Zum Inhalt springen

MKL1888:Aasen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Aasen“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Aasen“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 17 (Supplement, 1890), Seite 1
Mehr zum Thema bei
Wikisource-Logo
Wikisource: [[{{{Wikisource}}}]]
Wikipedia-Logo
Wikipedia: Ivar Aasen
Wiktionary-Logo
Wiktionary:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Aasen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 17, Seite 1. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Aasen (Version vom 14.04.2021)

[1]  Aasen, Ivar Andreas, norweg. Dichter und Sprachforscher, geb. 1813 auf Söndmöre, schrieb als Hauslehrer ein grundlegendes Werk über die norwegischen Pflanzennamen („Söndmörsk-Flora“) und widmete sich, seit 1850 im Genuß eines ihm vom Storthing bewilligten Stipendiums, ausschließlich dem Studium der norwegischen Volkssprache. Aus den ältern Elementen in den verschiedenen norwegischen Dialekten suchte er eine nationale Sprache zu schaffen, welche als Schriftsprache in Norwegen an die Stelle des Dänischen treten sollte. Diese sogen. Landsmaal („Landessprache“) wurde der Mittelpunkt einer besondern Schule, der „Maalsträvere“, die aber in ihrer Schreibweise wieder auseinander gehen. Die aus diesen Bestrebungen hervorgegangenen Hauptwerke Aasens sind: „Det norske folkesprogs grammatik“ (1848; 2. Aufl. als „Norsk grammatik“, 1864), „Ordbog over det norske folkesprog“ („Wörterbuch“, 1850; 2. Aufl. als „Norsk ordbog med dansk forklaring“, 1873) und „Norske ordsprog“ („Norwegisches Sprichwörter-Lexikon“, 2. Aufl. 1881). Auch veröffentlichte er das Schauspiel „Ervingen“ (4. Aufl. 1887) und eine Gedichtsammlung: „Symra“ (3. Aufl. 1875). Er lebt in Christiania.