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MKL1888:Haifa

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Haifa“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Haifa“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 7 (1887), Seite 1021
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Haifa. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 7, Seite 1021. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Haifa (Version vom 20.08.2021)

[1021] Haifa, aufblühende türk. Hafenstadt in Syrien (Palästina), an der Südseite des Golfs von Akka und am Fuß des Karmel malerisch gelegen, Sitz eines Kaimakams und eines deutschen Konsuls, das Sycaminum der Alten, ist von einer zerfallenen Mauer aus sarazenischer Zeit umgeben und zählt ca. 5000 Einw., zumeist Araber und Türken, außerdem Christen und Juden. Im NW. von H. haben sich 1869 etwa 300 württembergische „Templer“ angesiedelt, welche bereits über 1000 Morgen Ackerland besitzen, wovon 70 zu Weinbergen angelegt sind. In neuester Zeit sind auch einige Deutsch-Amerikaner, viele Juden, namentlich aber vermögende Bosnier hierher gewandert; die letztern haben eine hübsche Kolonie inmitten der Ruinen von Cäsarea erbaut. Die Ausfuhr besteht in Weizen, Olivenöl, Mais, Sesam u. a. (1882–83 für 1,9 Mill. Mk.), die Einfuhr (224,360 Mk.) in Reis, Zucker, Kaffee, Manufakten u. a.