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Köln im Jahre 1531

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Autor: Johann Jakob Merlo
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Titel: Köln im Jahre 1531
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Entstehungsdatum: 1886
Erscheinungsdatum: 1886
Verlag: J. & W. Boisserées Buchhandlung
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Erscheinungsort: Köln
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Quelle: Scans auf Commons
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Köln im Jahre 1531

[1]
KÖLN IM JAHRE 1531.
DAS LOBGEDICHT JOHANN HASELBERGS
AUF DIE STADT KÖLN
VON
J. J. MERLO.
MIT EINER NACHBILDUNG DES PROSPEKTS DER STADT KÖLN VON ANTON WOENSAM VON WORMS.[WS 1]



SONDERABDRUCK AUS DEN ANNALEN DES HIST. VEREINS F. D. NIEDERRHEIN. XLIV.

KÖLN 1886.
J. & W. BOISSERÉES BUCHHANDLUNG
(CARL BOISSERÉE & FRZ. THEOD. HELMKEN).

[3]      Weither aus dem Süden Deutschlands kam im Jahre 1531 ein fahrender Buchhändler, Johann Haselberg aus der Reichenau, im Bisthum Constanz, nach Köln. Er ist einer der interessantern Repräsentanten dieser Buchhändlerklasse zweiten Ranges, da sein Lager auch manche Werke eigenen Verlags aufzuweisen hatte, die gelegentlich seines Herumziehens aus Druckereien in Mainz, Oppenheim, Augsburg, Nürnberg und Köln hervorgingen. Sie lassen erkennen, dass er es verstanden hat, sich durch persönliche Verbindungen und Unternehmungsgeist in seinem Geschäftskreis Ansehen zu verschaffen. Dafür zeugen insbesondere zwei der zu seinen Verlagsartikeln gehörigen Schriften des damals eifrigst gelesenen berühmten Abts Johannes von Trittenheim (geb. 1462, gest. 1519)[WS 2], welche er in erster Ausgabe unter die Presse brachte. Mir sind sieben Werke seines Verlags bekannt geworden, die in den Jahren 1515 bis 1538 erschienen:

     1. „Compendium sive Breviarium primi voluminis Annalium sive Historiarum de origine Regum et Gentis Francorum ad Reverendissimum dominum Laurentium Episcopum Vuirtzburgen. orientalisque Francie ducem Joannis Tritemii.“ Am Schluss: „Impressum et completum est praesens chronicarum opus anno dni. MDXV. in vigilia Margaretae virginis. In nobili famosaque urbe Moguntina huius artis impressoriae inventrice prima per Joannem Schöffer, nepotem quondam honesti viri Joannis fusth civis Moguntini, memoratae artis primarii auctoris. Qui tandem imprimendi artem proprio ingenio excogitare specularique coepit anno dominicae nativitatis MCCCCL. Indictione XIII. Regnante illustrissimo [4] Ro. imperatore Frederico III. praesidente sanctae Moguntinae sedi Reverendissimo in ehristo patre domino Theoderico pincerna de Erpach principe electore Anno autem MCCCCLII. perfecit deduxitque eam (divina favente gratia) in opus imprimendi (Opera tamen ac multis adinventionibus Petri Schöffer de Gernsheirn ministri suique filii adoptivi) cui etiam filiam suam Christinam fusthin pro digna laborum multarumque adinventionum remuneratione nuptui dedit. Retinuerunt autem hii duo iam praenominati Joannes fusth et Petrus Schöffer hanc artem in secreto (omnibus ministris ac familiaribus eorum, ne illum quoquo modo manifestarent, jurejurando astrictis) Quae tandem de anno Dni. MCCCCLXII. per eosdem familiares in diversas terrarum provincias divulgata haud parvum sumsit incrementum. Cum gratia et privilegio Caesareae Maiestatis iussu et impensis honesti Joannis Haselperg ex Aia maiore constantien. diocesis.“ Folio.

     Bemerkenswerth sind in der Schlussschrift besonders die Aeusserungen über die Erfindung der Buchdruckerkunst, wobei die Verdienste des Johann Fust[WS 3] hervorgehoben werden, während Gutenbergs mit keiner Silbe gedacht ist. Dieses Verfahren wird wohl lediglich dem Drucker des Buches und Enkel Fusts, dem Johann Schöffer, beizumessen sein.

     Zu der Widmung an den Bischof Laurenz von Würzburg[WS 4] gehört ein grosser schöner Holzschnitt, auf dem der knieende Autor, sein Buch überreichend, dargestellt ist. Die zur Seite knieende Figur wird man für den Verleger des Buches, unsern Johann Haselberg, halten dürfen.

     2.„Joannis Tritemii Abbatis sancti Jacobi apud Herbipolim: quondam vero Spanhemensis: Liber octo questionum ad Maximilianum Cesarem.“ Es folgt ein hübscher Holzschnitt, wie der Autor knieend dem Kaiser sein Buch überreicht. Auf dem Endblatt: „Impressum Oppenheym Impensis Johannis Hasselbergensis, de Augia Constantinensis dyocesis. Anno dni. M.D.XV. xx. Mensis Septembris.“ Quart, mit den Signaturen A bis I, ohne Blatt oder Seitenzahlen.

     Panzer[WS 5] (Annal. typograph. VII, p. 489—490, no. 14)[WS 6] hält diese Ausgabe für die erste.

     3. „Joannis Trithemii Abbatis sancti Jacobi Herbipolensis Polygraphiae libri sex, ad Maximilianum Caesarem, cum clave, seu enucleatorio, in quibus plures scribendi modos aperit.“ Am Schluss: „Impressum aere ac impensis integerrimi Bibliopolae [5] Joannis Haselbergi de Aia Constantiensis Diocesis, Anno MDXVIII. Mense Julio.“ Es folgt: „Clavis Polygraphiae Joannis Tritemii Abbatis divi Jacobi Herbipolensis, quondam Spanheimensis, ordinis sancti Benedicti, observantiae Bursfeldensium patrum.“ Hier wiederholt sich der bei dem Liber questionum vorkommende Holzschnitt mit dem vor dem Kaiser knieenden Abt. Das Buch schliesst mit der Adresse: „Impressum ductu Joannis Haselberg de Aia bibliopolae, anno a Christo nato M.D.XVIII. Men. Julio.“ Folio.

     Panzer (1. c. p. 491, no. 23)[WS 7] stellt mit Recht dieses Buch unter die Oppenheimer Drucke. Brunet (Manuel du libraire, 4. édit. IV, p. 519) bezeichnet es als werthvolle und seltene erste Ausgabe.

     4. „Die Stend des hailigen Römischen Reichs, mit sampt allen Churfürsten vnd Fürsten etc. so zu Augspurg in der Kayserlichen Reichstat, auff dem yetz verganngen, loblichen Reichstag erschienen, mitt zierlichen freuden der Fürstlichen hochzeit, so der Durchleuchtig Hochgeboren Fürst Casimirus, Marggrave zu Brandenburg etc. gehalten, wo, und an wölchen enden die vollendt worden ist etc.“ Am Schluss: „Gedruckt und volendet in der kayserlichen Statt Augspurg in kosten des erbern Hannsen Haselberg auss der Reichenow Costenzer bistumbs, auff Sambstag nach Simonis und Jude. Anno etc. Ffüntzehenhundert (sic) und im achtzehenden.“ Quart.

     Haselberg hat diese 5½ Bogen starke Schrift der verwittweten Herzogin Margaretha von Savoyen zugeeignet. Hier nennt er sich „Buchfürer auss der Reichenau“.


     5. „Joannis Trithemij … De septem secundadeis . id est. intelligentijs . sive spiritibus moventibus orbes, libellus sane preciosissimus. Imperatori Caesari Maximiliano Augusto Pio Foelici dicatus.“ Auf dem Endblatt die Adresse: „Impressum Nurnberge impensis Joannis Haselbergs . Anno . XXII.“ Quart.

     Herausgeber war Johann Marquard, der eine Zuschrift an den Abt Jakob Zwifel des Klosters Amorbach[WS 8] richtet. Die Widmung an den Kaiser geht von Haselberg aus.

     6. Ein Lobspruch auf die Stadt Köln. 1531.

     7. „DIe offenbarung des wunderbarlichen gesichtes Gamalions, ein gotzfärchtiger diener Gottes, welchs jm durch den waren gottes botten fürkummen vnd verkündigt, under dem Bapst Bonifacio des fierten, Anno 146. und nun auss dem Latein in Deutsch verdolmestht: durch Johan Haselberg vonn Reichenow in truck verordneth. Anno 1538.“ Unter dieser Titelschrift ein [6] Holzschnitt: das Bild der babylonischen Buhlerin, auf dem Drachen reitend. Quart.

     Das Büchlein zählt nur 6 Blätter und hat weder Orts- noch Druckerangabe.

     Nach diesen bibliographischen Mittheilungen beschäftigen wir uns nunmehr ausschliesslich mit dem, der Chronologie gemäss, unter Nr. 6 eingereihten Lobspruch, den Haselberg der Stadt Köln widmete und worin er sich auf dem Gebiet volkstümlicher Dichtkunst selbständig versuchte.

     Sein Aufenthalt in Köln wird von einiger Dauer gewesen sein. Er machte sich mit allen Oertlichkeiten und Einrichtungen aufs Genaueste bekannt, und was er sah und erfuhr, bewirkte einen so gewinnenden Eindruck auf ihn, dass er den Entschluss fasste, die berühmte freie Reichsstadt durch eine poetische Lobpreisung zu ehren. So entstand eine aus 920 Versen bestehende Dichtung, welche durch die Presse des Melchior von Neuss (bekannter unter dem lateinischen Namen Melchior Novesianus) in Köln zum Druck befördert wurde. Das Büchlein zählt 14 Blätter in Quart. Ein Holzschnitt von Anton von Worms[WS 9] (M. : 480) ziert das Titelblatt. Er zeigt den schräg gestellten Wappenschild der Stadt mit drei Kronen im obern und siebenzehn Hermelinflocken im untern Felde. Ein bärtiger Mann, mit dem Haupt nach rechts, mit dem Körper nach links gewandt, hält den Schild mit der rechten Hand; die linke hat eine flatternde Fahne gefasst; auf dem Rücken hängt sein Federhut. Der Künstler dachte an den Kölnischen Bauer.

     Dieses Haselbergsche Lobgedicht hat sich im Laufe der Zeit so selten gemacht, dass nur ein einziges Exemplar noch bekannt ist, welches in den letzten Jahren glücklicherweise für die Kölner Stadtbibliothek erworben wurde. Das Hauptverdienst des Gedichts besteht in der Ausführlichkeit, womit der Verfasser auf die verschiedenartigsten Dinge nach allen Richtungen hin eingeht. Einzelnen Stellen ist auch der poetische Werth nicht gänzlich abzusprechen, besonders da, wo er Blick und Herz der schönen Natur zuwendet, z. B. beim Beginn der Reise in den Versen 11 bis 20. Im Allgemeinen aber vermisst man die poetische Ader und findet wenig mehr als eine trockene bunte Aufstellung, vielfach mit erzwungenen oder gar verfehlten Reimen, wodurch jedoch das lokale Interesse nicht geschmälert wird.

     Wir bieten im Nachfolgenden den erneuten vollständigen Abdruck des längst vergessenen Gedichts und dürfen wohl mit Sicherheit [7] annehmen, dass die Gabe recht Vielen willkommen sein wird. Eine eingehende Uebersicht des Inhalts schicken wir voraus.

