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Mag sich die Welt zerspalten

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Textdaten
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Autor: Rudolf Lavant
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Titel: Mag sich die Welt zerspalten
Untertitel:
aus: Eichenlaub und Fichtenreis Nr. 27
Herausgeber: Wilhelm Achilles
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: 1895
Erscheinungsdatum: 1901
Verlag: Verlag von Wilhelm Achilles
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Erscheinungsort: Leipzig-Eutritzsch
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons,
S. 36–37
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[36]

27. (1895.)


     Mel.: In allen guten Stunden etc.

     1. Mag sich die Welt zerspalten in hadernde Partei’n — :,: stets treu zusammenhalten wird unser Turnverein. :,: Der Geist, der sonst gewaltet, der Geist der Sympathie, :,: verkümmert und erkaltet in unsern Reihen nie :,:

[37]

     2. Ob schlicht Du oder weise, ob arm Du oder reich, :,: es galt im Turnerkreise und gilt auch ferner gleich. :,: Geschickt zur Turnertugend ist jedes Bundesglied — :,: ob Alter oder Jugend, macht keinen Unterschied. :,:

     3. Wer sich uns angeschlossen in Jünglingsrüstigkeit, :,: der findet hier Genossen für alle Lebenszeit. :,: Wer seinen Leib zu stählen, zu uns in Treue stand, :,: der wird bald nicht mehr zählen die Brüder, die er fand. :,:

     4. Des Lebens froh zu werden im Bund mit der Natur, :,: giebt es auf dieser Erden ein sichres Mittel nur. :,: Betrüglich sind die andern und täuschen nur zu bald — :,: Du mußt mit Turnern wandern durch maienfrischen Wald! :,:

     5. Lern Deine Glieder regen im fröhlichen Verein — :,: es wird zugleich ein Segen für Deine Seele sein. :,: Laß Dir das Ringen lehren, das Laufen und den Sprung, :,: dann wirst Du alt in Ehren und bleibst im Alter jung. :,:

     6. Wenn Andre hilflos hocken und ohne Kraft und Mut, :,: wallt auch bei greisen Locken Dir jugendlich das Blut, :,: und haben auch die Tage der Jugend sich entfernt — :,: den Jubel und die Klage hast Du noch nicht verlernt! :,:

     7. Du wirst Dich nicht erhitzen, erwärmen aber doch; :,: die alten Augen blitzen und flammen immer noch, :,: und wenn Du den Genossen Dich scheidend abgekehrt, :,: so ist ein Sein beschlossen, das wohl des Neides wert. :,:

     8. Darum sollst mit Leib und Leben, entschlossen, kühn und frei, :,: Du freudig Dich ergeben der edlen Turnerei, :,: und wenn die Becher schäumen, wird Dir ein Fest zu teil, :,: soll nie und nimmer säumen Dein jauchzendes: „Gut Heil!“ :,: