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Oktoberlied

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Theodor Storm
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Titel: Oktoberlied
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 3-4
Herausgeber:
Auflage: 8. Ausgabe
Entstehungsdatum: 1848
Erscheinungsdatum: 1889
Verlag: Verlag der Gebrüder Paetel
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[3]
 Octoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk’ ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

5
Und geht es draußen noch so toll,

Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz, –

10
Stoß’ an, und laß es klingen!

Wir wissen’s doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

[4] Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk’ ein den Wein, den holden!

15
Wir wollen uns den grauen Tag

Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,

20
Es steht die Welt in Veilchen.


Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!