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Liebesbrief (Ringelnatz)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Hans Bötticher
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Liebesbrief
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 32
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1910
Verlag: Hans Sachs-Verlag Schmidt-Bertsch & Haist
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: München, Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
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Liebesbrief


„Rösl, morgen Abend um zehne
Unter dem Standbild der Pallas Athene,
Wo wir uns doch so oft schon getroffen,
Beide die Brust voll Bangen und Hoffen,

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Immer so froh. Sind gewandert nach irgendwo,

Sind gewandert durch Nacht und Tau
Bis in das schüttelnde Morgengrau. – –
Busseln und Lieben!! –
Weiß nicht, was wir getrieben,

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Weiß nicht, wo all die Stunden geblieben.

Und dann immer das alte Lied:
Jeder wollte scheiden und keiner schied.
Und dann gingst du doch, –
Aber ich stand und lauschte noch,

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Lauschte, bis ferne dein Schritt verhallt.


Rösl, ich mag dich so leiden!!
Gelt Rösl, wir beiden
Werden nimmer alt?“