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MKL1888:Hammerfisch

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Hammerfisch“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Hammerfisch“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 8 (1887), Seite 58
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Hammerfisch. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 8, Seite 58. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Hammerfisch (Version vom 01.05.2024)

[58] Hammerfisch (Sphyrna M. Hle.), Fischgattung aus der Ordnung der Quermäuler und der Familie der Menschenhaie (Carcharidae), ähnelt im Bau durchaus den Menschenhaien, ist aber ausgezeichnet durch den seitlich verbreiterten, hammerförmigen Kopf, an dessen beiden Endflächen die Augen sitzen, während die Nasenlöcher am untern Ende des Kopfes vor der hufeisenförmigen, mit 3–4 Reihen langer, scharfer, an den Rändern gesägter Zähne besetzten Schnauze stehen; Spritzlöcher fehlen. Der gemeine H. (S. zygaena M. Hle.), 3–4 m lang, 200–300 kg schwer, mit schwach gekörnelter Haut, oben gräulichbraun, unten weißlich, findet sich im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean, erscheint bisweilen auch an den nördlichen europäischen Küsten, verweilt viel in tiefern Schichten des Meers, um Rochen und Plattfische zu jagen, stellt aber auch andern Fischen nach, umschwimmt häufig die Schiffe auf den Reeden und wird bisweilen dem Menschen gefährlich. Das Weibchen gebiert etwa 40 lebendige Junge. Man jagt ihn wegen der thranreichen Leber.