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RE:Fabius 17

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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C. F., Statthalter von Asien 57/6 v. Chr., Legat Caesars, Freund des Atticus
Band VI,2 (1909) S. 17441745
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17) C. Fabius, Sohn eines Μ. (vgl. die Münzen), nach der gewöhnlichen Annahme für den des Μ. Fabius Hadrianus Nr. 83 gehalten und deshalb selbst mit dem Beinamen Hadrianus belegt; doch dieser ist für ihn nicht bezeugt, und als sein Vater könnte auch Μ. Fabius Nr. 26 in Frage kommen. Aus Cistophoren von Ephesos, Tralles und Apameia mit der Aufschrift C. Fabi [1745] M. f. procos., von denen die ephesischen datiert sind (OZ und OH = 77 und 78 der Aera der Provinz Asien), ergibt sich, das F. nach der Verwaltung der Praetur Statthalter von Asien gewesen ist im J. 697/8 = 57/6 als Nachfolger des T. Ampius Balbus (o. Bd. I S. 1978) und als zweiter Nachfolger des Q. Cicero (Pinder Abh. Akad. Berl. 1855, 567 nr. 173–176 = CIL I 520, vgl. Waddington Fastes des provinces Asiat. 674f.; Bull. hell. VI 285f.). Vom J. 700 = 54 an war er als Legat Caesars tätig. Damals lag er mit einer Legion im Winterquartier im Gebiet der Moriner und eilte von dort aus herbei, als der Oberfeldherr dem bedrängten Q. Cicero zu Hilfe zog (Caes. b. G. V 24, 2. 46, 3. 47, 3. 53, 3). 701 = 53 nahm er an dem Feldzuge gegen die Menapier teil (ebd. VI 6, 1). 702 = 52 schlug er in Abwesenheit Caesars einen Angriff auf das römische Lager mit zwei Legionen mühsam, aber erfolgreich ab (ebd. VII 40, 2. 41, 2–4), nahm dann an den Kämpfen um Alesia teil (ebd. 87, 1) und bezog mit zwei Legionen die Winterquartiere bei den Remern (ebd. 90, 5). 703 = 51 wurde er nach einigen anderen Unternehmungen dem C. Caninius Rebilus (o. Bd. III S. 1478 Nr. 9) zu Hilfe gegen die Pictonen gesandt und erwarb sich hier durch glückliche Kämpfe besondere Verdienste um die endgültige Unterwerfung dieser Stämme (Hirt. b. G. VIII 6, 3. 24, 2. 27, 1–29, 4. 31, 1–4. 37, 2, daraus Oros. VI 11, 17ff.), worauf er im J. 704 = 50 mit vier Legionen im Gebiet der Haeduer blieb (ebd. 54, 4). Aus Cic. ad Att. VII 3, 3 vom 9. Dezember 704 = 50 läßt sich mit Wahrscheinlichkeit darauf schließen, daß damals im Senat über Belohnungen des F. und des Caninius Rebilus verhandelt wurde. F. selbst war in den letzten Tagen des Jahres als Gesandter Caesars in Rom anwesend, wenn sein Name in den Anfangsworten von Caes. bell. civ. I 1, 1 festzuhalten ist (vgl. Nissen Histor. Ztschr. N. F. X 76f., 3). Während in den nächsten Monaten im J. 705 = 49 in Rom gelegentlich das Gerücht im Umlauf war, F. sei zu Caesars Gegnern übergegangen (Cic. ad Att. VIII 3, 7 vom 18. Febr.), leistete er dem Feldherm vielmehr gute Dienste, indem er, mit drei Legionen von Narbo aufbrechend, den Pompeianern in der Besetzung der Pyrenäenpässe zuvorkam (Caes. bell. civ. I 37, 1–3. Dio XLI 20, 1), zur Sicherung der Verbindung mit Gallien zwei Brücken über den Fluß Sicoris schlug (Caes. ebd. 40, 1. 48, 2. Dio ebd. 2) und die bei Ilerda stehenden Feinde bis zu Caesars Eintreffen im Schach hielt (Caes. ebd. 40, 2–7. Dio a. O.). Da F. trotz seiner treuen und erfolgreichen Tätigkeit später unter Caesars Gehilfen und Günstlingen nicht erwähnt wird, ist er vielleicht bald nach diesen Ereignissen gestorben. Nach der Bezeichnung als Fabium tuum Cic. ad Att. VIII 3, 7 darf man ihn wohl für einen Freund des Atticus halten.

Nachträge und Berichtigungen

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Band S III (1918) S. 460
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S. 1739ff. zum Art. Fabius:

17) Das asiatische Proconsulat bezeugt auch ein Cistophor von Pergamon, Numism. Chronicle 1883, 186 Taf. X 4 = Abh. Akad. Berl. 1910 Anhang I 16. 91.

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Band R (1980) S. 109
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Fabius

17) C. F., Prokonsul der Provinz Asia im J. 57/6 v. Chr. (L) S III, (K) s. Kl. P. Bd. 2 S. 489f., F. Nr. I. 4.