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Kleine Krankenwärter

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Bn.
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Titel: Kleine Krankenwärter
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 47, S. 788
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[781]

Kleine Krankenwärter.
Nach einem Gemälde von Herm. Kaulbach.

[788] Kleine Krankenwärter. (Zu dem Bilde S. 781) So gut sollten es alle Kranken haben; drei teilnehmende Seelen zur Aufwartung, die einzig mit Anschauen, Zudecken und Füttern beschäftigt sind! Und nichts ist zu kostbar, um das teure Leben zu retten; der Mutter schöne Steppdecke, des Vaters Lodenmantel und das allerfeinste Bettkissen waren gerade recht, um den mutwilligen Lockenkopf zu beherbergen, der den ganzen Unfug angegeben hat und nun voll Spannung beobachtet, ob das gute kleine Schwesterlein, die Einzige, welche den Fall ernsthaft nimmt, ihr Süppchen richtig auf den Boden schütten wird. Auch der im Stuhl daneben gravitätisch sitzende „Herr Doktor“ scheint diesem Problem bedeutend mehr Interesse zu schenken als seinen verschiedenen Krankheitsfällen, denn hartherzig läßt er die offenbar vom Lande hereingekommene Patientin zu seinen Füßen warten, welche mit dem dickverbundenen Hals noch schlimmer dran zu sein scheint als das im Bett liegende leidende Fräulein. Die eigentliche Heilung wird jedenfalls erst in einigen Minuten beginnen, wenn die Thüre aufgeht und die Mutter hereinkommt. Himmel, wie schnell dann Krankheit, Patienten, Pfleger und Arzt verflogen und verschwunden sein werden. Bn.