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Lord Murray

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Lord Murray
Untertitel:
aus: Gedichte, Seite 391–392
Herausgeber:
Auflage: 10. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
Übersetzer:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[391]
Lord Murray.


     Ihr bunten Hochlands-Clane,
Was waret ihr so fern?
Sie hätten nicht erschlagen
Lord Murray, euren Herrn!

5
     Er kam von Spiel und Tanze,

Ritt singend durch die Schlucht,
Sie haben ihn erschlagen
Aus Neid und Eifersucht –

     Im Lenze, ach, im Lenze –

10
Sie spielten Federball,

Lord Murray’s stieg am höchsten
Und überflog sie all.

     Im Sommer, ach, im Sommer –
Auszogen sie zum Strauß,

15
Da rief das Volk: Lord Murray

Sieht wie ein König aus.

     Im Herbste, ach, im Herbste –
Zu Tanze ging es hin,
„Mit Murray will ich tanzen!“

20
Rief da die Königin.


[392]
     Er kam von Spiel und Tanze,

Ritt singend durch die Schlucht,
Sie haben ihn erschlagen
Aus Neid und Eifersucht.

25
     Ihr bunten Hochlands-Clane,

Was waret ihr so fern?
Sie hätten nicht erschlagen
Lord Murray, euren Herrn.