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MKL1888:Bredius

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Bredius“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Bredius“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 19 (Supplement, 1892), Seite 123
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Bredius. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 19, Seite 123. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Bredius (Version vom 02.08.2023)

[123] Bredius, Abraham, holländ. Kunstgelehrter, geb. 18. April 1855 zu Amsterdam, war bis zu seinem 20. Jahre Musiker und wurde dann durch Reisen in Italien auf das Studium der Kunstgeschichte geführt, worin ihn weitere Reisen durch ganz Europa (Griechenland, Spanien und Portugal) förderten. In engem Verkehr mit August Fischer in Breslau und W. Bode in Berlin schärfte er sein Urteil und widmete sich dann vorzugsweise der kritischen Prüfung der in öffentlichen und privaten Sammlungen vorhandenen und auf Versteigerungen vorkommenden Gemälde niederländischer Künstler. Damit verband er gründliche Urkundenforschungen, deren reiche Ergebnisse er in holländischen, deutschen, englischen und französischen Kunstzeitschriften veröffentlichte. 1881 wurde er Vizedirektor des Niederländischen Museums in Amsterdam und 1889 Direktor der königlichen Gemäldegalerie im Haag. Die Universität Gießen promovierte ihn 1888 zum Ehrendoktor. Er gab heraus: „Die Meisterwerke des Rijksmuseums in Amsterdam“ (Münch. 1888) und „Die Meisterwerke der königlichen Gemäldegalerie im Haag“ (das. 1891), beides Photogravüre-Prachtwerke, und bearbeitete die Kataloge der Gemäldegalerien in Amsterdam, im Haag und in Utrecht. Auch hat er an den Katalogen der öffentlichen Gemäldegalerien von Berlin, Oldenburg, Schwerin, Wien, Rotterdam, Glasgow, Kassel, Hannover, Dresden, Madrid, Stockholm u. Petersburg mitgearbeitet.