPV VII 196ff.), dem Schürer (Gesch. d. jüd. Volkes I⁴ 413, 163) zustimmt, K. wohl richtiger mit dem südlich von Ḥemmâm ez—Zerḳa gelegenen Hammâm ez-Zara, d. i. den heißen Quellen westlich von Machairos am Toten Meere. Denn auf diese Quellen paßt, daß sie unmittelbar ins Tote Meer fließen. Ḥemmâm ez-Zerḳa ist dann = Βαάρας bei Joseph. bell. Iud. VII 6, 3 und Baaru Onom. [1673] 232, 46. 102, 7. Petrus der Iberer (herausg. von Raabe) 1895. 82, 87 und auf der Mosaikkarte von Medaba (Schürer a. a. O.). Josephus vermeidet bei der Schilderung von Βαάρας den Namen K.; auch sind auf der Mosaikkarte von Medaba beide Orte: Baaru und K. verschieden. Richtig wird auch unterschieden Baar = Ḥammâm ez-Zerḳa und Kalirrhoë = Ḥammâm ez-Zara von Baedeker-Benzinger Palästina⁷ auf der Karte des südl. Palästina zu S. 10f.

[Beer. ]