     „Zum Kaiser stand mein Sinn und Muth, gar fern wohl in das Niederland, da ich Fürsten und Herren fand.“ Von diesem Gedanken angetrieben, schiffte Haselberg sich ein und fuhr den Rheinstrom hinab auf Köln zu. Es geschah „kurz nach des Maien Zeit“, deren liebliche Naturerscheinungen er mit innigem Gefühl hinzeichnet. Während der Fahrt bemerkt er bei Tag und Nacht am Ufer hinwallend zahlreiche Pilgerscharen, die den Heiligthümern an den berühmten Gnadenorten im Rheinlande zuströmen. Das Ziel der einen ist Aachen, wo in dem Jahre der reiche Reliquienschatz dem Volke gezeigt wurde, andere richten ihre Betfahrt nach Trier oder Köln, und wiederum andere nach Düren, um dort das Haupt der h. Mutter Anna zu verehren. Etwa eine Stunde oberhalb Köln, beim Dorfe Rodenkirchen, steigt er ans Land, vielleicht um hier dem h. Maternus, nach altherkömmlichem Brauch, seine Verehrung zu bezeugen. Er lässt das Schiff weiter fahren und setzt sich als Fussgänger in Bewegung. Die Wanderung führt ihn zunächst vor ein Gebüsch mit „über hunderttausend hohen Bäumen“ und einem grossen Bau dabei[1]. Es waren Eschen, deren Holz zu mancherlei kriegerischem Geräthe gebraucht wurde. Das Gebüsch dünkte ihm so wunderlich, dass er sich nicht genugsam darin umsehen konnte. Dann kam er vor den Stadtgraben. Durch eine äussere Pforte eintretend, sah er sich auf einen „schönen, lustbarlichen Plan“ versetzt, wo die Kölner Jugend sich in heiterer Geselligkeit zusammenfand. Viele schöne Jungfrauen waren dorthin gekommen, es wurde hofiret, getanzt und gesprungen, bei lieblichem Saitenspiel. Dieser „lustbarliche Plan“ zog sich zwischen zwei Gräben von aussen um die Stadt hin. Eine Wanderung, die Haselberg, begleitet von der Vöglein entzückendem Gesang, hier vornahm, versetzte ihn in eine Stimmung, dass er sich an die Paradiesesfreuden gemahnt fühlte. Der innere Graben war mit vielen Lustbäumen bepflanzt, da gab es Weinreben, Nüsse und Hopfen an Stangen. Dann betrachtete er die Stadtmauer mit ihren vielen Thürmen und Wichhäusern, deren er „dreiundsechszig auf einer Zeile“ zählte; auch gab es Schanzwehren und Basteien ohne Zahl. Die beiden Windmühlen auf der Mauer entgingen seinem [8] Blicke nicht, ebenso das starke Geschütz. Durch die Ehrenpforte tritt er ins Innere der Stadt und unternimmt zunächst eine weite Wanderung die Wallmauer entlang. Sie führt ihn an einunddreissig Pforten, gross und klein, vorüber, unter denen sich achtzehn auszeichnen, die mit schönen Thürmen und Bollwerken derart versehen sind, dass sie befestigten Burgen gleichen. Laubreiche Bäume beschatten den Wall, und an der Mauer ist eine grosse Anzahl stolzer Pfeiler angelegt, deren er bei seinem Rundgang landwärts sechshundertachtunddreissig von St. Cunibert bis zum Beyen zählt, wozu noch hundertneunzig an der Rheinseite vom Beyen bis Lyskirchen kommen. Am nördlichen Stadtende findet er ein starkes Bollwerk errichtet und einen in den Rhein erbauten Thurm. Nahebei erscheint die St. Kunibertskirche[WS 10] (in drolliger Korrumpirung nennt er den Heiligen „sant Kapertus“), ein prächtiger mit drei Thürmen gezierter Tempel. Manches Schiff pflegt hier anzulegen. Auf dem langen Weg über das Rheinwerft zeigt sich ihm manches stolze Haus und den Strom beleben zahlreiche grosse Schiffe, die „grossmächtig Gut“ nach Köln brachten. Fünf Kranen stehen bereit, sie ihrer Güter zu entledigen oder ihnen solche zuzuführen. Das zu Deutz auf der andern Rheinseite, Köln gegenüber, gelegene schöne Benediktiner-Kloster, von St. Heribert gegründet, fesselte dann seine Aufmerksamkeit, so dass er sich durch einen Schiffer „mit rother Mütze“ hinüberrudern liess. „Vor Zeiten war es ein schönes Schloss mit sechszehn grossen Thürmen, gar wohl befestigt, mit hohen Zinnen.“ Er erfährt ferner, dass hier eine Rheinbrücke gestanden, die Bischof Bruno zerstört habe, um das mächtige Kloster St. Pantaleon[WS 11] in Köln zu erbauen. Nach einer guten Bewirthung „in des Vogts Haus“ daselbst, bestieg er wiederum den Kahn und liess sich an den mitten im Strom aufgepflanzten acht Wassermühlen vorüberfahren, die den Kölner Bürgern das vom lieben Gott bescherte tägliche Brod mahlten. Die Rückfahrt führt ihn vor die Ark am Beyenthurm[WS 12], die „gar fest in den Rhein gebaut ist“. Den Thurm selbst, der den südlichen Schlussstein des Stadtprospekts bildet, fand er so mit Wehrschaft ausgerüstet, dass er sich den lustigen Reigen vorstellte, den das Pfeifen der Schlangen und anderen daselbst aufgestellten guten Geschütze hervorrufen müsste. Dem Beyenthurm widmet er sowohl in seiner äussern Erscheinung wie in seiner innern Einrichtung eine nähere Beschreibung und geht dann abwärts den Rhein entlang an einer so grossen Reihe von Wirthen vorüber, die gutes [9] Bier und Wein verabreichen, dass er sich darüber nicht wenig verwundert. Auf zweiundvierzig gibt er ihre Zahl an, mit dem Bemerken, dass es in der Stadt selbst deren noch viele hundert gebe. Von dem Werft abgehend, betritt er jetzt die eigentliche innere Stadt und befindet sich auf dem Fischmarkt, wo Fische aller Art, gross und klein, gesalzen oder frisch, Stockfische, Häringe u. s. w., nach dem Gewicht verkauft werden. Durch die Lintgasse gelangte er auf den Altenmarkt[WS 13], wo es Tuche von mancherlei Sorten, Atlas, „Schamlot“, Seide und Sammt gab, Apotheker und „Krautenirer“ wohnten daselbst, Aepfel und Birnen, Käse, Butter, Kraut, Rüben, Brod und Mehl wurden feilgeboten und auch für die Labung mit gutem Wein und Bier war gesorgt. Nahebei wurde Heu und Stroh verkauft. Es war dies auf dem Heumarkt[WS 14], den er als einen weiten Platz schildert, der manches schöne Haus aufweist. Gar guter Wein wurde hier verzapft, aber er war theuer. „Geld musst’ er haben, der ihn wollt’ trinken“, bemerkt unser Wandersmann. Vier Garküchen, Händler mit alten Kleidern und eine Fleischhalle sind da zu finden. Der Fleischhallen gibt es fünf in der Stadt, wo man das Fleisch nach dem Pfund verkauft. Ueber den Heumarkt führte ihn sein Weg zum Marienstift im Kapitol[WS 15], wo ihm guter Wein gereicht wurde, den er sich wohl schmecken liess. Dann begab er sich zum Neumarkt, dem grossen, weiten Platz, mit vielen Lustbäumen besetzt. Hier bewundert er den Hackeneyschen Palast, des Kaisers Hof, wo man in Freuden und Saus lebt, wo Fürsten und Herren einreiten, wenn der Kaiser anwesend ist. Mit grosser Pracht ist er erbaut und nicht umsonst heisst er des Kaisers Hof. Auf seinem zierlichen Thurm übersieht man die ganze Stadt mit ihren Weingärten ringsum, die in ergiebigen Jahren über zweitausend Fuder „süss und sauer“, allein innerhalb der Ringmauer liefern. Nachdem er viele Strassen durchzogen hatte, ersah er der Stadt Kornhaus, „allen Bürgern zu grossem Nutzen erbaut; Fenster, Laden und Zinnen hat es mehr als Tage das Jahr“. Auch das Zeughaus und das Werkhaus lernt er kennen. Auf dem benachbarten Berlich befindet sich „das gemeine Haus“, das Frauenhaus. „Schöne Fräulein gehen da ein und aus.“ Nebenan liegt eine Badstube, deren die Stadt im Ganzen wohl elf besitzt. Sie werden stark besucht. Fünf Kaufhäuser gibt es in Köln, denen die Kaufleute nachlaufen, um ihre Waaren nach dem Gewicht der dortigen Wagen zu verkaufen. Bei jedem ist ein wohlgeübter Wagemeister angestellt. Wohl zweiunddreissig „Zeitglocken“ (Thurmuhren) sind [10] in der Stadt vertheilt, die bei Tag und Nacht die Stunde verkünden, damit jeder sich danach richten mag. Dann berichtet Haselberg über die Verfassung der Stadt Köln. Es bestehen zweiundzwanzig Gaffeln oder Zünfte daselbst, jeder Bürger muss einer derselben angehören und ihren Satzungen Folge leisten. Eben so viele Bannerherren gibt es, die in den Kriegsrechten kundig sind und der Stadt Panier bewahren. Unter diesen Betrachtungen setzte er seinen Weg durch viele lange Strassen und Gassen der grossen Stadt fort, wobei er manches hohe Haus erblickte und alle Hanthierungen vertreten fand. Sein Ziel war das Rathhaus, „der Herren Haus“, worin der ehrbare Rath seine Sitzungen hält; er führt ein löbliches Regiment und ist mit grosser Weisheit auf den gemeinen Nutzen bedacht, „dem armen Volk zu Trost und Schutz“. Ausser den Rathsherren werden ihm auch die Vierundvierziger bekannt, die von den Zünften gewählt werden, um bei besonders wichtigen Veranlassungen den Rath zu verstärken. Alle Einrichtungen in der Stadtverwaltung findet er so vortrefflich, dass er stets bereit sein will, Köln zu preisen. Dem prächtigen Rathhausthurm mit seinem Reichthum an Bildwerk, aus Stein gehauen, mit einer Dreikönigen-Krone in der Höhe, wird besonderes Lob zu Theil. Die wissenschaftlichen Institute kommen an die Reihe, die Universität mit ihren vielen gelehrten Doktoren, dreizehn Kollegien, denen gelehrte Magister vorstehen; sie alle werden aus der Nähe und Ferne stark besucht und „viele Baccalauren macht man da“. Auch viele gemeine Schulen sind vorhanden. In seltsamem Uebergang gedenkt er dann der schönen Fräulein, die „zum Ziel schiessen“, womit er wohl die heirathsfähigen und heirathslustigen jungen Kölnerinnen meint, und bemerkt dann in nicht eben schmeichelhafter Weise, „zu Köln da wollen die Weiber Meister sein über alle Doktoren und Mannen. Wem das nicht zusagt, der bleibe von dannen.“ Die Pfarrkirchen, Kapellen und Klöster werden aufgezählt, wobei der Legende der h. Ursula und ihrer Jungfrauenschar ziemlich eingehend gedacht ist. „Keine schönere Jungfrau ward nie erhört; elftausend, alle von edlem Stamme, hat sie im Glauben bekehrt; mit ihr sind sie in den Tod gegangen und wurden zu Köln durch einen heidnischen König erschlagen. Ihr Heiligthum findet man da aufbewahrt.“ Seine Gedanken werden dann auf die hh. Dreikönige geleitet. Man wies ihn in den Dom, wo ihre Gebeine ruhen. Der wunderbare Tempel setzt ihn in Erstaunen, nirgendwo hat er desgleichen gesehen. Stände er im Bau [11] vollbracht, so wäre nie ein schönerer Gottestempel errichtet worden. Die vielen Altäre, die Säulen und Pfeiler im Innern, die äussern Pfeiler, das kunstreiche steinerne Bildwerk, die Bruchtheile der mächtigen Thürme, die „grossmächtigen Glocken“ – das alles findet seine lebhafte Bewunderung. Die den Dom umgebenden drei Kirchen kommen auch zur Anzeige. Die eine „im Pesch“ (Maria in pasculo) ist dem Dom fast eingebaut, die andere ist die Stiftskirche Sanct Margarden (Maria ad gradus), die dritte ist die auf dem Domhof stehende Pfarrkirche zu St. Johann dem Evangelisten. Ueber den Domhof spazierend, zeigte sich ihm „viel von Abenteuern“. Mit Kramläden angefüllt, herrschte darauf ein reger Geschäftsverkehr. Das Hohe-Gericht, der blaue Stein, der Bischofssaal, das Gefängniss der Hacht, das Heilig-Geistspital, wo viele arme Leute gespeist werden, entgingen seiner Aufmerksamkeit nicht. Als er durch das Hachtthor geschritten, sieht er in der Strasse Am Hof drei der vornehmsten Kölner Herbergen oder Gasthäuser vor sich, „da findet der Gast, was er begehrt“. Sie heissen zu der goldenen Krone, zum Falkenstein und zum Schwert. In einer derselben wird unser Reisende eingekehrt sein. Unter dem Eindruck, den der Dom und der daselbst aufbewahrte Reliquienschatz der hh. Dreikönige auf ihn hervorgebracht, bricht er den Bericht über weltliche Dinge ab, obwohl „viel Wunderdings noch zu schreiben wäre“[2], und hebt eine sehr ausführliche Erzählung der Dreikönigen-Legende an, die in ermüdender Weitschweifigkeit die grössere Hälfte des Büchleins einnimmt. Man könnte daraus folgern, dass Haselberg für den Absatz hauptsächlich auf die unzähligen Wallfahrer rechnete, welche den weltberühmten Reliquien unaufhörlich zuströmten. Zum Schluss kommt er nochmals auf die architektonische Pracht der Stadt Köln zurück und hebt besonders ihre fortifikatorischen Vorzüge hervor. Die Kölner sind aufs Beste zur Wehr gerüstet und rückte ein feindliches Heer von zweimalhunderttausend Mann vor ihre Stadt, es würde ihnen nichts anzuhaben vermögen. Der ehrsame weise Rath wacht vorsichtig und friedliebend bei Tag und Nacht, und in Ehren führt die Stadt den Wappenschild der drei Kronen. Mit dem kräftigen [12] Glückwunsch von tausend guten Jahren verabschiedet sich dann unser Dichter.

     Zuletzt folgt noch des Verfassers und des Druckers Namensangabe.

     Der Haselbergschen Verherrlichung der Stadt Köln in poetischer Form war in demselben Jahre 1531 eine zweite auf dem Gebiet der zeichnenden Künste vorhergegangen, nämlich die Herausgabe des riesigen, aus 9 Gross-Folio-Blättern zusammengesetzten Prospekts der Stadt von der Rheinseite, den der Maler und Xylograph Anton Woensam von Worms für den Verlag Peter Quentels in Holzschnitt ausgeführt hat. (M.: 548.) Die ersten Abdrücke wurden am 5. Januar (pridie epiphaniae) dem Kaiser Karl V. und seinem jüngern Bruder Ferdinand, dem an diesem festlichen Tage in Köln durch die Kurfürsten erwählten römischen König, im Hackeneyschen Palast auf dem Neumarkt überreicht. Dieses Meisterwerk, von dem, obwohl es in zwei Ausgaben (die zweite 1557) erschienen ist, nur noch sehr wenige Exemplare erhalten sind, zeigt die Städte-Königin am Rheinstrom, die „Felix Agrippina Romanorum Colonia“ in ihrer ganzen majestätischen Ausbreitung vom Beyenthurm bis zu dem hinter dem Kunibertsbollwerk gelegenen Thürmchen. Ein Wald von Thürmen der Kirchen und Kapellen bezeugt den Frommsinn ihrer Einwohner. Die an dem Rheinufer herrschende mannigfaltige Lebendigkeit und Arbeitsamkeit, die grosse Zahl der ankommenden, abfahrenden oder stillliegenden Frachtschiffe lassen den blühenden Zustand des die Quellen des Reichthums zuführenden Handelsbetriebs erkennen. Das imposante Bild ist ganz geeignet, den stolzen Spruch der Vorfahren:

„Cöllen eyn Kroyn
Boven allen steden schoyn“

im vollen Sinne zu bewahrheiten. Ein unten angeklebter, unter dem ganzen Bilde hinlaufender Streifen enthält in Typendruck, ausser einer Anrede an den Leser und der Dedikation, das aus 323 Versen bestehende, im Jahre 1508 zuerst in Druck erschienene schöne lateinische Gedicht zum Lob der Stadt Köln, welches der berühmte Humanist Hermann Buschius mit dem Titel „Flora“ verfasst hat.

     Es ist die Fügung eines eigenthümlichen Zufalls, dass es zwei Oberdeutsche waren, welche in dem fast gleichzeitigen Bestreben zusammentreffen, Kölns Herrlichkeit in Bild und Schrift zu verkünden. Anton Woensam von Worms war der Sohn des Malers [13] Jaspar Woensam von Worms, eines geachteten Künstlers, den die Malerzunft zum Rathsmann und Bannerherrn erwählte. Er kommt zuerst im Jahre 1510 urkundlich vor. Da sein Sohn Anton schon um 1518 als schaffender Künstler neben ihm auftritt, so lässt sich nur annehmen, dass der letztere nicht in Köln geboren sei. Er wird vielmehr im Jünglingsalter mit dem Vater aus Worms nach dem kunstliebenden Köln übergesiedelt sein[3]. Ein noch weit näherer Landsmann Haselbergs ist der aus Mersburg im Bisthum Constanz eingewanderte Maler Meister Stephan Lochner, der im vorhergegangenen Jahrhundert die Kölner Malerschule zur höchsten idealen Blüthe emporgehoben hat.

     Für den Beschluss des Vorstands, unserer neuen Ausgabe des Haselbergschen Lobgedichts eine verkleinerte Reproduktion des Prospekts von Anton Woensam von Worms in Aubeldruck beizugeben, darf derselbe des Dankes jedes Vereinsmitglieds versichert sein.

Eyn lobspruch der Key-
serlichen freygstath Coellen, Auch wie die heyligen
treyg Kuning, Anno Ixij ersthlich dahin ku
men Clerlich angezeigt mit samt vil wunder
licher antzeygung vnd tzierheyt der loeb-
lichen stath etc.
¶ Cum gratia & priuilegio. C. M.
Eins mals wolt ich mich arlustieren,

Gar verr in freumde land spacieren,
zuerfaren vil der newen mer,
die teglich ietz kument hin vnd her

5
Vber mer wasser vnde land,

die mir warent ser vnbekant.
zum Keyser stund mein sinn vnd muth
Mit aller meiner hab vnd guth,
Gar verr wol in das niderland,

10
da ich forsten vnd herren fand.

Geschach kurtz nach des meyen zeyt;
der sumer lust vnd freuden geit,
Von kulem meyen tawe
Grunat es in der owe,

15
die voegel hoert man susslich singen,

die dierlin wild vor frouden springen,
Gros lusthbarkeit vnd zierden

[14]

der plumlin auff der heyden;
die kulen prunlin auf quallen,

20
die mier von hertzen gefallen.

Ich kam gefaren auff dem rein,
Ans Keysers hoff staint mier mein sin.
Vil Pilgram sach ich bethferth gan
Tag vnd nacht on vnderlon;

25
Aller welt was es gar offenbar,

Erst gedach ich an das guldin iar,
da man das heyltam weist tzu ach;
Gen trier was auch dem volck so gach,
Vil koment gen Coellen an den rein,

30
Gar schon enpfing mans vnd lies sie ein.

Gen duren zugent sie von dannen
zu der heyligen muter sent Anna.
Wer got wol dienth enpfacht sein lon:
dar bey wil ichs ietz pleiben lon. –

35
Das wasser lieff gar ser zu tal;

Gross wunder find man vberal;
In diser vergencklich welt
Schaft als das schnode guth vnd gelt.
Bey Rotēkierch fur ich zu land:

40
Do ich nit bald ein herberg fand,

Furbas ging ich spatzieren
Newe Zeytung zu verhoeren;
Am wasser deth ich abi gon,
Vil wunder dings sach ich da ston:

45
In Einen zierckel vil hoher baum

Ob hunder dausenth in Einer som,
Dar in Ein grosser baw gemacht,
Des wunder dings mier nie gedach.
Der Busch gedunck mich wunderlich

50
den anderen welden vngelich;

Die warheyt muss ich doch verjehen:
des buschs kunt ich nit gnug gesehen;
Von Effgimholtz ist ser vest vnd nutz,
Darauss beladth man das gross geschutz;

55
Auch macht man drauss vil gutter pfeil,

dar mit man schiesseth zu dem zeil.
Ich deth am graben vmhin gon,
Zwo vester porten sach ich ston
Da sach ich mich vmb biss in den rhein,

60
Zu der euseren porten gin ich ein.

Auff die Seiten deth ich bald gon,
Da kam ich auff ein schoennen plon,

[15]

Der was gar schon geziereth,
Dar auff man stetz hoffiereth

65
So gar mit manchen seiten spil;

Der schoenen Junckfraw koment vil,
Die harphen hoert man lieblich clingen,
Grosse freud von tantzen vnd springen.
Der selbig lustbarliche plon

70
Duth aussen vmb die stath her gon

Zwuschenth zweyen graben, sind vest,
Gebawen fur freumd veind vnd gest.
Sechzehen schrith mag er preyt sein,
Wol geziereth bis an den reyn.

