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Kletterübungen der deutschen Infanterie

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Kletterübungen der deutschen Infanterie
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 15, S. 253, 260
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[253]

Kletterübungen der deutschen Infanterie.
Nach einer Originalzeichnung von A. Wald.

[260] Kletterübungen der deutschen Infanterie. (Zu dem Bilde S. 253.) „Einigkeit macht stark“, das könnte man eigentlich als Motto über unser Bild von A. Wald schreiben. Denn was einem Einzelnen nach klaren physischen Gesetzen unmöglich wäre, nämlich eine weit über mannshohe glatte Wand ohne künstliche Hilfsmittel zu erklettern, das machen die geschickt vereinigten Kräfte vieler möglich. Ist es nur erst gelungen, durch Bildung eines „Turmes“ von zwei, drei menschlichen Stockwerken einen auf die Höhe der oberen Kante zu bringen, dann haben die übrigen leichtes Spiel: jener hilft von oben, andere schieben von unten, und so nimmt einer um den andern das unübersteiglich scheinende Hindernis. Des letzten freilich harrt wieder eine schwierige Aufgabe, denn ihm fehlt ja die hebende Kraft von unten. Aber auch für ihn wird Rat geschafft. Ein oder zwei Gewehre strecken sich ihm von oben entgegen, ein paar kräftige Züge – und oben sind sie mit ihrer lebendigen Last. Bei der deutschen Infanterie werden solche Uebungen, welche das höchste Maß von körperlicher Gewandtheit und erfinderischer Schlauheit in der Benutzung der Umstände erfordern, regelmäßig an eigens hierfür errichteten Gerüsten ausgeführt, selbst mit feldmarschmäßiger Packung. Nur läßt man dabei das gnte Gewehr M 88 natürlich zu Hause und bewaffnet die übenden Mannschaften dafür mit dem Bajonettiergewehr, dem die derben Stöße nichts schaden können, weil nichts daran zu verderben ist.