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Nun lass mich rufen über die verschneiten

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Textdaten
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Autor: Stefan George
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Titel: Nun lass mich rufen über die verschneiten
Untertitel:
aus: Der siebente Ring, S. 89
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1907
Verlag: Blätter für die Kunst
Drucker: Otto von Holten
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[89]

Nun lass mich rufen über die verschneiten
Gefilde wo du wegzusinken drohst:
Wie du mich unbewusst durch die gezeiten
Gelenkt – im anfang spiel und dann mein trost.

5
Du kamst beim prunk des blumigen geschmeides ·

Ich sah dich wieder bei der ersten mahd
Und unterm rauschen rötlichen getreides
Wand immer sich zu deinem haus mein pfad.

Dein wort erklang mir bei des laubes dorren

10
So traulich dass ich ganz mich dir befahl

Und als du schiedest lispelte verworren
In seufzertönen das verwaiste tal.

So hat das schimmern eines augenpaares
Als ziel bei jeder wanderung geglimmt.

15
So ward dein sanfter sang der sang des jahres

Und alles kam weil du es so bestimmt.