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Memento

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Memento
Untertitel:
aus: Gedichte, Seite 6–7
Herausgeber:
Auflage: 10. Auflage
Entstehungsdatum: 1895
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[6]
Memento.


     Geliebte, willst Du doppelt leben,
So sei des Todes gern gedenk,
Und nimm, was Dir die Götter geben,
Tagtäglich hin wie ein Geschenk.

[7]
5
     Mach Dich vertraut mit dem Gedanken,

Daß doch das Letzte kommen muß,
Und statt in Trübsinn hin zu kranken,
Wird Dir das Dasein zum Genuß.

     Du magst nicht länger mehr vergeuden

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Die Spanne Zeit in eitlem Haß,

Du freust Dich reiner Deiner Freuden
Und sorgst nicht mehr um dies und das.

     Du setzest an die rechte Stelle
Das Hohe, Göttliche der Zeit,

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Und jede Stunde wird Dir Quelle

Gesteigert neuer Dankbarkeit.