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Mylady hat ein Sammtkleid an

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Robert Burns
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Titel: Mylady hat ein Sammtkleid an
Untertitel:
aus: Lieder und Balladen,
S. 140
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum: 1787
Erscheinungsdatum: 1860
Verlag: A. Hofmann und Comp.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer: Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld
Originaltitel: My Lord A-Hunting
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[140]

 Mylady hat ein Sammtkleid an.


     Mylady hat ein Sammtkleid an
     Mit schönen, gold’nen Blumen d’ran,
     Doch Jenny trägt ’nen kurzen Rock
     Und der hat’s Mylord angethan.

5
Mylord ging heut’ zum Jagen aus,

Doch ließ die Hunde er zu Haus’;
Bei Colin’s Hütt’ sein Wildprett steht,
Wenn Colin’s Jenny dorten geht.

Mylady ’st roth, Mylady ’st weiß

10
Von einem edlen Stamm ein Reis;

Doch ist’s ihr Land nur und ihr Geld,
Was unser’m Lord an ihr gefällt.

Dort in des Waldes tiefem Schooß,
Wo Birkhuhn wohnt und Häschen bloß.

15
Dort blüht alt Colin’s schöne Ros’,

Ein duftend Blümlein in dem Moos.

Sie geht so leicht, sie geht so sacht,
So reizend steht ihr ihre Tracht
Und aus der Augen dunkler Nacht,

20
Das feuchte Liebessehnen lacht.


Mylady ’st fein, Mylady ’st klug,
Doch das ist Mylord nicht genug;
Das Weib nur, das man innig liebt,
Dem Manne Himmelswonnen giebt.

25
     Mylady hat ein Sammtkleid an,

     Mit schönen, gold’nen Blumen d’ran,
     Doch Jenny trägt ’nen kurzen Rock
     Und der hat’s Mylord angethan.