75
Auff dem graben gin ich vm die stath;

Die voegelin horth ich fru vnd spath
mit gesang in mancher weyse,
vergleicht sich schier dem paradeyse.
Der Inner grab was gepflantzet schon,

80
Vil gruner lusthtbaum sach man da ston

Noch menschlicher wolluscht verlangen
Von weinber, nuss, hopfen an stangen.
Des wunder dings deth mich nit dauren,
Erst ersach ich recht die stath mauren.

85
Der durn vnd weychhusser warent vil,

Treyg vnd sectzig auff einer zeil;
Schantzweren basteygen onne zal
Sint heymlich verborgen vberal.
zwo wintmul ston auch in der mauren;

90
Vil starcks geschutz ist gut fur trawren.

Ich gedacht, Es muss gewageth sein;
zu der euseren porten gin ich ein,
Der weg was mier gar vnbekant,
Die Eren porth ist sie genant.

95
Die mauren deth ich rings vmb gon,

Vil vester porten fand ich noch ston,
Ein vnd treysich, gross vnd clein,
Dar vnder zwentzig fier am reyn,
Achzehen Solt Jer sunder mercken

100
Mit schoennen durnnen vnd bolwercken,

Schoen gebawen, wie schloesser befest,
Fur all Jere feind vnd freumde gest.
Die selben Porten nit alein,
Ein weyte maur von hartem stein,

105
Dar fur ein starcker wall geleth,

Vil schoener boum dar auf zurspreith.
Der Pfeyler was auch ain grosse sum;

[16]

An der stath mauren rings vmb vnd vmb
Der stultzen pfeyler mich verwunderth,

110
Warenth treysig acht vnd sechs hunderth

Von sant Kapertz durn rings vmb dy stath
Bis an rein, da man auff beyen gath.
Noch hunderth neutzig solt Jer mercken
Von beyen bis tzu der leyss kierchen.

115
Erst was die maur mit hohen zinen

Wol gebawen von scharphen sinen
Den rhein hinab der stath ein end;
Der Selwig durn ist fur genenth
Ein starckes bolwerck dut dasein,

120
Ein durn gebawen in den rein,

Da stath ein kierch, ist wol geziereth,
Dar in man sant Kapertus erth,
mit treygen durnen gebawen schon;
Gar manches schiff duet da fur gon.

125
Am wasser spatziert ich noch mer als zevur,

Ich erfur noch vil der abendeur.
Da ging ich vber ein gwerff, was weyt,
Der was gebauwen in kurtzer zeith,
Funfzehen schrith mocht er preit sein

130
Von der rinckmaur bis in den rein,

Auss dem wasser mit gwalt erhebt;
Manich guth stein was da gelegt
An dem rhein hinab auff eyner zeyl.
Mich gedunckt die stat ein halbe meil

135
Wol nach der leng, geschweig der preyt;

Gar manich stoltz hauss darin steth.
Vil grosser schiff kunt ich nit kennen,
Der sumen wil ich hie nit nennen,
Stundenth all gar da in dem rhein,

140
Gross mechtig guth prachtens dahin.

Funf kranchen fand ich gebawen schon
Am rhein hinab bey den schiffen ston;
Dar mit wurdenth die gutter gladen
Auss vnd in die schiff on schaden.

145
Ein schiffer mit eyr roten mudsch

Furt mich bald vber rhein gen deutsch.
Bald fand ich ein clauster vor mier ston
Von Herebertus gebawet schon;
Vorzeyten war es ein schoennes schloss

150
Von sechzehen durnen, warent gross,

Gar wol befest mit hohen tzinnen:
Jetz hatz sant Benedictus inen.

[17]

Deutsch was ein freygstat alt herkummen,
Bruno hath ier die reynbruck gnumen,

155
Dar mit bawt er sant Pantaleon,

Das mechtig closter tzu Coeln duth ston.
In des vogtz hauss kerth ich da ein,
Da tranck man hier vnd kulen wein.
Gar schon ward ich enphangen,

160
Dar mit schied ich von dannen.

zu berg wolt ich ser gern gefaren sein,
Acht wasser mul stundent mitē im rhein,
Die maltent da das deglich proth,
Das vns bescherth der herre goth.

165
Das schieffllin ging mier viel zu starch;

Ich kam gevaren an die arch;
Gar vest was sie in rein gebawen,
Darin solt einen nit bald grawen.
Sie was gebawen der stath ein end,

170
Da beschleust man die rheinmaur gar behend.

Dar hinder stath der durn auff beygen:
Wol mocht man pfeyffen da ein reygen
Mit schlangen vnd anderm gutten geschutz,
Der vortantz der gantzen stat wurd nutz.

175
Der durn ist gebawen auss dem grundt

Von starckem stein, duet man mier kundt;
Innen von holtzwerck vil grosser ploch,
Hundert sibentzig zwen staffel hoch.
Fier wachhuser nam ich eben acht

180
............

Bald fand ich da ston in grosser eyl
zwein vnd fiertzig wurth auff einer tzeil
Von beygen hinab langs dem rhein,
Dar in man schenckt gut bier vnd wein.

185
Dar ab heth ich mich ser verwunderth:

In der stath warent noch vil hunderth.
An der mauren deth ich abe gon,
Da fand ich ein schoennen fischmarckt ston,
Der was gespeist fur alle welt;

190
Ein ieder kauft da vmb sein gelt

Nach allen seines hertzen lust;
Niemans gab man nichs vmbsunst.
Die visch die warent gross vnd clein
Dar tzu gesaltzen vnd auch grun;

195
Stockfisch herin wie es sich bast

Verkauf man einem nach dem last.
Durch die lintgassen deth ich gon,

[18]

Den alten marckt sach ich da ston,
Da vand man lacken von mancher wath,

200
Athlass, schamloth, seyden vnd samath,

Vil apotecken vnd crutinier;
Rings vmb her tranck man gut wein vnd bier.
Apfel vnd bieren warent da veyl,
Kess, buter, crut, ruben, proth vnd mel,

205
Der selwigen speis der was ich fro.

Nach dar bey verkaufft man hew vnd stro.
Vber eyn weyten platz ging ich auss,
Da sach ich gar manches schoennes haus,
Gar gutten wein deth man da schencken:

210
Gelt muscht er han der in wolt trincken.

Vier iar kuche staindent in der mit;
Alt cleider tzu verkauffen was da sith.
Da findt man auch ein kuche fleisch,
Es seyg gleich mager oder feisch.

215
Ein schoenne fleisch hall ersach ich erst:

Der sint funf tzu Coellen, die man wol weist.
Da verkauft mans fleisch auch nach dem pfund,
Das vindt man da feil tzu aller stund.
Vber den hewmarckt det ich auss gon,

220
Balt fand ich sant Mergen cloester ston.

Da tranck ich gut wein der mier wol schmacht.
Ich ging fur bas bis auff den neun marcht;
Da was ein grosser weiter plon,
Vil lustht baum detent darauf ston.

225
Dar auff staint auch des Keysers haus;

Mit freuden lebt man da im saus;
Fursten vnd herren siecht man reyten
Anss Keysers hoff tzu seinen tzeyten.
Das hauss was bawen von grosem luscht:

230
Des Keysers hoff heischt es nit vmb sunst.

Ein zierlicher durn darinnen stath,
Da vber siecht man die gantzen stat;
Schoen wingarten siecht man da rings vmb:
Vil wins wegs zu Coelln, in eyner sum

235
Ob tzwey dausent fuder sues vnd saur

Alein nur inerhalb der rinck maur.
Furbas ging ich durch vil Strassen auss,
Bis das ich ersach der stath kornhauss.
Das was gebawen tzu schierm vnd schutz;

240
Allen stat burgern tzu grossem nutz;

Venster laden vnd tzinen furwar
Hat es noch merer den dag im iar.

[19]

zu furdest geth man tzum tzeughauss ein,
Das bawhauss mag wol dar hinder sein,

245
Das werckhaus das stet wol in der mit,

Das kornhauss dar auf ist anders nit.
Nit verre dar von stet das gemeine haus,
Schoene frewlin gont da ein vnd auss;
So bald ein kaufman kumt darein,

250
So koscht es in ein flasch mit wein.

Das haus ist new gebawen vberal:
Die alten habent hie gar kein zal:
Was ich hie schreib ist niemantz schad.
zu nesth darbei kumpt man ins bad;

255
Der badstuben sint wol enliff da,

Das volck kumpt dar ein von ver vnd na.
Funff kauft husser vnd wagen auch da sind,
Den lauffent die kauffleuth nach geschwind,
Das gut tzu verkauffen mit dem gewicht;

260
Der wagmeister ist des woll bericht.

Vill tzeyt glocken syn da vberal,
Wol tzwei vnd treisig in eyner tzal;
Die stunt verkunden sie nacht vnd dag:
Dar nach sich meniclich richten mag.

265
Zwey vnd tzweintzig gaffel sind auch da;

Der mitburger seig weit oder na,
Auff welche gaffel er gehoert,
Dar von entpfacht er seyn bescheid.
zwey vnd tzwentzig sint der banerherren,

270
In kriegssrechten darf man sie nit leren,

In den leufften daint sy sich herfur,
Auch verwaren sie der stat banier.
Der gassen warent vil vberauss,
Darinnen manches hohes hauss

275
Durch die grossen stat lang vnd preit,

Darin man all hantierung bereit.
Vil-langer' Strassen ging ich auss
Bis ich kam tzu der herren hauss,
Darin man rath hielt fru vnd spath.

280
Gross weissheit prucht eyn erber rath,

zu betrachten den gemeinen nutz,
Den armen volck tzu trost vnd schutz.
Ein vnd funfftzig herren ausserkoren,
Vier vnd fiertzig von der gmeind geschworen,

285
Vil weissheit bruchens alle stund,

Wan freumbde mer im land vmb gond.
Coellen das preiss ich gern fru vnd spath

[20]

Da ist eyn ersamer weysen rath;
Sy furent eyn loeblichs regiment:

290
Got geb das es wol werd geenth.

das raithaus was getzieret schon;
dar auff stont auch treyg kunigs kron
Auff ein durn, ist wol erbawen,
Von bildwerck schoin in stein gehouwen.

295
zu Coelen ist ein vniuersiteth,

Mit groisser tzierheit man sie beget;
da synt vil gelerter doctoren
In allen kunsten ausserkoren;
Treytzehen collegia synd auch da,

300
Welch wol besuchet von weyt vnd nach.

Gelierte magistri sint da ym spyll;
der baccalari macht man vil;
Clerick discipel syn one tzal
Auss allen landen weit vberall;

305
der schulen fynt man mechtig vil.

Schoenne frewlyn schiessent auch tzum tzeil.
zu Coellen trinckt man bier vnd guten wein,
da willent die weiber meister seyn
Vber alle doctoren vnd mannen:

310
Wems nit geliefft, der bleib von dannen.

Neuntzehen pharkierchen gebauwen schon,
Ob hundert Capelen daint tzu Coln stain.
Vier vnd tzweintzig cloester wol erbawen;
dar vnder syn ouch zwelff von Junckfrowen.

315
der tzeit fierhundert funfftzig trew iair

Ist die heilig sant Vrsell furwar
Kumen gen Coelen in die stat,
Als mich die schrifft bescheiden hat,
Mit irer geselschafft wonderlich,

320
Vil schoner Junckfrow seuberlich,

Auss Pritania ein kunigyn.
die reine iunckfraw het got ym syn,
Von got hedt sie vil gnad enpfangen:
zu dem het sie ier hoechst verlangen,

325
Gross wunderwerck ist durch sie verbracht,

Die goetlich weissheyt hatz wol bedacht.
Kein Keyser mocht sie nit erwerben:
In reinikeit wolt sie arsterben,
Den christlichen glauben deth sie leren:

330
Dar von mocht sie niemans bekeren.

Kein schoener Junckfrow ward nie erhoert,
Eylff tausent hatz im glauben bekerth,

[21]

Die auch van ritterlichem stamen
Mit sant Vrsula in doth sint gangen.

335
zu Coellen wurdent sie erschlagen —

Das heyltam find man da begraben, —
Durch eyn Kuning, der was ein heyd,
Viel christlichs pluet hat er verserth.
Vmb Christus willen sint sie gstorben

340
Vnd sein glauben vmb got erworben.

Dy wunder gotz sint nit zu schriben,
Bey der histori lass ichs pleiben.
Auff diss gross wunder ich mich bedacht,
Das so vil heyltams gen Coellen bracht.

345
Noch eins het ich gern vernummen:

Wie die treig Kunig gen Coeln sint kummen.
Des befragt ich mich in einer sum;
Ich ward gewissen in den dum.
Der tempel was ser wunderlich,

350
Nit mer ersach ich des geleich,

zwuschent treyg kierchen gar schon gebawen,
Vmher vil zierheyt in stein gehowen.
Sechs vnd zwentzig altar doint darin ston,
Gar wercklich ist er gebawen schon

355
Mit hundert zwentzig pfeyler, dūckt mich vil;

Darūder sint treyg vn̄ fiertzig starcker seul.
Dreig kyerspel kirchen stant darvm,
Die ein im Pesch stet schir im dum,
zu sant Margreten vnd tzu sant Jan.

360
Da hin kumpt mancher gelerter man.

Were der Dum im baw verpracht,
Schoenner kierch wer nie gemacht:
Gottes tempel sol schoen gebawen sein
Für christenleuth, nit fur die schwein,

365
Mit aller christen hilff vnd steur;

Gotz dinscht sol niemans sein tzu deur!
Die eusseren Pfeiler vm den dum
Sint auffgespitzet gar ser weit vm
Von steynen bildwerck schoen gehowen,

370
Mag wol ein Jetzlich kunsthler lowen.

Zwen mechtig durn sint angefangen,
Dar nach duth meniclich verlangen,
Mit achzehen pfeylern hoch in die lufft,
Gebawen vor weter schne vnd dufft.

375
Dem wunder deth ich auch nachlauffen,

Sach nie kein groesseren stein hauffen.
Darin hangent grossmechtig glocken.

[22]

Zu Coellen sint vil schoenner docken.
Auff dem dumhoff ging ich spacieren.

380
Noch sach ich vil van abenthuren,

Vil cromschaetz tzu rings vmb den plon
Verkaufft man da on vnderlon.
Da steth des bischoffs hochgericht,
Dar fur pringt man vil beuser wicht.

385
So bald man ein fuert an plawen stein,

Keiner kumt dar nach widervmb hein.
Fur vber da stet des bischoffs sal,
Vil schriber sitzent da vberal.
Ich weis nit, bin ich recht bericht,

390
All wochen helt man trew gricht.

Ein gfencknis die heist in der hach,
Dar in wurt mancher kranch vnd schwach.
Ein kierchen die heist tzum heiigen geist
Da werdent vil armer leut gespeistht;

395
Siben hundert menschen fier person

Speist gmeine stat, got geb in den loin.
dar nebent schenckt man rainfal vnd wein,
Gut gesellen kument stetz dahin.
Durch die hacht portzen da get man freig,

400
Der heren herberg stondt da dreig:

Tzu der guldin cron was gnant die ein,
Die ander dar bei tzum falckenstein,
Die dritte herberg heist tzu dem schwert,
da vind der gast was er begert.

405
Vil wunder dings wer noch tzu schreiben,

darbei will ichs yetz laissen pleiben,
Alle weltlichen sachen lassen stan,
Von den heilgen dreyn kungen heben an. —
KVnig Balaam der erste proueth

410
Von Christus geburt hette er geseth,

Habacuck Esaias vnd auch mer
Der hoechsten gotheit tzu lob vnd eer,
Wie ein Junckfrow wurde entfangen,
Geberen on manlichen Somen

415
Von got die aller hoechsten frucht,

Vber all natur gross eer vnd tzucht,
zu erleusen suntliches leben.
Die edlen frucht hat vns Got geben
Auss gotlicher weissheit, hoher vernunfft,

420
Auch der heilig treyg kunig tzukunfft.

Aus Jacob sol ein stern leuchten schon,
In Israel ein mensch auff erston.

