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Kleineisenarbeit

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: J.
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Titel: Kleineisenarbeit
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 68 a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[68 a]

Kleineisenarbeit 1.

Kleineisenarbeit. Eine hübsche Art von Kleineisenarbeit wird neuerdings ausgeübt. Man setzt nicht fertige Eisenteile zusammen, wie dies bisher üblich war, sondern biegt sich die Spiralen und Verzierungen selbst aus schmalen Streifen von Eisenblech. Nötig sind dazu eine gute feste Blechschere und zwei unten (Abb. 1) abgebildete Werkzeuge. Das linksstehende dient zum Festklemmen der kleinen Bänder, mit denen man die Streifen verbindet, das andere zum Rollen der Spiralen; man faßt damit das äußerste Ende des Streifens und wickelt ihn ein Stück weit auf, mehr oder weniger fest, wie es die betreffende Form verlangt. Bei einiger Uebung werden die Spiralen rund. Die Technik eignet sich besonders, um kleine Gestelle und Fassungen für Muscheln. Schalen u. s. w. zu verfertigen; ich sah auch einen netten Handleuchter dieser Art.

Kleineisenarbeit 2.

Kleineisenarbeit 3.

Das Gestell der Abbildung 2 ist 18 cm hoch und trägt ein Porzellankübelchen für eine Farnkrautpflanze oder dergleichen; auch die kleinen venetianischen Kupfereimer würden sich dazu eignen. Die obersten Spiralen laufen unter dem Kübelchen durch und sind in der Mitte kreuzweis verbunden, so wie es Abbildung 4 a und b von oben und unten zeigt, kurze Stückchen des Blechstreifens, fest übereinander geklemmt. Eine weitere Abbildung zeigt eine Muschel als Rauchschälchen gefaßt. Erst macht man das Gestell, in dem die Muschel ruht, und verbindet die Teile in der Mitte; dann legt man die Teile, welche den Fuß bilden sollen, über den Kreuzungspunkt (Abbild. 4 c) und befestigt sie ein wenig weiter außen mit einfachen Bändern.

Kleineisenarbeit 4.

Mit schwarzer Emailfarbe streicht man schließlich das Eisenwerk an; auch etwas Vergoldung macht sich gut. J.