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Lied eines Hagestolzen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Johann Baptist von Alxinger
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Titel: Lied eines Hagestolzen
Untertitel:
aus: Gedichte S. 59–60
Herausgeber: Friedrich Just Riedel
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1780
Verlag: Johann Jacob Gebauer
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Halle
Übersetzer:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[59]
Lied eines Hagestolzen.


Predigt mir von Hymen nicht,
Rühmt mir nicht das Glück der Ehen!
Hymen ist ein Bösewicht,
Und ich weiß, was ich gesehen:

5
     Für die fade Tändeley

Der zwo ersten Flitterwochen,
Ich, wie Deutschlands Götter frey,
Ich mich selber unterjochen?

     Wurm genug beym finstern Blick

10
Eines Weibsens mich zu winden,

Thor genug, mein künftig Glück
An ihr Nachtkorset zu binden?

     Und o dich Zufriedenheit!
Nur par rénomée zu kennen,

15
Weil mit falscher Zärtlichkeit

Mich Popanzen Vater nennen?

[60]
     Traut nur auf ein Weiberherz,

Kürzt nur eure Lebensjahre,
Von der Schäferliebe Schmerz

20
Hingepeitschet zum Altare!


     Mag der gute Himmel sich
Eurer Raserey erbarmen!
Freyheit! dich, ich fasse dich,
Fasse dich mit beiden Armen.