[23]

Die oberkeit der nation
Besorgtent, ir gwalt wurd vndergon;

425
Vil wechter besteltens in der schar,

Das sie der prouecey nement war
Auff dem hoechsten berg Vaus gnant
In Orient vnd vil anderm land,
Auch in India gross vnd clein,

430
Tzu Kaldea vnd Arabien:

Dar durch der berch bestelt tzu wachten.
Die weissag woltens nit verachten,
Die herren in landen vber al
Besunent sie bald ein grosse tzal;

435
das wonder kundens nit vernemen,

Gabens den wechtern tzu erkennen,
dethens in kunt vnd offenbar,
das sie des gestierns nement war,
Es geschech durch Sunen oder Mon,

440
Auch sunderlich schein von sternen ston

An dem himel bey nacht vnde tag,
So man das gesturn erkennen mag,
In tzu verkundigen alle geschicht,
Was zeichen sie von himel bericht,

445
Ers anderen leuten wurd offenbar.

Des gabens in gross geschenck furwar.
Do das geboth was auss gegangen,
Hat Herodes die cron enpfangen,
Keyser Augustus setzet in ein:

450
Ein Kunig der Juden solt er sein.

Do ward sein nam noch weyter bekant
Dan in den landen hie für benant.
Als nun Maria ein sun gebar,
Des nam Herodes gar eben war,

455
Juden und Heyden deth er gebieten,

Das man die kindlein noch vnbeschniten,
Welch geboren tzu Bethlahem,
Den kneblin all ir leben nem.
Die prouecey balams hat nit gefelt

460
Von Christus geburt, ein her der welt;

Das besorgt die oberkat kar ser,
Zu geberen vber sie ein her,
Das ier gwalt nit wurt gemert:
Das opfer hettens gern verkert.

465
Keyser Octauianus fur war,

Als er regiert fier vnd fiertzig iar,
Do deth der engel bald verkunden,

[24]

Wie got sein sun tzu vns welt senden.
So bald das worth recht warth vernumen,

470
Ist vnser selikeit entsprungen,

Durch den heyligen geist aussgossen
In den leib Marie verschlossen.
Zu bethlahem hat sie geboren
Ein frucht ob allen creaturen,

475
Jesum Christum, vnser heyl,

Das hoechste gut ist noch feil,
Die heyllige muter hie vnd dorth,
Junckfrow Rein fur vnd nach der geburth.
So bald die treyg Kuning wurden gwar,

480
Das Jesus Christus geboren war,

Der ein Kuning der Juden solt sein,
Den sie fundent durch des sternen schein,
Von Jerusalem dethen reithen,
Lenger woltent sie da nit beyten,

485
Vermeintent, da solt sein geboren

Das kindlin inen ausserkoren.
Vm Ein vr rithens von dan gar schon,
Der leuchtent stern wolt sie nit verlon.
Fur Bethlahem leytet es von dannen,

490
Da sie tzu sechs vren hin quamen.

Jer kuncklich cleydung leytens an
Gar schon Erleucht von Edlem gestain,
Von silber berlin vnd rhotem gold:
Der edlen frucht warenth sie hold.

495
Der stern fuerth sie bis auff die stath,

Daran Maria geboren hath.
Ein creatur den schopfer gebar:
Das vnmuglich aller engel schar.
Got hat die muter auss erkoren,

500
Die ein Junckfro Christum geboren

Vor bethlahem in eyr alten scheur,
Darin was weder liecht noch feur,
Da was ein ochsslin vnd eselin
Bey einem hart steinin cripelin.

505
Der stern auf die stat ser scheinen deth,

Da Maria ier kind angebeth;
Mit frouden sie den herren erkenth,
Im hew verwickelt bis an sein henth.
des noment die Kunig ebwen war

510
Mit ierem volck, ein mechtige schar;

Auf iere knie fielentz behend,
dethent dem kindlein gross reuerentz;

[25]

Bald kuschdet sie im sein heylig hend,
Für ieren herren ward es erkent.

515
Gar grosse freud vnd Jubilieren

deth man bey den Kunigen spuren,
zu opferen ier gaben was in gach:
Prachtent dem kind gold, mir vnd wiroch.
Maria ier kint heth fur sie gelegt,

520
Auff ieren knyen sie es anbeth.

Melchior was ein cleine person,
Auss arabia trueg er ein cron,
Sein volck in nubia het in hold,
dem herren opfert er erschlich gold.

525
Balthasar, ein mittelmessig man,

Von saba trug er ein kunigs cron;
dem herren opfert er mirren,
Eyn Kunig der godoleyern.
Kaspar was auss tarsis geboren,

530
Ein schwartz perschon wie ander moren,

Weyroch opferth er dem herren
Auss der insel egriseulen.
Als Maria vorm kindlin gebeth,
Hetens das opfer in kripen gleth.

535
Als bald das opfer nun was gethon,

den herren betetens an gar schon;
da plibens ligen ein gantzen tag.
das wunder niemans ausssprechen mag,
Wie sie der stern hette dain furen,

540
Nit gnug kundent sis exspinieren.

Wasser noch berg hettens vernumen,
Wunderlich warens da hin kumen
Sunder essen, trincken oder froscht,
Bey in was weder hunger noch durst;

545
Treyzehen tag warent sie auff der varth,

Kein fuesstrit ward ier keinem harth.
Kamel vnd pferd liessent sie rasten,
Welche gehabt ein lange vasten,
Als sie da bleyben woltent die nacht.

550
Gar fru vor tag waren sie erwacht,

Rustent sie bald wider auff die ban.
zu Herodes woltent sie nit gon,
Sie zugent heim ein andere strassen:
Herodes zurneth vber die massen.

555
Sie reystent gar manchen rauhen weg,

Herodes volgt in bis an ein berg
Bey einem wasser die Seyler mit namen.

[26]

do sie nit wider da hin quamen,
da in ier schiffung was bereit,

560
Vil land er in bald destruierth.

Als er nun wider schied von dennen,
die schiff det er in grunt verprennen.
Ier sinn staind heim durch gross verlange,
der leuchtet stern was in entgangen;

565
Sie ritent teglich mit lerem gleith,

Von Herodes ward in vil geseth.
Vnder wegen plibent sie zwei iar,
Gar weit ist das wunder offenbar,
da komens erst wider heim zu land.

570
der Berg vaus was in wol bekant,

da bawtens ein Capel mit ierem here
Wol in des Kunigs der Juden er,
den in der stern het don bekant
Gar vere in dem Judischen land.

575
dar auff ein saul von stein gemacht:

zu grosser gedechtnus is sie verbracht.
Auff der Saul ein sternn bin ich bericht;
dar in stet eines kindes angesicht,
Ein zeichen des creutz darauff, ist war,

580
Wie ersthlich der stern ward offenbar

den treyg Kuninge vnd anderen mer,
Dar durch versamlet ein grosses her
zu Bethlahem vnd nach vil nacion:
Die zeichen duet man dar bey verston.

585
Der mirackel hoert man nie geleich,

Darab verwundert sich arm vnd reich. —
Als nun sant Thomas der zwolf Both
Von goth erluchtet on allen spoth,
In christlichem glauben gegrundeth,

590
Als mans in der heylgen schrift findeth,

Da hub er an zu predicieren
Vnd den christlichen glauben leren,
Deth in verkunden Christus geburt,
Auch wie er enpfangen von einem wort,

595
Wie er solt leyden vnd aufferston,

Gen himel faren vnd wider kon.
Das euangelium er leret,
Dar durch der christlich glaub gemereth.
Als sie sein predig hettent gehort,

600
Bald wurdent alle tempel zursteurth,

Darin abgoterey betriben,
Kein liessens in dem land nit pleiben.

[27]

Bischoff vnd priester hat er geweicht,
Auff das der christlich glaub erleucht.

605
Die christlich kierchen gab er in ein:

Das gotlich wort gehort nit für die schwein.
Gar weysslich deth er sie bescheyden,
Des herren schefflin soltens weyden
In der eer der new gebornen frucht,

610
Goetlicher weyssheit vnd hoechster zucht.

Die Kunig den herren angebeth
Vnd im iere gaben geopfert,
Als sant Thomas van in gehoert,
Bei in tzu sein was sein begert.

615
Zu in reist er gar manche stund,

Fand sie all treyg frisch vnd gesund
In zimlichem altar, als die welt
Der tzit auf ier altar was gestelt.
Ier wartung was auf Simion,

620
Grosse Versprechung hat er in don:

Den dod soltens numer spuren,
Sie werent von erst new geboren,
Getaufft im Wasser vnd auch im geistht,
Volkumen in Christo allermeist.

625
Sant Thomas kam in iere land,

Sein predig ward gar bald bekant;
Ierem volk deth er offenbaren,
Wie ein iunger kunig geboren,
Den die treyg kunig hetent ersucht,

630
Ier sunderlich opfer mit in bracht.

Mit dem segen auss seinem mund
Macht er alle kranchen gesund;
Das euangelium hat er gelerth,
Dar durch alles volck im land bekerth.

635
Als die kunig hettent vernumen,

Bald warents tzu sant Thomas kumen;
Wie wol sie noch ser mued gewesen,
Mit ierem volck detens wider reysen,
Zu sant Thomas hettens verlangen:

640
In grosser freud hat ers enpfangen.

Der heylig sant Thomas was nit alt,
Von Christum hat er in vil erzalt,
Von seiner kintheit vnd menschheit,
Was sein gotheyt gethon vnd gelert,

645
Von seyr vrstend vnd biterm leyden:

Des dat er sie gar wol bescheiden.
Nit fand man des heyligen gleichen,

[28]

Des herren wunden det er greiffen,
Die prouecey det er in oeffen,

650
Wie Johannes Christum solt tauffen,

Auch wie niemans fur dem iungsten tag
Vngedofft in himel kumen mag.
Do die wort auss seinem mund gegangen,
Habens den heiligen geist enpfangen.

655
Als die dreig Kunig warent bedacht,

Volkumenlich hat er sie gedaufft.
Der heylig man acht keyn gut noch gelt,
Zu dem habent sie sich balt geselt.
Was sent Thomas van Christo gelert,

660
Ward durch die heylgen dreig kunig gemert,

So vils gesehen vnd gehort,
Auff das der christlich glaub gemert.
Wie wol sant Thomas was noch iung,
Sein wort erhall weit vm vnd vmb;

665
Vil prediger machtens in dem land,

Der gotz dienst war im wol bekant.
Die heilgen dreig Kunig mit ierer macht
Zugent mit sant Thomas hoch geacht
Auff den berg Vaus wider vmb;

670
Jers volks prachtens ein grosse sum,

Prelaten vnd priester warent da vil.
Sant Thomas kurtens in kurtzer eyl,
zu salben die Kunig vnbefleckt:
Der heylig sant Thomas was vnerschreckt,

675
zu ertzbischoff det er sie consecrieren

Mit grosser referentz vnd iubilieren.
Den Christen gabent si exempel,
Weichtent da al abgotesch tempel
In der eer got des almechtigen

680
Maria der reinen Junckfrowen.

Sant Thomas det sich kurtz besinen,
Das amt der mess lert ers verpringen;
Da mit fur er in Indien,
Das gotz wort tzu verkundigen.

685
Die Kunig tzugent vom berg behent

In ein gross stat, was seuwa genent,
Vil kauffleut was die stat bekent,
Die kunig furtent gut regiment.
Die stat an einem wasser leyt,

690
Da plibent sie ein lange zeit,

Da furtent sie ein gotlich leben:
Der her im himel wel ier pflegen.

[29]

Ein newer stern det dar nach auff gon,
Ob der stat Seuwa sach man in ston:

695
Der stern bedeutet ein seligs end;

Die dreig kunig hettens bald erkent,
Ein kierchen hetent sie hoch begabt,
Gar kostlich man sie erbawen hat.
Auff die zeit Christus was geboren

700
Ein hohes fest was auss erkoren;

Ein altar ward gar schon behangen,
Bedeckt nach kunincklichem stamen.
Kunig Melchior was wol bedacht,
Den gotlichen dienstht hat er verbracht,

705
Sein geist end er mit gsundem hertzen,

Schied tzu dem herrn sunder schmertzen
In der kierchen vor aller welt:
Das wunder ist gar offt vertzelt.
Der doth der duth vns alle straffen.

710
Melchior was suesslich entschlaffen;

Dar nach ward er gar schon geschmucht,
Der engel gotz hat in verzuckt.
Balthasar, Kaspar, zwen heylig man,
Melchiors leichnam griffent sie an:

715
In kuncklicher wurd vnd bischoss cleyth

Also ward er tzu dem grab bestet:
Seins alters hundert sechtzehen Jar
Von Got erlangt sag ich fur war.
kurtzlich dar nach, auff den funfften tag

720
Von kunig Balthasar ich euch sag

Sein heilgen geist det er auffgeben,
Opfert got sein heyligs leben,
Als man das vest der dreig kunig halt,
Hundert zwolf iar was Balthasar alt,

725
Kunig von Saba vnd Godoleig.

Der heyligen namen der sint treyg.
Vil gotz dienst deth er von freygem hertzen,
Endt seinen geist auch sunder schmertzen.
Der drit kunig vnd furst, wie fur geseth,

730
Den leichnam het er tzu dem andern geleth

In bischoffs cleider, kuniclicher wath,
Wie von dem ersten geschriben stat.
Solemniter ward er begraben,
Nach dem heyltam det man ser fragen.

735
Kunig Caspar was ein schwartzer man;

Die tzeit die was hie, er wolt auch dran.
Von Tarsis der insel Egriseule:

[30]

Sein heilig verscheydung was sunder we.
Sein alter was hundert vnd acht iar,

740
Duet vns die schrift kund vnd offenbar.

Kurtz darnach vber ein cleine tzeit
Des sechsten tags was er auch bereit,
Als er sein gotz dienst het gethon,
Gar manches mensch det vm in ston,

745
Sein heylgen geist det er auff geben

Dem herren in das ewig leben;
Seyr geselschaft hat er nach gefolgt
Fur aller welt gut, silber vnd golt.
Casparen bestet man tzu der erden;

750
Was grossen Wunders det da werden:

All treyg wol mans tzusamen legen,
zur stund dethent die zwen sich regen,
Rucktent von einanderen weit hindan:
In der mit woltent sie Kasparn han.

755
Im leben warenss lieb gesellen,

Hɑbent sie doth nit scheyden wellen.
Gross mirackel habent sy dan
Bey allem volck, weiber, kind vnd man.
Geschach als nach ierem heyligen end:

760
Got almechtig all hertzen erkent.

Kuniclich worend sie becleit,
Dar mit man sie zu grab gelet.
Vil volcks besahens arm vnd reich;
Kein dothen koerper sahens gleich,

765
Schoener warens von menschen farb

Dan keiner gewest Ee er gestarb.
Seuwe die stat was weit bekent,
Darin der glaub auch ward vermengt:
Vil ketzereig wurdent da verpracht,

770
Vnwurdig das heyltam ward geacht,

Gross zweitracht des lands sich teglich mert:
Die dreig leichnam plibent vnfersert,
Sie lagent als schlaffent, nit als doth,
Dair durch alle menschen lobtent got.

775
Die heylgen treig kunig hoch geboren

Von got warent sie auss erkoren;
Bald wurdent sie geholt von dannen
Von ierem volck mit creutz vnd fannen,
Da ietzlicher her was geboren,

780
Grossmechtig volck warent sie holen;

In kasten det man sie bewaren:
Das Volk das kam mit grossen scharen.

[31]

Durch zweitrach sant Thomas es beschach
Priester Johan het gross vngemach.

785
¶ Helena die heylig kunigin

zu grossem heyltum staint al ier sin.
Gross wunder werck got durch sie wurcket:
In gantzē land man das wol mercket.
Das heylig creutz in dieffer erden

790
Liess ier got erst offenbar werden;

Dar bey dreyg nagel mus ich sagen
Christum durch hend vnd fuess geschlagen.
Als sie hoert sagen vnd gespurth,
Wie die kunig ier leben gefurt,

795
Nach ierem leichnam was ier gach;

Grossen herren lieff sie drum nach;
Sie arpeit dar nach viel tag vnd nacht;
zwen kunig het sie tzu samen bracht,
Balthasar vnd Melchior mit namen

800
Auss india von prister Johanen,

Auch von sant Thomas ein patriarch;
Bald legt sies bed in ein schoennen sarch.
Got hat vil durch Helena gethon,
des gabent sie ier zwen heylig man

805
Mit grosser liebe vnd referentz:

Wer got vertrawt furwar erkentz.
Do sie nun hat der kunig zwen,
Gross arbait hat sie nit alein,
Bis sie den triten auch bekam.

810
Sant Thomas sie auss india nam;

Den Estoreynern merck ich eben
Ward er für kunig Kaspar geben.
Vil ketzer warent im land gar weit,
Verleugtent Kaspar der selben zeit:

815
Sant Thomas hettens in ausserkoren

Kunig Kaspar was im land geboren,
den sie verhalten ein lange tzeit.
Durch grosse furbit gabens in quit:
Die kunig woltent nit sein tzurteilt.

