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MKL1888:Schrifterz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Schrifterz“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Schrifterz“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 14 (1889), Seite 631
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Schrifterz. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 14, Seite 631. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Schrifterz (Version vom 20.04.2021)

[631] Schrifterz (Sylvanit), Mineral aus der Ordnung der einfachen Sulfuride, bildet monokline Kristalle, die gewöhnlich zu reihenförmigen, schriftähnlichen Aggregaten gruppiert sind, findet sich auch derb und eingesprengt, ist licht stahlgrau bis zinnweiß, Härte 1,5–2, spez. Gew. 7,99–8,33, besteht aus Gold, Silber und Tellur (AuAg)Te2 mit 24,8–26,97 Gold und 11,47–13 Silber, auch etwas Antimon, Blei und Kupfer. Weißtellur und Gelberz sind die an Blei (bis 13,8 Proz.) und Antimon (bis 8,5 Proz.) reichern Varietäten. Das Erz findet sich mit andern Tellurerzen, gediegenem Gold, Quarz und Eisenkies auf schmalen Gängen bei Offenbanya und Nagyag in Siebenbürgen sowie in Kalifornien und wird auf Gold und Silber verwertet.