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Kleiner Briefkasten (Die Gartenlaube 1863/27)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Ernst Keil
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Titel: Kleiner Briefkasten
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[432] M. in L. Die Bemühungen, eine einfachere Notenschrift zu erfinden, haben sich seit länger als einem Jahrhundert oft wiederholt. Keine hat Eingang gefunden und finden können, aus dem einfachen Grunde, weil, wer die neue Notation allein lernt, alle bisher existirende Musikwerke nicht lesen kann, wer aber diese auch lesen will, statt einer, zwei Notenschriften erlernen muß. Noch weniger werden die Instrumentenmacher wegen irgend einer neuen Notation neue Instrumente construiren! – Ihre Bemerkung, daß die neuern Partituren nur in einem Schlüssel geschrieben würden, ist gänzlich falsch; in jeder Orchesterpartitur sind wenigstens drei, oft vier, ja fünf verschiedene Schlüssel zu finden. Aus den angeführten Gründen kann der Artikel in die Gartenlaube nicht aufgenommen werden.


F. W. in London. Ehe Sie den Verfasser der „Kunstketzereien“ Nr. 2 (in Nr. 24) hofmeistern und sein Citat aus Schiller als ein Goethe’sches bezeichnen, lesen Sie doch gefälligst den Prolog zu Wallenstein nach. Derartige „Berichtigungsgelüste“ sind wirklich langweilig.


B. in B. Wenn die in Innsbruck erscheinenden ultramontanen „Tyroler Stimmen“ und einige Priester unser Blatt als „eine Schlange des Unglaubens und Verderberin der Jugend“ verdächtigen, so läßt sich gegen derartige Lügen hier nichts thun. Den Tyroler Stimmen sowohl als jenen Priestern aber möchte ich doch die Mittheilung nicht vorenthalten, daß die beiden Geistlichen, welche vor circa vier Monaten wegen Unzucht und Knabenschändung in Bozen zu mehrjähriger Kerkerstrafe verurtheilt wurden, keine Abonnenten der Gartenlaube sind.