820
Kein geschenck so gross daran es felt

Die oberkeit vertrugs in landen
Dar auff es lange tzeit gestanden
Fur kunig Kasparn solt man in geben
Sant Thoman arhebt bei ierem leben

825
Dar vmb sie begabet sant Helen,

Die der heylgen leichnam vor het tzwen.
Als nun Helena gar wol bedacht

[32]

Die kunig wider tzu samen bracht,
Ein kosthlicher schmack was von in gangen,

830
So bald sie all treig koment tzu samen.

In kosthliche kasten het mans thon,
Sant Helena schickts ierem son,
In ein haubt stat hat sie gebawen
In kriechen land auff gut vertrawen,

835
Constatinopel ist sie genant.

Da hin das loblich heyltam gesant.
Vil heyltams mer thet da bey sein,
Zu sant sopheyen da furt mans ein.
Gar hochwurdig ward es enpfangen

840
Vor aller welt mit lobgesangen;

Kein iubilieren was tzu stillen
Vmb der freud sant Hellena willen. —
Nach langer zeit hab ich vernumen
Ist das heyltam gen Meyland kumen.

845
Als der erst keyser Friderich

Det regieren das reumisch reich,
Hat er Meyland belegert furwar;
Als man tzalt dausent vnd hundert iar
Fier vnd sechtzig, merckt mich eben,

850
Ist der Keyser vor Meyland glegen;

Mit grossem gwalt hat ers bestriten,
Als man kriegt tzu den selben tzeyten.
Nit vil burger hetens vernumen,
Wie das heyltam da hin was kumen:

855
Gar heymlich ward es offenbar,

Ein bischof von Coeln der nam sie war.
Als Reynaldus der gotzfertig man
Dem Keyser deth auch mit hilff bey ston
Mit vil anderen fursten vnd herren,

860
Wie sie dem Keyser detent schweren,

Meylandt det er gross gnad erwerben
Am Keyser, das ers nit solt verderben:
Dar vmb ward im das heyltam geben
Durch die von Meyland, merckt mich eben:

865
Geschach als heymlich in der still,

Das wass des bischofs grosser wil.
Als Reynaldus den schatz empfangen,
Gar bald schicket er in von dannen.
Das koestlich heyltam was im eben,

870
Welchs im vom Keysar auch ward geben,

Dar vmb er in ersuch durch bith,
Der keyser der versagt ims nit.

[33]

Der bischoff beim Keyser vil bedacht,
Bis er die Sachen tzu friden bracht.

875
Bischoff Reynolt was gar weyt vernemt,

Keyser Friderich hat er wol gedienth,
Durch sunderliche gottes gnaden
Hat er den grosen Schatz erhaben;
Der bischoff was ein heylger man

880
Das heyltam griff er selbertz an,

Erlich deth mans tzu Coln ein pringen,
Groiss lobgesang wurdent sie da singen.
Vor aller welt gar offenbar
Pracht man das wurdig heyltam dar.

885
Der stern plieb ob der stat Seuwa ston,

Bis tzu Coeln das heyltam deth in gon.
In sant Peters kierchen ward es gelegt,
Gross reuerentz man dem heyltam deth.
Die heylgen treyg kunig vnverwesen,

890
Vor in duth man stetz singen und lesen,

Ligent da in eim silberin kasten,
Hoch geert mit feyren vnd vasten;
Vil bilgram suchens auf der strasen:
Wie rossen riechents vber die masen.

895
Gen Coeln sol auch sant Thomas kumen,

zwen mal ist er mit gwalt genumen;
Die prouecey duth vns beschreiben:
Bey den treyg kunigen soll er pleiben.
Also habt ier im grund vernumen,

900
Wie das heyltam gen Coeln ist kumen.

Coellen ist gebawen für allē gwalt,
zu beschutzung all stend, Jung vnd alt.
Die loeblich stat wer tzu preisen mer,
Dem grossen meister gib ich die eer,

905
Der durch menschen sin hat erdacht,

Das der veste baw ist verbracht.
Wol sint sie gerustet tzu der wer,
Keme schon dar fur ein grosses her
Mit zwey hundert mal dausent man,

910
Den Coellern gewuneth sie nichs an.

Da ist ein ersamer weyser rath.
Mit fursichtikeit fru vnde spath,
Zu fryden geneigt on vnder lon:
Der eren furent sie wol dreyg cron.

915
Mein gedicht ist mir nit alzeit feil:

Der freyen stat wunsch ich gluck vnd heyl.
Des spruchs det ich mich kurtz bedenken,

[34]

Eim Ersamen rath wil in schencken
Der gantzen gemeind dar tzu furwar.

920
Coellen wunsch ich dausent guter iar!


     
Durch Johann Haselbergh

     auss der reichen ow Costantzer
     bistumbs etc.

     
Getruckt tzu Coellen durch

     Melchior von Nues Im Jar
     1531. des 16. tag Septembris.




Anmerkungen.


     Der vorstehend reproduzirte Druck, 14 Quartblätter, ist nur in einem Exemplar erhalten. Der Abdruck geschah nicht nach dem Original, sondern nach einer von dem Besitzer J. J. Merlo im Jahre 1864 genommenen genauen Abschrift und ist buchstabengetreu bis auf wenige unten mit verzeichnete Druckfehler-Berichtigungen und die Interpunktion, die dem Original ganz abgeht.

     Das Gedicht besteht aus zwei äusserlich verknüpften Haupttheilen; der erste (bis V. 408) enthält eine Beschreibung Kölns, in die Form eines Spaziergangs durch die Stadt gekleidet. Es werden uns zunächst die Befestigungswerke (bis V. 180), dann die Märkte (bis V. 224), die öffentlichen Profangebäude (bis V. 310), schliesslich die Kirchen (bis V. 409) gezeigt; Gelegenheiten zu „gutem Bier und Wein“ werden zwischendurch siebenmal erwähnt: V. 157, 184, 202, 221, 307, 397, 400. Dann folgt im zweiten Theil, äusserlich an die Beschreibung des Doms, inhaltlich an den von Wallfahrtsstätten redenden Eingang (bis V. 34) sich anschliessend, eine Erzählung von den Schicksalen der hh. Dreikönige vor und nach ihrem Tode (bis V. 900). Den Schluss bildet ein Preis Kölns. — Ein Gedicht gleichen Inhalts wie der zweite Theil des unserigen, aber in Kölnischer Sprache hat P. Norrenberg in seinem „Kölnischen Literaturleben“ (Viersen 1873) abgedruckt. — Der Verfasser nennt am Schluss als seine Heimat Reichenau im Bodensee: die Sprache entspricht ganz der alemannischen Heimat.


Titel: freygstath, treyg. Vgl. freyg V. 153, 399; treyg (dreyg) 86, 292, 346, 351, 356, 357, 400, 420, 479, 581, 616, 629, 655, 660, 667, 696, 726, 751, 772, 775, 791, 830, 889, 898, 914; seyg (sei) 214, 266; ketzereig 769, godoleig 725; treygen 727; freygen 916; basteygen 87; beygen (Bayen): reygen (Reigen) 171; 183; dagegen stets tzwey 235, 265, 269, 567, 909. Es steht also eig durchweg für altes î im Auslaut und vor Vokalen auch im Inlaut, nicht dagegen für altes ei (zwei). — Die genannten Stellungen scheinen überhaupt die einzigen zu sein, in welchen der Dialekt des Verfassers die alten î, û und iu diphthongirt; er schreibt zwar ziemlich allgemein Diphthonge, aber auch mitunter einfache Vokale: fast immer [35] lîn: dierlin 16; plumlin 18; prunlin 19; voegelin 76; schiefflin 165; kneblin 458; kindlin 486; ochsslin 503; eselin 503; cripelin 504; schefflin 608 (nur einmal ei: kindlein 456); ferner: guldin 26; steinin 504; schriben 341; schriber 388; wiroch 518; tzit 618; win 234; quit 818; ferner û: crût 204; prucht 280; bruchens 285; husser 85, 257; huser 179; für iu: erluchtet 588. — Mehr beweist eine Anzahl Reime von ei (= î) auf kurzes i, welche durch Annahme von nicht diphthongirtem î viel reiner werden: rein (Rîn): sin 21; : dahin 139; wunderlich: ungelîch 49; : geleich (î) 349; pfeil : zeil (î : ĭ) 55; wein : dahin 397; betriben : pleiben 601; vil : eil 671; : zeil (zîle) 85; bestriten : tzeyten 852; Friderich : reich 845 und einige Reime von eu (aus iu) auf ü oder i : vur : abendeur 125; spacieren : abenthuren 379; mudsch (Mütze) : deutsch (Deutz) 145; vil : seul 355. Nur ein Reim spricht anscheinend für Diphthongirung: clein (ei): reyn (î) 97. Der Widerspruch zwischen der Orthographie des Textes und dem Reimgebrauch wird erklärlicher, wenn wir aus Weinholds Alemannischer Grammatik (im Folgenden: Weinh. AGr.) § 57 erfahren, dass um die Zeit der Entstehung unseres Gedichts in der Heimat des Verfassers die neuhochdeutschen Diphthonge in die Schriftsprache einzudringen begannen, während die Volkssprache bis heute die einfachen Vokale behalten hat. — Ueber das oben erwähnte antretende g (in treig u. s. w.) findet sich bei Weinhold nichts. Ueber anlautendes t in trei: § 169 — antzeygung = Beschreibung.

1.
arlustieren; vgl. arsterben 328, arhebt 824, keysar 870, altar (= Alter) 617, 618. Der Wandel von e zu a vermuthlich unter dem Einfluss des r: Weinh. AGr. § 11.
2.
freumde = fremde: vgl. freumde 72, 102, 286; eu für œ: beuser 384; erleusen 417; zursteurth 600; reumisch 846.

     Bei Weinhold wird dieser Lautwandel nicht erwähnt.

6.
warent = waren. Die Endung nt kommt ursprünglich nur der 3. Pers. Plur. des Praes. zu, im Alemannischen wuchert sie aber durch Uebertragung auf das Praeteritum und die übrigen Personen aller Plurale seit dem 14. Jahrh.: Weinh. AGr. § 344 u. 346.
12.
geyt aus gît, welches aus gibet contrahirt ist.
14.
grunat: a für e in Bildungssilben, Weinh. AGr. § 10.
20.
mier: ie für i ist alemannisch häufig, besonders vor r; in unserm Gedicht: schiefflin 165; siecht 227, 232, 233; zierckel 45; kierchen 39, 114 u. s. w., im Ganzen 12mal; bieren (Birnen) 203; schierm 239; kierspel (Kirchspiel) 357; gestiern 438; stets mier (6mal) und ier (31mal). Weinhold AGr. § 63.
22.
staint: so noch 225, 563, 786; vgl. stain 312, staindent 211; daint (thun) 271, 312; dain (Inf.) 539; raithaus 291; iair 315; dair 774; laissen 406; – schoin 294; loin 396; doint 353; groisser 296; groiss 882. Diese ai und oi für â und ô kommen alemannisch so vereinzelt vor (Weinh. AGr. § 49), dass man sie dem Kölnischen Setzer zur Last legen darf: sie bilden nebst 3mal van (V. 333, 613 und 654) die einzigen Kölnischen Spuren im Gedicht.

[36]
23.
pilgram: das auslautende e ist abgefallen, wie denn Schwund schwach betonter Worttheile im Alem. früh beginnt: Weinh. § 18. In unserm Gedicht sind nicht nur so gut wie alle auslautenden tonschwachen e abgefallen, sondern in einzelnen Fällen sogar die ganze Silbe -en: junckfrow (Gen. Plur.) 66, 320; seul (G. Pl.) 356; kauffleut (Dat. Pl.) 687; vergencklich welt (Dat. Sing.) 37; wintmul (Nom. Pl.) 89; kron (Nom. Plur.) 292; ertzbischoff (Dat. Pl.) 675. — bethferth (Druck beth ferth) = Wallfahrt.
24.
on; lon.: ô für â ist häufig, z. B. lon 24, 34; koment (= kâmen) 29, 66; gon 43, 57 u. s. w.; ston 44, 58 u. s. w.; nôch (= nâch) 81. Dieser Lautwandel ist alemannisch seit dem 14. Jahrh. vorhanden und heute weit verbreitet (vgl. Weinh. §. 44). Reimbelege in unserm Gedicht: gach : wiroch 517; ston (stân): schon (schön) 79, 141, 147, 311, 353, 421; : kon (= kommen) 595; : Pantaleon 155; : nacion 583; gon : schon 123; : nation 423; lon (lân = lassen) : lon (= Lohn) 33; : cron 913; gethon : schon 535; : son (Sohn) 831.
26.
gedach; Abfall des -t wie ersuch 871, hach 391; zweitrach 784; verkauf 196; gedunck 46, im Alemannischen seit dem 12. Jahrh. vorkommend; Weinh. § 177.
27.
heyltam = heiltuom, Reliquie, Heiligthum. -tam für -tum wie 336, 734, 770, 836, 837, 854, 863, 869, 880, 884, 886, 900; dieser Lautwandel ist merkwürdig, Weinhold hat keine Beispiele desselben.
28.
gach, eilig; sie hatten es eilig nach Trier.
30.
mans = man sie.
32.
Anna: einen bessern Reim gäbe die flektirte Form Annen.
33.
enpfacht: m wandelt sich im Alem. gern zu n. Weinh. § 203, vgl. enpf- 159, 268, 448, 640, 654; kon = kommen 596; hein : stein 386. — cht für ht wie 268; weichtent 678; nach (= nâh) 206, 300; geweicht : erleucht 603, über diese Verstärkung Weinh. AGr. § 222.
39.
Rotenkierch = Rodenkirchen.
42.
verhoeren = erfahren.
46.
ob = mehr als, über; ebenso 235, 312.
48.
Ziemlich unklarer Ausdruck.
51.
verjehen: der Druck hat nur ver.
53.
Effgimholtz: Druckfehler für Eschen? — ist ser vest vnd nutz attributivisch, wie 90: Vil starcks geschutz, ist gut für trawren; 121: da stath ein kierch, ist wol geziereth; 127 … uber ein gwerff, was weyt; 137 : vil grosser schiff, kunl ich nit kennen; 150: von sechzehen durnen, warent gross; 293: auff ein durn, ist wol erbawen; 355: 120 pfeyler, dunckt mich vil; 686: in ein gross stat, was Seuwa genent; 833: in ein haubt stat, hat sie gebawen.

60. gin = ging: so 75, 92; herin (= hering) 195; ging: 45, 165. Von Weinhold wird dieser Lautwandel nicht erwähnt.

64. hoffiereth „in festlicher Geselligkeit sich erfreute“.

71. zwuschenth: u für i wie 351: Einwirkung des w, Weinh. § 29; das auslautende t vermuthlich durch Anlehnung, alemannisch recht häufig, Weinh. § 178; vgl. nebent V. 397.

[37]
72.
gebawen = gebaut; die schwache Form, gebawet, nur V. 148, die starke 23mal, u. a. 293 u. 351: gehouwen, 313: frowen, 833: vertrawen. Weinh. § 337.
76.
fru vnd spath: ganz widersinnige Flickworte: wie sich denn unser Autor überhaupt durch ungeschickte, ja hülflose Darstellung auszeichnet.
80.
lustbaum = Zierbäume.
81.
wolluscht: Wohlgefallen, Vergnügen. Der Vers scheint zu bedeuten: wie menschliches Vergnügen es nur verlangen kann; noch wird dann = nâch sein, und menschlicher (so statt -es, wie der Druck hat) zu wollust zu beziehen. — scht aus st wie koscht 250, dinscht 366, keuschdet 513, froscht 543; aus zt: heischt 230, muscht 210; aus z: feisch = mhd. veiz, fett 214; sch aus s nach r: perschon 530, erschlich 524: im Anlaut vor m: schmack 829; merkwürdig ist die Schreibung lustht 80, 224; geistht 623; dienstht 704. Jener Lautwandel ist eine bekannte Eigenthümlichkeit des Alemannischen, vgl. Weinh. § 193.
83.
dauren, mich dauert des, es hält mich auf, fesselt mich; bei Lexer, Mhd. Handwb. ist diese Konstruktion nicht belegt.
85.
weychhusser, mhd. wic-hûs, Festungsthürme.
105.
geleth, aus geleget zusammengezogen; ebenso 534 geleth : gebeth; 519: anbeth; 762: becleit; 887: deth; 729: geseth (= gesagt); letzteres: proveth 410; 566: gecleit. Vgl. Weinh. § 38.
106.
zurspreith, zerspreitet, vgl. zursteurth 600, zurteilt 819; zur- statt zer- erscheint alemannisch seit dem 13. 14. Jahrh. Weinh. § 310 (Nr. 32).
113.
Der Reim mercken : kierchen lässt auf die Form merchen sohliessen, die auch dem Alemannischen zukommt, Weinh. § 220; vgl. 165 starch : arch; 632 kranchen; 711 geschmucht. — neutzig = neunzig; Ausfall von n mit Nasalirung des vorhergehenden Vokals ist alemannisch weit verbreitet: Weinh. § 200.
114.
leyss kierchen: Lyskirchen.
117.
der stat ein end: so auch 169; „als Ende der Stadt“?
118.
Der Bayenthurm. — genenth: der Druck hat geneth.
131.
erhebt: das schwache Part.; das starke: erhaben 878.
145.
mudsch Mütze aus mlat. ahmutia; Lexer (s. v. mütze) führt 7 verschiedene Formen an, darunter auch mutsche.
163.
maltent: schwaches Praet., das Wort ist ursprünglich stark.
166.
arch. arche bedeutet gewöhnlich ein Fahrzeug (Lexer I, 91); vielleicht ist aber ark zu lesen mit der Bedeutung „Bogen“, vgl. oben S. 8.
177.
ploch, Blöcke, Balken.
180.
Im Original ist V. 179 zweimal gedruckt während der Reimvers fehlt.
182.
wurth: vielleicht Druckfehler für wierth aus wirt (s. zu V. 20). Hier ist es im Sinne von Wirthschaft gebraucht.
192.
niemans, so auch 330, 366, 651, eine „versteinerte Genitivform“, Weinh, AGr. § 322 und 410 (S. 448).
194.
grun, ungesalzen, roh.
195.
herin, Hering: vgl. zu 60.
196.
last als Mask.: vgl. Weinh. § 174.

