Zum Inhalt springen

König Karl IV belehnt den Fürsten Bernhard IV von Anhalt mit dem Fürstenthume Anhalt und mit der Grafschaft Aschanien

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Karl IV.
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: König Karl IV belehnt den Fürsten Bernhard IV von Anhalt mit dem Fürstenthume Anhalt und mit der Grafschaft Aschanien, wie sie vordem Graf Otto II vom Reiche zu Lehen gehabt.
Untertitel:
aus: Codex diplomaticus Anhaltinus. Dritter Theil. 1301–1350. S. 600
Herausgeber: Otto von Heinemann
Auflage:
Entstehungsdatum: 4. Dezember 1348
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Emil Barth
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Dessau
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[600] Wir Karl von Gots gnaden Römischer konig, ze allen zeiten merer des riches und konig ze Beheim veriehen offenlich an desme geghenwertigen brive und tůn[1] wissentlich allen, dy en sehen adir horen lesin, daz wir unsem liebin fursten und suagher Bernharte fursten zu Anhalt, grafe zu Aschania, und sinen erben haben gehleghen zu rechtem vanlehen und zu rechteme lehene und eyghen in disme brive daz furstentum zu Anhalt und dy grafscop czu Asschania mit alle dem, daz darzu gehort, vesten, dorfere, dingstole, gherichte, ghulde und alle nutz, dy zu dem vorgenanten furstentum und grafschop hort: daz hwos czu Aschersleben, den berk die Asshania heyset, und dy stat czu Asschersleve ober den steinen und dye stat ober den wassere, die můncze, die czůlle, daz marktrecht, die ioden czu Asschersleve, alle gerichte in der stat und umme dye stat czu Asschersleve, die mullen unter Aldenburch, den dyck und den dyckhouf, dye dingstole czu Asschersleve und alle daz, daz dar von uns und von dem ryche czu lehene gheit, Westorf daz hus und alles, daz darczu hort, Kockstete das dorf und alle daz gud, daz darczu gehort, den dingstůl czu Wedersleve und czu Eylwardestorf, das gherichte uf dem Vrevele und alle dy dorf und alle das gud, daz darczu ghehort, und alle, daz grafe Otte von Anhalt, des riches furste, selig von dem riche czu lehene hatte, und gheweren den vorgenantin unsin vursten grafen Bernhard von Anhalt und sine erven des vorgenanten gutes rechte und redelichen vullenkomen und genczlichen mit dissem brive, und willen em und seme erven geweren, wur ys uns czu rechte gebort, czu allen tziten und wur he und sine erven des dorven, wente er von dem gute unse und des ryches furst yst. Tzu eynem waren orkunde disser vorgeschrebenen dyngh habe wir unse kůnigliche ingheseghel an dissen brif lazen ghehanghen, der czu Wittenberck ghegeben ist an sancte Barbaren tag der heilighen iunckvrowen, noch Gottes ghebort dritzenhundert iar in dem achtundvirczeghesten iare, in dem dritten iare unserer riche.

Ad relationem domini prepositi omnium sanctorum Johannes Noviforensis[2].

(R.)

Aus dem Original im Haus- und Staatsarchive zu Zerbst, mit dem an rothen und grünen Seidenfäden anhängenden, vortrefflich erhaltenen Majestätssiegel des Ausstellers.

Anmerkungen

  1. Orig: tů.
  2. Von anderer Hand auf das umgeschlagene Pergament geschrieben.