Zum Inhalt springen

MKL1888:Zeising

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Zeising“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Zeising“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 16 (1890), Seite 845
Mehr zum Thema bei
Wikisource-Logo
Wikisource: [[{{{Wikisource}}}]]
Wikipedia-Logo
Wikipedia: Adolf Zeising
Wiktionary-Logo
Wiktionary:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Zeising. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 16, Seite 845. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Zeising (Version vom 21.02.2022)

[845] Zeising, Adolf, Ästhetiker, geb. 24. Sept. 1810 zu Ballenstedt, war Professor am Gymnasium in Bernburg und privatisierte seit 1853 meist in München, wo er 27. April 1876 starb. Das von ihm entdeckte Gesetz, daß der menschliche Körper neben vielen andern Erscheinungen nach dem Verhältnis des sogen. Goldenen Schnittes gegliedert sei, wurde zuerst in der „Neuen Lehre von den Proportionen des menschlichen Körpers“ (Leipz. 1854) veröffentlicht und seinen „Ästhetischen Forschungen“ (Frankf. 1855) zu Grunde gelegt. Aus seinen hinterlassenen Handschriften erschien später: „Der Goldene Schnitt“ (Halle 1884). Außerdem schrieb er: „Die Metamorphosen in den Verhältnissen der menschlichen Gestalt“ (Bonn 1860); „Religion und Wissenschaft, Staat und Kirche“ (Wien 1873); ferner die Romane: „Die Reise nach dem Lorbeerkranze“ (Berl. 1861, 2 Bde.); „Hausse und Baisse“ (das. 1864, 3 Bde.); „Joppe und Krinoline“ (Wien 1865, 3 Bde.); „Kunst und Gunst“ (Berl. 1865, 3 Bde.). Auch eine Tragödie: „Kaiserin Eudocia“, kam von ihm in München auf die Bühne.