[38]
200.
schamloth, camelot, Zeug aus Kamelshaaren.
201.
crutinier, mhd. kriutener, Kräuterhändler.
205.
selwigen: der Druck sel wigen.
211.
iar kuche: Garküchen?
212.
ein kuche fleisch. Unklar; Fleischküche?
214.
feisch = mhd. veize, fett, feist. Ueber sch s. zu V. 81.
221.
mier: der Druck mer.
229.
von grosem luscht: Weinhold führt § 274 wollust als Masc. auf. Der Ausdruck ist ziemlich unklar und scheint zu bedeuten: „so, dass es eine grosse Lust zu sehen ist“.
234.
wegs = wechset; ob die Aussprache ks bezeichnet werden soll? Abfall des t wie V. 26.
242.
merer: doppelte Steigerung, Weinh. § 282.
251.
uberal: durchaus.
255.
enliff, aus einlif; daraus später eilf.
261.
tzeyt glocken = stuntglocken, Glocken, welche die Zeit angeben.
268.
bescheid: Druckfehler? Der Reim ist schlecht.
271.
leuffte: Zeitläufte, scil. schlimme. — daint wie 312; auffallender Vokal.
286.
freumde mer: seltsame, bedenkliche Gerüchte.
301.
gelierte; ie aus ê kommt heute auf alemannischem Sprachgebiet vor. Weinh. § 64. Oder Druckfehler?
306.
tzeil Ziel; Sinn des Verses?
325.
verpracht = vollbracht, wie 361, 576, 704, 769, 906; verpringen 682, verwickelt = ganz eingewickelt 508.
333.
van wie 613 und 654: vielleicht Schuld des Setzers. — stamen, schwacher Dativ, von stamme, welches neben stam, stammes vorkommt, Weinh. § 399 (S. 413, Abs. 5).
343.
bedacht: Sinn nicht klar.
349.
wunderlich: wunderbar, ebenso V. 319.
354.
wercklich: kunstgerecht.
359.
Margreten = Maria ad gradus, s. oben S. 11.
372.
darnach: wonach? nach ihrer Vollendung?
374.
dufft, Dunst, Thau, Reif.
378.
docken: urspr. Puppe; dann auch „junges Mädchen“. Einen Sinn hat der Vers in diesem Zusammenhang zwar nicht, aber man darf unserm Autor Alles zutrauen.
381.
cromschaetz: Kramwaren.
391.
gfencknis, Fem. wie gedechtnus 576. Weinh. § 252.
395.
Soll anscheinend bedeuten: 704 Personen.
397.
rainfal „ein kostbarer und süsser Wein“, Lexer II, 392, vgl. Mhd. Wb. II, 663a. Die Etymologie ist unsicher.
414.
geberen verlangt der Sinn wohl statt geboren, wie der Druck hat.
427 ff.
Soll heissen: auf dem Berg Vaus, dem höchsten im Orient u. s. w.
434.
Dunkel, ebenso 440, der Sinn schimmert freilich durch.
442.
gesturn: vielleicht Druckfehler für gestiern, vgl. zu 182.
461.
oberkat = -keit; â für ei Weinh. § 34.

[39]
462.
zu geberen: scheint einen Inf. Pass. vertreten zu sollen: „dass geboren würde“.
464.
Was für ein Opfer?
468.
welt: Conj. Pract. Weinh. § 387, S. 409.
476.
Konstruktion!
483.
Die hh. Dreikönige sind auf einmal schon in Jerusalem!
511.
fielentz Druck, fielentz sie: das z oder sie ist überflüssig.
513.
kuschdet, vgl. gewuneth 910; ähnlich leuchtet 564: Endung et aus ent (vgl. zu V. 6): Weinhold § 342, S. 338 f.
557.
einem, Druck inem.
596.
kon aus komen, nach der alemannischen Neigung m in n zu verwandeln; Weinh. § 203 (S. 37 oben).
614.
begert wohl Begierde.
617.
zimlichem, Druck zimlichēm. — altar = Alter, vgl. zu 1.
619.
der wartung was: sie warteten.
621.
soltens, Druck soltens sie, vgl. zu V. 511.
629.
ersucht = aufgesucht, Lexer I, 679.
645.
vrstend: Auferstehung.
646.
sie, Druck sei.
649.
oeffen: mhd. offen neben offenen = eröffnen.
655.
Der Reim bedacht: gedaufft ist selbst für unsern Autor auffallend ungenau.
697.
hoch begabt, mit reichen Gaben ausgestattet.
702.
stamen wie 333, aber der Sinn! Etwa: „wie es Leuten von königlichem Stamm zukommt“?
712.
verzuckt: geholt.
716.
bestet wie 749; bestattet?
726.
Offenbar Flickvers.
738.
verscheidung: Tod.
756.
habent, Druck hebent.
757.
dan: gethan.
779.
ietzlicher, jeglicher, aus io cteslich, Weinh. § 322 c.
781.
man sie, Druck mans sie.
783f.
Unklar.
811–824.
Sind ziemlich dunkel, zumal 820 ff.
857.
gotzfertig aus -fürhtig?
880.
selbertz, erweitert aus selber, Weinh. § 320 am Ende.
804.
rossen: Rosen; Verdoppelung des s wie z. B. husser 85, 257.
902.
stend = stehen.


     Dormagen.

K. Nörrenberg.

Statuten des Historischen Vereins für den Niederrhein

[41]
Statuten
des Historischen Vereins für den Niederrhein
insbesondere für die alte Erzdiöcese Köln.
(Im Auszuge.)




I. Grundbestimmungen.


     § 1. Der historische Verein für den Niederrhein, insbesondere für die alte Erzdiöcese Köln, bezweckt die allseitige Erforschung der Geschichte dieses Landstriches und Veröffentlichung der Ergebnisse.

     § 2. Zur Mittheilung und Besprechung des Erforschten finden jährlich wenigstens zwei General-Versammlungen Statt.

     § 3. Jeder Geschichtsfreund kann Mitglied des Vereins werden.

     § 4. Jedes Mitglied zahlt jährlich drei Mark als Beitrag (mit den jährlich erscheinenden 2 Heften der Annalen 6 Mark laut § 21).

     § 5. Der Verein hat einen Präsidenten, dessen Stellvertreter, einen Secretär, dessen Stellvertreter, der zugleich Archivar ist, und einen Schatzmeister.

     § 6. Für das Wissenschaftliche besteht ein Ausschuss von fünf Mitgliedern.

     § 7. Die Wahlen gelten auf drei Jahre.

     § 8. Jedes Mitglied ist stimmberechtigt, und die Beschlüsse werden nach Stimmenmehrheit gefasst.

     § 9. Wann und wo die nächste Versammlung sein soll, wird jedes Mal in der stattfindenden bestimmt.


II. Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes.


     § 10. Die Veröffentlichung der auf dem Gebiete des Vereins gewonnenen Materialien und wissenschaftlichen Resultate erfolgt durch eine Zeitschrift, welche in zwanglosen Heften erscheint, und den Titel führt: „Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere die alte Erzdiöcese Köln“.

     § 11. Die Herausgabe dieser Zeitschrift wird durch den wissenschaftlichen Ausschuss (§ 6) besorgt. Der Vorstand vermittelt die Beziehungen zum Verleger, den Kostenpunkt und die Verwerthung zum Besten des Vereins.

     § 12—17 enthalten nähere Bestimmungen über die Zeitschrift etc.


III. Rechte und Pflichten der Mitglieder.


     § 18. Die Mitgliedschaft (§ 8) wird erworben durch Anmeldung bei einem Vorstands-Mitgliede und geht verloren durch Abmeldung bei dem Präsidenten oder Schatzmeister, oder durch den Tod.

[42]      § 19. Männer, die sich durch wissenschaftliche Leistungen, durch Schenkungen oder sonstige Förderung der Vereinszwecke um den Verein besonders verdient machen, können durch die General-Versammlung als Ehren-Mitglieder aufgenommen werden. Die Ehren-Mitglieder zahlen keinen Beitrag, geniessen aber alle Rechte der Mitglieder.

     § 20. Jedes Mitglied hat den Jahresbeitrag (§ 4) in der ersten Jahreshälfte dem Schatzmeister oder seinem Bevollmächtigten portofrei zuzustellen. Unterbleibt solches, so wird dieser Beitrag mittels Postvorschuss entnommen, und gilt eine darauf folgende Zahlungsverweigerung für Abmeldung (§ 18).

     § 21. Jedes Mitglied hat das Recht auf Betheiligung an der General-Versammlung in Person oder durch Vollmacht, auf unentgeltliche Benutzung der Vereinsbibliothek und empfängt, in so fern es nicht darauf verzichtet, die Veröffentlichungen zu ermässigtem Preise, welcher die Hälfte des Ladenpreises und in der Gesammtsumme drei Mark jährlich nicht übersteigt.

     § 22. Bei der Benutzung der Vereins-Bibliothek (die in der Stadt-Bibliothek zu Köln aufgestellt ist) haben die Mitglieder sich nach den vom Archivar zu stellenden Bedingungen zu richten und die Transportkosten zu bestreiten.

     § 23. Jedes Mitglied und Ehren-Mitglied erhält ein Aufnahme-Diplom.


IV. Leitung des Vereins.


     § 24. Der Präsident vertritt den Verein nach Aussen, beruft und leitet die General-Versammlungen sowie die Vorstands-Sitzungen. Der Stellvertreter tritt in Bebinderungsfällen für ihn ein. Der Secretär führt das Protokoll und contrasignirt alle Ausfertigungen. Der stellvertretende Secretär ist Custos des ganzen wissenschaftlichen Apparats. Der Schatzmeister besorgt alle die Vereinskasse betreffenden Geschäfte.

     § 25. Neben drei gewählten Mitgliedern sind der Präsident und der Secretär des Vereins geborene Mitglieder des wissenschaftlichen Ausschusses.

     § 26. Der Vorstand versammelt sich regelmässig einmal vor jeder General-Versammlung, um die eingelaufenen Anträge und wissenschaftlichen Vorträge zu ordnen und die Rechnung des Schatzmeisters zu prüfen.


V. Ausübung des Stimmrechts.


     § 27. Bei den Beschlüssen der General-Versammlung (§ 8) gilt einfache Stimmenmehrheit der Anwesenden oder Vertretenen. Zu Statut-Aenderungen gehört aber eine Mehrheit von drei Viertel unter wenigstens dreissig Stimmen. Ist die Zahl der Stimmen bei der ersten Berathung geringer, so muss die Entscheidung auf die folgende General-Versammlung vertagt werden, welche nochmals berathen und, wenn auch weniger als dreissig Mitglieder anwesend oder vertreten sind, entscheiden wird.

     § 28. Jedes Mitglied kann in der General-Versammlung für sich und seine Vollmachtgeber im Ganzen nicht mehr als fünf Stimmen führen.


VI. Sitz des Vereins.


     § 29. Der Sitz des Vereins ist in Köln.



[43] Verzeichniss der Mitglieder des historischen Vereins.

(Geschlossen Ende Oktober 1885.)

A. Vorstand.

Ehrenpräsident: Mooren, Dr., Pfarrer in Wachtendonk. 1854.

Präsident: Hüffer, Dr., Geh. Justizrath und Professor in Bonn. 1858.

Vicepräsident: Schnütgen, Alex., Domvikar in Köln. 1871.

Sekretär: Lamprecht, Dr., Professor in Bonn. 1881.

Archivar: Kaufmann, Leop., Oberbürgermeister a. D. in Bonn. 1859.

Schatzmeister: Helmken, F. Theod., Buchhändler in Köln. 1871.

B. Gewählte Mitglieder der wissenschaftlichen Commission.

Cardauns, H., Dr. in Köln. 1870.

Loersch, Dr., Prof. in Bonn. 1862.

Virnich, W., Dr. in Bonn. 1860.

C. Ehrenmitglieder

Achenbach, Dr., Excellenz, Staatsminister a. D. und Oberpräsident in Potsdam. 1871.

Crecelius, Dr., Prof. in Elberfeld. 1862.

Essenwein, Geh. Baurath u. Vorstand d. Germ. Museums in Nürnberg. 1868.

Ficker, von, Dr., Hofrath und Professor in Innsbruck. 1856.

Hagens, von, Appellationsgerichts-Rath a. D. in Köln. 1854.

Harless, Dr., Geh. Archivrath in Düsseldorf. 1855.

Janssen, Joh., Dr., Prälat, Professor in Frankfurt a. M. 1854.

Kaufmann, Alex., Dr., Archivrath in Wertheim a. M. 1854.

Lempertz, Heinrich sen., Rentner in Köln. 1857.

Melchers, Paulus, Dr., Kardinal in Rom. 1867.

Merlo, Joh. Jak., Rentner in Köln. 1856.

Reumont, von, Alfr., Dr., Excellenz, wirkl. Geheimrath in Aachen. 1856.

Waitz, Georg, Dr., Geheimer Ober-Regierungsrath, Prof. in Berlin. 1885.

D. Mitglieder.

Aachen, Stadt. 1884.

Aan der Heyden, Pfarrer in Düffelward bei Cleve. 1873.

Achenbach, Oswald, Professor in Düsseldorf. 1873.

Achterfeld, Pfarrer in Anholt. 1862.

[44] Aeckern, van, Pfarrer in Kevelaer. 1870.

Aerssen, van, Justizrath, Notar in Goch. 1856.

Ahlbach, Pfarrer in Bürrich. 1866.

Alberdingk Thijm, Professor in Löwen. 1870.

Aldenkirchen, Rektor in Viersen. 1870.

Alleker, Sem.-Direktor in Brühl. 1870.

Arenberg, Prinz Philipp von, Bischöflicher Rath in Eichstätt. 1884.

Arenz, F. B., Maler in Godesberg. 1884.

Arnoldi, Pfarrer in Kalterherberg. 1884.

Asbach, Dr., Gymnasiallehrer in Köln. 1883.

Aulike, Amtsgerichtsrath in Recklinghausen. 1859.

Aus'm Weerth, Dr., Professor in Kessenich. 1857.

Bachem, J., Verlagsbuchhändler und Buchdruckereibesitzer in Köln. 1854.

Bartelheim, Superintendent in Köln. 1866.

Barth, Pfarrer in Spich bei Wahn. 1870.

Baudri, Dr., Weihbischof in Köln. 1870.

Baum, B. W., Kaplan in Verlautenheide. 1884.

Baum, G., Pfarrer in Aachen. 1884.

Bausch, Dechant u. Pfarrer in Dottel bei Call. 1866.

Becker, Joh., Stiftsvikar in Aachen. 1885.

Becker, Pfarrer in Rade vorm Wald. 1862.

Becker, Herm., Dr., Oberbürgermeister in Köln. 1867.

Becker, Adolph, Uhrmacher in Siegburg. 1870.

Becker, Rob., in Köln. 1877.

Beissel von Gymnich, Graf Adolph in Düsseldorf. 1870.

Beissel, Ludw., Nadelfabrikant in Aachen. 1885.

Beissel, Pfr. u. Definitor in Metternich bei Weilerswist. 1881.

Bellesheim, Dr., Domvikar in Köln. 1870.

Bendemann, Direktor a. D. der Kunst-Akademie in Düsseldorf. 1866.

Benrath, Ernst, Fabrikdirektor in Düren. 1883.

Berchem, Graf von, Max, kaiserl. deutscher Botschaftsrath, Bayer. Kämmerer und Hauptmann a. D. in Wien. 1881.

Berg, Pet. Jos., Kaplan in Köln. 1881.

Berger, Louis, in Horchheim. 1876.

Berlepsch, Fr. W., Freiherr von, Regierungs-Präsident in Düsseldorf. 1884.

Berrisch, Dr., Pfr. in Heimerzheim bei Weilerswist. 1855.

Bertram, Pfarrer in Dünwald. 1870.

Bibliothek, Königl., in Berlin.

Bibliothek des Gymnasiums in Bonn. 1884.

Bibliothek d. Gymnasiums in Düren. 1884.

Bibliothek des städt. kath. Gymnasiums in Kempen. 1884.

Bibliothek des Progymnasiums in Brühl. 1885.

Biesenbach, G., Rechtsanwalt in Düsseldorf. 1879.

Binz, Dr., Professor in Bonn. 1883.

Blaessen. C., Kaplan in Otzenrath. 1879.

Blankart, von, Eng., in Uerdingen. 1879.

Blinzler, Jos., in Bonn. 1878.

Block, Notar in Kevelaer. 1866.

Bock, A., Dr. iur., Reichstagsabgeordneter in Aachen. 1875.

Bockhof, Dr., Oberlehrer in Köln. 1884.

Boddenberg, W., Pfarrer in Holpe. 1884.

Boden, Dr. med. in Köln. 1884.

Böckeler, H., Stiftsvikar in Aachen. 1885.

Böcking, E., in Mülheim a. Rhein. 1881.

Bone, Dr., Gymnasiallehrer in Düsseldorf. 1882.

Bongartz, Pet., Vikar in Merheim, Kreis Mülheim. 1881.

Bonner Kreisbibliothek. 1870.

Borka, Kaplan in Wormersdorf. 1870.

Bosch, C, Kaufmann in Köln. 1884.

Brachel, Freiherr von, Rentner in Jülich. 1875.

Brand, Kaplan an St. Ursula in Köln. 1871.

Braubach, Dr., Arzt in Köln. 1867.

[45] Braubach, Dr., Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Braun, Kasp., Rektor in Melaten bei Köln. 1881.

Breuer, Oberpfarrer in Blankenheim, Reg.-Bez. Aachen. 1869.

Britz, M. Fl., Vikar in Winterscheid bei Neunkirchen. Siegkreis. 1881.

Brockhoff, Jos., in Essen. 1876.

Brockhoff, Kaplan in Düsseldorf. 1862.

Broicher, W., Dr. med. in Köln. 1884.

Broicher, Amtsrichter in Aldenhoven. 1884.

Bruders, Rektor in Wissen a. d. Sieg. 1885.

Brüll, Aug., Religionslehrer und Vicepräses des Gesellen-Vereins in Köln. 1881.

Brüll, Jos., geistl. Lehrer in Rheinbach. 1884.

Büscher, Dr. iur., Landrichter in Duisburg. 1882.

Büttgenbach, Jos., Rechtsanwalt in Aachen. 1885.

Burger, Pet., Pfarrer in Kreuzweingarten. 1854.

Burtscheid, Stadt. 1884.

Busch, Rektor in Delhoven bei Dormagen. 1871.

Byns, Bürgermeister a. D. in Andernach. 1878.

Caasmann, H., Oberpfarrer in Mettmann. 1884.

Cafitz, Pet., Beamter der Rhein. Volksbank in Köln. 1881.

Cammann, Pfarrer in Wankum. 1855.

Camphausen, Kaplan in Köln. 1884.

Capellmann, Pfarrer in Mündt bei Titz. 1866.

Capellmann, Dr. med. in Aachen. 1885.

Cardué, Stadtrentmeister in Düren. 1883.

Carnap, von, P., Rentner und Gutsbesitzer in Elberfeld. 1884.

Carstanjen, von, Ad., Rentner in Berlin. 1878.

Casaretto, F. J., Kaufmann in Crefeld. 1856.

Caspers, Lehrer in Arloff. 1885.

Chargé, Dr., Schulinspektor a. D. in Köln. 1883.

Claer, von, Eberh., Rentner in Bonn. 1859.

Claessen, geistl. Rektor in Düren. 1883.

Cöllen, von, Th., Dr., Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Commer, Prof. und Musik-Direktor in Berlin. 1859.

Commes, Karl, Kaplan in Königswinter. 1884.

Compes, Justizrath, Rechtsanwalt in Köln. 1854.

Contzen, Kaplan an St. Columba in Köln. 1884.

Contzen, L., Dr., Gymnasialdirektor in Essen. 1884.

Coppenrath, Pfarrer in Millingen bei Rees. 1861.

Cornelius, Dr., Professor an der Universität in München. 1859.

Cornely, Notar in Aachen. 1866.

Correns, Jos., Kaplan in Alfter bei Roisdorf. 1873.

Cottaeus, Jos., Vikar in Ludendorf. 1884.

Courth, August, Assessor a. D. in Düsseldorf. 1866.

Courth, Rechtsanw. in Düren. 1883.

Crefeld, Gymnasial-Bibliothek. 1876.

Crefeld, Stadt. 1882.

Crefeld, Jak., Vikar in Odendorf. 1884.

Cremer, Franz, Historienmaler in Köln. 1884.

Cremer, Gust., in Uerdingen. 1879.

Cremer, Landgerichts-Direktor in Zabern im Elsass. 1869.

Cremer, Pfarrer in Bödingen. 1869.

Cremer, Barth., Pfarrer in Echtz, Kreis Düren. 1854.

Cremer, Pet. Jos., in Engbrück bei Kleinenbroich. 1884.

Dahm, Georg, Kaufmann in Köln. 1884.

Dahmen, Pfarrer in Granterath bei Erkelenz. 1870.

Daniels, Lambert, Kaufmann in Mülheim am Rhein. 1884.

Daniels, Pfarrer in Altenrath bei Troisdorf. 1870.

Decker, Dr., Gymnasial-Oberlehrer in Trier. 1870.

Degen, Amtsrichter in Bonn. 1859.

Degen, Phil., Dr., Oberlehrer am Real-Gymn. in Aachen. 1875.

Deichmann, Th., in Köln. 1884.

Deussen, Dr., Gymnasiallehrer in Linz a. Rh. 1884.

[46] Didolff, Dr., Gymnasial-Oberlehrer in Köln. 1883.

Dieden, Christ., Kaufmann in Uerzig a. d. Mosel. 1879.

Dietzler, Architekt in Düren. 1883.

Ditges, A., Kaplan in Köln. 1879.

Doetsch, Kaplan in Köln. 1870.

Doetsch, Oberbürgermeister in Bonn. 1870.

Dormagen H.[WS 16], Dr. med. in Köln. 1884.

Dorn, Jos. Paul, Rektor in Schaufenberg bei Setterich, Kreis Geilenkirchen. 1874.

Draf, Pfarrer in Wermelskirchen. 1866.

Driessen, Dr., Dechant, Pfarrer in Cleve. 1854.

Dübbers, Kaplan in Derendorf. 1869.

Düren, Stadtbibliothek. 1881.

Düsterwald, Frz. Xav., Kaplan in Köln. 1881.

Düsterwald, P. J., Vikar in Grimlinghausen bei Neuss. 1874.

Dumont, Justizrath, Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Dumont, K., Dr., Domkapitular. 1859.

Dutzenberg, Fr., Goldarbeiter in Crefeld. 1870.

Duven, Bürgermeister in Odenkirchen. 1854.

Dyckmans, Pfarrer in Dülken. 1862.

Eckertz, G., Dr., Professor in Köln. 1854.

Eckgold, R., in Elberfeld. 1884.

Eich, Ferd., Dr. iur., Rechtsanwalt in Bonn. 1880.

Elberfeld, Stadt. 1884.

Eller, Math., Kaplan in Ensen bei Wahn. 1870.

Elven, Justizrath, Rechtsanwalt in Köln. 1866.

Endepols, Notar in Aachen. 1875.

Endert, van. Hub. C., Dr., Kaplan in Bonn. 1879.

Endert, van, Pet., Pfarrer in B.-Gladbach. 1884.

Engels, Hub., Lehrer in Kirchheim bei Flammersheim. 1884.

Ennen, Pfarrer in Schwadorf bei Brühl. 1870.

Erkelenz, Dr., Direktor in Köln. 1870.

Ermter, Kaplan in Kerpen. 1870.

Erner, Dechant u. Pfarrer in Paffendorf bei Bergheim. 1867.

Esch, Corn., Notar a. D. in Köln. 1877.

Eschbach, Pfarrer in Ratingen. 1870.

Eschbach, Dr., Referendar in Düsseldorf. 1884.

Eskens, Josephine, Rentnerin in Bonn. 1882.

Essen, von, Ant. L., Dr., Pfarrer in Neuwerk bei M.-Gladbach. 1859.

Esser, Wilh., Pfarrer in Köln. 1881.

Esser, H., Kaplan in Köln. 1884.

Esser, Karl, Kaplan an St. Foilan in Aachen. 1885.

Fabricius, J. P., Rendant des Priesterseminars in Köln. 1874.

Fastenrath, Joh., Dr., Schriftsteller in Köln. 1880.

Faust, Pfarrer in Plittersdorf. 1884.

Faust, H. iun., in Uerdingen. 1880.

Fegers, Engelb., Sammtwebermeister in Oedt, Kr. Kempen. 1884.

Feldhoff, Hub., Kaplan in Lindlar. 1881.

Ferber, Verwalter der Augenklinik in Düsseldorf. 1881.

Ferdinand, Rektor an der Kapelle der Augustinerinnen an St. Severin in Köln. 1883.

Ferrier, Dr., Religionslehrer in Köln. 1867.

Fersch, Ant., Pfr. in Wahn. 1857.

Festen, S., in Rees. 1884.

Fey, Jos., in Aachen. 1885.

Fingerhuth, Alb., Kaplan in Volmerswerth bei Düsseldorf. 1873.

Fink, Dr., Kaplan in Dünwald. 1884.

Fisch, Kapl. in Esch bei Worringen. 1870.

Fischer, Justizrath, Rechtsanwalt in Köln. 1860.

Fischer, Pfarrer in Essen. 1870.

Fischer, Religionslehrer in Essen. 1870.

Florschütz, Alb., Reg.- u. Schulrath in Köln. 1879.

Fonck, Landrath in Rüdesheim. 1859.

Forst, Karl, Bergwerks-Direktor in Köln. 1884.

Forthmann, Rentner in Lintfort bei Rheinberg. 1854.

Frank, Fr., Pfarrer in Wittlaer bei Kaiserswerth. 1879.

Frantzen, J., Vikar in Röhe bei Eschweiler. 1880.

Frauenrath, H. J., Vikar in Neuukirchen, Siegkreis. 1882.

[47] Freischem, Bern., Notar in Opladen. 1880.

Frieding, Heinr., Fabrikant in Gerresheim. 1878.

Frischen, J., Kaplan in Bonn. 1879.

Fritzen, Dr., Hofkaplan in Dresden. 1862.

Fröhlich, Notar in Köln. 1870.

Fuchs, W., Pfarrer in Welldorf bei Jülich. 1870.

Fuchs, J., Pfarrer in Mechernich. 1870.

Füngling, Amtsrichter in Köln. 1881.

Fürstenberg-Stammheim, Gisb. Eg., Graf von, zu Stammheim bei Mülheim a. Rh. 1885.

Fürstenberg, Freiherr von, Königl. Kammerherr und Landrath in Heiligenhoven. 1884.

Fürstenberg, F. L., Freiherr von, auf Schloss Hugenpoet bei Kettwig. 1885.

Fürth, Freiherr von, Landgerichtsrath a. D. in Bonn. 1858.

Gansz, Dr., Gymnasial-Direktor in Warendorf. 1859.

Georgi, Karl, Universitäts-Buchdrucker in Bonn. 1877.

Gerhartz, J. J., Ackerwirth in Wormersdorf bei Rheinbach. 1870.

Geuenich, Dr. med. in Düren. 1883.

Geuer, Kaplan in Süchteln. 1873.

Geyr, Emil, Freiherr von, zu Arff bei Worringen. 1884.

Geyr-Schweppenburg, Rud., Reichsfreiherr von, auf Schloss Caen bei Straelen. 1878.

Giersberg, Dechant u. Pfarrer in Bedburdyck bei Grevenbroich. 1855.

Giesen, Vikar in Quadrath. 1884.

Gietmann, Pfarrer in Stenden bei Aldekerk. 1857.

Gils, van, Privatgeistlicher in Köln. 1881.

Gisbertz, L. Th., Pfarrer in Obergartzem. 1881.

Gobbers, J., Dr., Referendar in Crefeld. 1884.

Goblet, Kaplan in Köln. 1885.

Göbbels, M. J. H., Kaplan in Köln. 1870.

Goeters, Heinr., Kaufmann in Rheydt. 1885.

Göttingen, Universitäts-Bibliothek.

Gorrissen, J., Kaufmann in Köln. 1884.

Gottschalk, W., Kaufmann in Köln. 1879.

Granderath, Pfr. in Overath. 1870.

Granderath, Pfr. in Niederzündorf. 1870.

Granderath, Amtsrichter in Mettmann. 1881.

Grand-Ry, von, Andr., Rittergutsbesitzer in Eupen. 1879.

Grein, Hub., Dr., Gymnasiallehrer in M.-Gladbach. 1877.

Grevel, Wilh., Apotheker in Steele a. d. Ruhr. 1874.

Grösgen, Kaplan in Ratingen. 1870.

Groote, von, Landrath in Ahrweiler. 1867.

Groote, von, Karl, in Cleve. 1877.

Groote, von, Bürgermeister in Godesberg. 1878.

Groote, von, Rittmeister a. D. in Hermülheim. 1884.

Gross, Dr., Gymnasiallehrer in Kempen. 1870.

Gross, Kaplan in Laurensberg bei Aachen. 1870.

Grotemeyer, Dr., Gymnasial-Oberlehrer in Kempen. 1862.

Grubenbecher, Pfr. in Köln. 1859.

Grubenbecher, Rektor in Coffern b. Linnich. 1878.

Grütering, H., Landgerichtsrath in Cleve. 1879.

Gudden, J. W., Rentner in Cleve. 1859.

Günther, Aug., in Düsseldorf. 1874.

Haanen, Barth., Rentner in Köln. 1884.

Haas, Heinr., Kaplan in Deutz. 1873.

Halley, Bürgerm. a. D. in Geldern. 1854.

Hamel, Robert, Buchhändler in Düren. 1883.

Hamm, Oberstaatsanwalt u. Staatsrath in Köln. 1884.

Hammels, Dechant und Pfarrer in Keyenberg bei Erkelenz. 1857.

Hammelstein, Lehrer in Priesterath bei Jüchen. 1874.

Hammers, Vikar in Engelskirchen.

Hansen, Jos., Dr. phil. in Bonn. 1885.

Hanstein, P., Buchhdlr. in Bonn. 1880.

Hatzfeld-Wildenburg, A., Fürst von, in Calcum. 1884.

Hauck, Kaplan in Erkelenz. 1870.

Hauptmann, Rentner in Bonn. 1870.

[48] Hauptmann, Felix, Dr. iur. in Bonn. 1885.

Hausmann, Vikar in Worringen. 1884.

Havertz, Kaplan in Overath. 1870.

Hax, Fr., Kaufmann in Köln. 1884.

Hax, Pfarrer in Udenbreth. 1884.

Hecking, Dr., Arzt in St. Vith. 1870.

Heesen, H., auf Gut Rossmühle in Hüls bei Crefeld. 1884.

Hegener, A., Direktor in Köln. 1884.

Heggen, Pfarrer in Erkrath. 1859.

Heicks, Gymnasial-Oberlehrer in Köln. 1859.

Heilgers, Rektor in Bonn. 1873.

Heimbach, Dechant, Pfarrer in Rosellen bei Norf. 1867.

Heimendahl, A., Geheimrath, Präsident der Handelskammer in Crefeld. 1870.

Heinen, Pfarrer in Zweifall bei Stolberg. 1859.

Heinrichs, H., Lehrer in Miel bei Odendorf. 1871.

Heinsberg, von, Landrath, Geh. Regierungsrath in Neuss. 1866.

Hendrichs, Oberpfarrer in Köln. 1871.

Hendrichs, Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Hendriks, P. H., Rentner in Goch. 1854.

Henrich, Jakob, Lehrer am Progymnasium in Linz a. Rh. 1884.

Henrichs, L., Kaplan in Nieukerk. 1875.

Herchenbach, Stadtrath in Düsseldorf. 1854.

Hermeling, E. E. H., Pfarrer in Kirspenich bei Münstereifel. 1878.

Hermes, Pfarrer in Münstermaifeld. 1875.

Hermes, Dr., Privatgeistlicher in Köln. 1879.

Hermkes, Oberpfarrer in Meckenheim. 1854.

Hermkes, Edm., Kaufmann u. Beigeordneter in M.-Gladbach. 1877.

Herrmann, Religionslehrer in Essen. 1871.

Hertkens, Kaplan in Viersen. 1877.

Herweg, Herm., Gymnasiallehrer in M.-Gladbach. 1877.

Hespers, geistl. Lehrer in Opladen. 1871.

Heuser, Dr., Domkapit. in Köln. 1856.

Heusgen, Landrichter in Köln. 1885.

Heveling, Dr. med. in M.-Gladbach. 1877.

Heydinger, Pfarrer in Schleidweiler bei Auw. 1854.

Heymer, Senatspräsident in Köln. 1882.

Hilgers, Freiherr von, Alfred, Landgerichtsrath. 1871.

Hilgers, Geh. Regierungsrath, Prof., Dr., Realgymnasial-Direktor a. D. in Aachen. 1858.

Hocker, N., Dr. in Köln. 1881.

Hodenberg, Freiherr von, Regierungsrath in Köln. 1884.

Hölscher, Dr., Gymnasial-Direktor in Recklinghausen. 1857.

Hoeniger, Rob., Dr., Privatdozent in Berlin. 1882.

Hoensbroech, Graf von, Excellenz auf Schloss Haag bei Geldern. 1854.

Hoesch, Viktor, Fabrikant, Kommerzienrath in Düren. 1883.

Höting, Dr., Bischof von Osnabrück. 1862.

Hövel, Freiherr von, Landrath in Essen. 1877.

Hoffsümmer, Karl, Fabrikant in Düren. 1883.

Hofmann, Jos. Alex., Weinhändler in Bonn. 1881.

Hohensee, Pfarrer in Berkum. 1884.

Holtum, von, Kaplan an St. Foilan in Aachen. 1885.

Hompesch, Graf von, Alfred, auf Schloss Rurich bei Linnich. 1861.

Hopmann, Dr., Arzt in Köln. 1881.

Horsch, Wilh., Domvikar in Köln. 1881.

Horster, Aug., in Uerdingen. 1879.

Horten, Karl, Ref. in Kempen. 1881.

Hoster, H., Pfarrer in Uebach. 1885.

Houallet, Kaplan in Schlebusch. 1873.

Hüffer, Alex., Rentner in Bonn. 1881.

Hüllenkremer, Rektor in Limbach. 1884.

Hülskamp, Franz, Dr., Präses in Münster i. W. 1859.

Hülstett, Kaplan in Köln. 1884.

Hüpgen, Pfarrer zum h. Severin in Köln. 1866.

Hürth, Th. H., Kaplan in Poppelsdorf. 1881.

Huntgeburth, Pfarrer in Kendenich. 1874.

[49] Huthmacher, Fr., Pfarrer in Kettwig a. d. Ruhr. 1877.

Huyskens, Pfarrer in Hommersum bei Hassum. 1859.

Jacobi, Serv. Ph., Pfarrer in Grosshau bei Hürtgen. 1878.

Jacobs, Kaplan in Werden. 1871.

Jaegers, Kaplan in Werden. 1871.

Jansen, Pfarrer in Birkesdorf. 1867.

Jansen II, Rechtsanw. in Köln. 1885.

Janssen, Dr., Arzt in Goch. 1867.

Janssen, W. L., Landrath a. D. in Burtscheid. 1879.

Ibels, Jak., Kaplan in M.-Gladbach. 1877.

Illgen, Th., Dr., Assistent am Staats-Archiv in Düsseldorf. 1884.

Immelen, Hub., Chefredakteur in Aachen. 1885.

Joerissen, Jos., Pfarrer in Alfter. 1874.

Joerissen, Rechtsanwalt in Aachen. 1885.

Joerres, P., Dr., Rektor d. höhern Schule in Ahrweiler. 1884.

Joesten, C., Beneficiat in Wipperfürth. 1884.

Joesten, Oberlandesgerichts-Rath in Posen. 1859.

Johnen, Dr. med. in Düren. 1883.

Jost, Dom., in Köln. 1884.

Josten, Amtsgerichtsrath in Kempen. 1884.

Jülich, Kaplan in Lommersum bei Weilerswist. 1869.

Jüngling, Kaplan in Essen. 1869.

Jungbluth, Gutsbes. und Bürgerm. in Mariawalde bei Jülich. 1875.

Junker, Pfarrer in Opladen. 1869.

Juris, Kaplan in Köln. 1884.

Kaifer, Bürgermeister in M.-Gladbach. 1884.

Kaiser, Gust., Professor in Köln. 1884.

Kalff, Pfarrer in Heimbach. 1869.

Kaufmann, Paul, Dr., Gerichts-Assessor in Berlin. 1882.

Kauhlen, in Hemmerden b. Wevelinghoven. 1873.

Kaulen, Dr., Prof. in Bonn. 1871.

Keller, Rektor in Hünshoven. 1871.

Kellner, Dr., Prof. der Theologie in Bonn. 1882.

Kellner, Otto, Ingenieur in Deutz. 1884.

Kern, Alb., in Aachen. 1885.

Kerzmann, Rektor in Stommelerbusch. 1871.

Kessel, Dr., Stiftsherr in Aachen. 1859.

Kesselkaul, Ed., Stadtrath u. Tuchfabrikant in Aachen. 1885.

Kessels, Dr., Rektor in Königswinter. 1856.

Keulen, Dr., Gymnasial-Oberlehrer in Düren. 1883.

Keussen, Herrn., Dr., Schulinspektor in Crefeld. 1856.

Keysser, A., Dr. iur. in Köln. 1881.

Kirchhartz, Dr., Arzt in Unkel. 1875.

Kirsch, Amtsrichter in Gerresheim. 1885.

Kirschbaum, Dr., Rektor in Pützchen. 1884.

Kisselstein, Pfarrer in Wesel. 1862.

Klaes, Rektor in Pempelfort b. Düsseldorf. 1862.

Klein, Dr., Domdechant in Limburg a. d. Lahn. 1880.

Klein, Edm., Kaplan in Uerdingen. 1879.

Klein, Justizrath in Bonn. 1869.

Kleinen, W., Religionslehrer in Köln. 1884.

Kleinheidt, Dr., Domkapitular und Präses des Priesterseminars in Köln. 1871.

Klemme, Kaufmann in Neersen bei Crefeld. 1885.

Klever, Fr. W., Bergwerksbesitzer in Köln. 1884.

Klinkenberg, Dr., Arzt in Aachen. 1885.

Klöckner, C., Buchdrucker in Kempen a. Rh. 1884.

Knein, Notar in Neuss. 1866.

Knepper, Vikar in Mündt. 1884.

Knop, Pfarrer in Walberberg. 1884.

Koch, Pfarrer in Beyenburg, Kreis Lennep. 1869.

Koch, Heinr. Hub., Divisionspfarrer in Frankfurt a. M. 1879.

Koch, Maurermeister in Köln. 1871.

Kochs, Amtsrichter in Köln. 1884.

Kocks, Pfarrer in Kirchtroisdorf bei Bergheim. 1866.

Köhler, J., Dr., Gymnasialdirektor in Emmerich. 1884.

Kölleng, Kaplan in Köln. 1884.

Köln, Stadtbibliothek.

Könen, Fr., Prof. und Domkapellmeister in Köln. 1881.

König, Aug., Dr., Arzt in Köln. 1884.

[50] Koenig, Pfarrer in Sechtem. 1866.

Koerfer, Rektor in Erkelenz. 1869.

Koll, Gymnasiallehrer in Linz am Rhein. 1862.

Kounen, Isaak, Kaufm. in Kempen. 1869.

Krafft, Dr., Konsistorialrath u. Prof. an der Universität in Bonn. 1866.

Krah, Gymnasiallehrer in Andernach. 1882.

Kramer, Konr. Jos., Bildhauer in Kempen. 1869.

Kraus, Dr., Prof. in Freiburg i. Br. 1862.

Krebs, Dr., Rentner in Köln. 1854.

Kreisch, Lehrer am Progymnasium in Erkelenz. 1876.

Kreuder, Pfarrer in Traar. 1869.

Kreutzer, Ant., Buchhändler in Aachen. 1878.

Kreutzwald, Dr., Privatgeistlicher in Commern. 1881.

Kribben, Dechant und Pfarrer in Düsseldorf. 1884.

Krichels, Kreisthierarzt in Düren. 1883.

Krüth, Fr., Kaplan in M.-Gladbach. 1877.

Kuefen, Kaplan in Viersen. 1873.

Kühlwetter, M., Rektor in Bracht. 1884.

Küpper, Dr., Kaplan in Bonn. 1879.

Küppers, Rektor in Rath bei Nörvenich. 1884.

Kürten, J. B., Rentner in Köln. 1884.

Kufferath, Rechtsanwalt in Düren. 1883.

Kurth, Wilh., Stationsvorsteher in Kirberg. 1884.

Kurtz, Dr., Arzt in Düsseldorf. 1874.

Kuttenkeuler, Kaplan in Düsseldorf. 1871.

Lambertz, Jos., Pfarrer in Heppendorf. 1885.

Lambertz, Pfarrer in Süchteln. 1866.

Lambertz, H., Vikar in Broichhausen bei Unkel. 1881.

Landsberg-Velen und Gemen, Graf von, Friedrich, auf Schloss Gemen b. Borken in Westf. 1862.

Lefranc, Pfarrer in Crefeld. 1870.

Lefrère, L., Kaufmann in Köln. 1884.

Leiden, Franz, D., Königl. niederländ. Konsul in Köln. 1884.

Leidgens, Vikar in Mintard. 1884.

Lekeu, Definitor u. Pfarrer in Sürdt. 1884.

Lelotte, Oberpfarrer in M.-Gladbach. 1867.

Lemmen, A. V., Vikar in Bensberg. 1884.

Lempertz, Rentner in Bonn. 1871.

Lenders, Bürgermeister und Gutsbesitzer in Königsdorf. 1859.

Lennartz, Jos., Sakristanpriester am Münster in Aachen. 1885.

Lentzen, Pfr. in Euskirchen. 1866.

Lerique, Vikar in Brühl. 1873.

Ley, von, Notar in Köln. 1884.

Leydel, Joh., Rentner in Bonn. 1877.

Leyen-Bloemersheim, Freifrau von der, geb. Freiin von Haynau, auf Schloss Bloemersheim bei Vluyn, Kreis Moers. 1862.

Lieppert, Joh., Kaufmann in Niederzündorf. 1871.

Liesen, Heinr., Kaplan in M.-Gladbach. 1877.

Liesen, Pet., Rektor in Eschweiler. 1884.

Linden, Pfarrer in Köln. 1881.

Lingens, Aug. in Aachen. 1885.

Lingens, Jos., Dr., Stadtrath und Mitglied des Reichstags in Aachen. 1885.

Loë, Graf von, auf Schloss Wissen bei Weeze. 1855.

Loë, Freiherr von, Felix, auf Terporten bei Goch. 1854.

Loë, Freiherr von, Landrath in Siegburg. 1884.

Loë, Freiherr von, Fr., zu Longenburg bei Königswinter. 1881.

Loerper, Kaplan in Brühl. 1883.

Loersch, Arth., Kaufm. in Aachen. 1866.

Lohmann, Pfarrer in Richterich. 1871.

Lommerzheim, Kaplan in Hückeswagen. 1871.

Longard, Landgerichtsrath a. D. in Aachen. 1885.

Lorenzi, de, Dr., Domkapitular in Trier. 1882.

Lossen, M., Dr., Sekretär der Akademie der Wissenschaften in München. 1884.

Lucas, Franz, Dr., Arzt in Erkelenz. 1875.

Lucius, Rentner in Aachen. 1877.

[51] Ludwigs, H., Dr. theol., Kaplan in Köln. 1881.

Lücker, Pet., in Uerdingen. 1879.

Lückerath, Wilh., Kaplan in Waldenrath bei Heinsberg. 1875.

Lülsdorff, von, Hauptmann a. D., Bürgermeister in Callies in Pommern. 1874.

Lützenkirchen, H., Buchhändler in Wiesbaden. 1880.

Maassen, Pfr. in Hemmerich. 1871.

Macherey, Kaplan in Ippendorf bei Bonn. 1871.

Maier, Heinr. Joh. Bapt., Kaplan in Caster bei Bedburg. 1875.

Marchand, J., Architekt in Köln. 1884.

Marx, Math., Pfarrer in Roesrath. 1877.

Marx, Joh. Theod., Pfr. in Berzdorf bei Brühl. 1874.

Matthaei, Amtsrichter in Düren. 1883.

Mayer, Julius, Justizrath in Bonn.

Mechenich, M., Pfarrer in Arsbeck bei Wegberg. 1884.

Meegen, van, Pfarrer in Camp bei Rheinberg. 1859.

Mehliss, Eug., Apotheker in Linz a. Rh. 1878.

Meisen, Frz., Kaufmann in Lindenthal bei Köln. 1881.

Melchers, Leonard, Rektor in Köln. 1882.

Meller, P. R., in Köln. 1885.

Menden, H., Semin.-Direktor in Pfalzburg i. Eis. 1871.

Menden, Dr., Gymnasial-Oberlehrer in Münstereifel. 1884.

Menken, Kl. Aug., Landgerichtsrath in Köln. 1879.

Menzel, Dr., Professor in Bonn. 1880.

Merkens, Frz., Kaufmann in Köln. 1881.

Mertens, Kaplan auf Schloss Arft bei Worringen. 1871.

Mertens, J. Pet., Kaplan in Köln. 1882.

Mertens, Gust., Prokurist in Köln. 1881.

Mertz, Rein., Kaplan in M.-Gladbach. 1877.

Meulenbergh, Amtsgerichtsrath in Remscheid. 1878.

Meurin, Ferd., Dechant und Pfarrer in Adenau. 1879.

Mevissen, Gust. von, Staatsrath u. Geh. Kommerzienrath in Köln. 1866.

Meyer, H., Dr., Senatspräsident, Geh.-Ober-Justiz-Rath in Köln. 1884.

Michels, Gustav, Kommerzienrath in Köln. 1884.

Michels, Jos., Stadtrath u. Gastwirth in Aachen. 1885.

Milz, Dr., Gymnasial-Direktor in Köln. 1859.

Minartz, Hub. Theod. Aeg., Pfr. in Godesberg. 1878.

Minderop, H., in Köln. 1884.

Mirbachsche-Gräfliche-Bibliothek auf Schloss Harff. 1862.

Mischel, J. J., Vikar in Jülich. 1873.

Mitscher, Landgerichts-Direktor in Köln. 1884.

Moest, Bildhauer in Köln. 1884.

Mohr, Prof., Dombildhauer in Köln. 1866.

Mooren, Bürgermeister in Eupen. 1854.

Mooren, Dr., Geh. Sanitätsrath, Direktor der Augenklinik in Düsseldorf. 1856.

Mosler, H., Dr., Prof. in Trier. 1878.

Movius, Bankdirektor in Köln. 1866.

Müllemeister, P., Dr. phil. in Kempen. 1879.

Müllenmeister, Th., Kaufmann in Aachen. 1874.

Müller, H. J., Kapl. an St. Maria in der Kupfergasse in Köln. 1862.

Müller, Pfarrer in Nürtingen in Württemberg. 1859.

Müllers, Kaplan in Essen. 1871.

Münster, Andr., Notar in Brühl. 1881.

Nagelschmitt, Oberpfr. in Zülpich. 1856.

Nathan, Bürgermeister a. D. in Heinsberg. 1875.

Nauen, Wilh., Kaufm. in Düren. 1883.

Nelles, Pfarrer in Cörrenzig. 1866.

Nelles, Math., Kaufm. in Köln. 1875.

Nellessen,Franz, Dr.iur. in Aachen, 1885.

Nellessen, Th., Stadtrath in Aachen. 1885.

Nellinger, Notar in Dülken. 1866.

Neu, Dechant, Oberpfr. in Bonn. 1859.

Neu, J. P., