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MKL1888:Fischel

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Fischel“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Fischel“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 6 (1887), Seite 299
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Fischel. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 6, Seite 299. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Fischel (Version vom 14.09.2022)

[299] Fischel, Eduard, Publizist, geb. 1826 zu Danzig, studierte Jurisprudenz und war seit 1858 Assessor beim Stadtgericht in Berlin. Zugleich als politischer Schriftsteller thätig, erregte er besonders Aufsehen durch die vom Herzog von Koburg angeregte Schrift „Despoten als Revolutionäre“ (Berl. 1859), welche vielfach dem Herzog von Koburg selbst beigelegt wurde und in England eine Gegenschrift von Ismael hervorrief, hinter dem man einen der Publizisten Palmerstons vermutete. Durch scharfe Polemik gegen die Politik Napoleons III. zeichnete sich seine Schrift „Gallischer Judaskuß“ (Antwort auf Edmond Abouts Schrift „Preußen im Jahr 1860“) aus. Daneben beleuchtete F. in „Preußens Aufgabe in Deutschland“ (Berl. 1859) und „Männer und Maßregeln“ (das. 1861) die innern Zustände Preußens und wies auf die Notwendigkeit und die Wege einer Selbstregierung hin. Diesen und andern Flugschriften folgte ein größeres Werk: „Die Verfassung Englands“ (Berl. 1862, 2. Aufl. 1864), das, obschon nicht durchaus richtig und zuverlässig, durch klare und geistvolle Darstellung fesselt. Zu weiterer Verfolgung seiner Arbeiten ging F. nach Paris, ward aber bald nach seiner Ankunft 9. Juli 1863 überfahren und getötet.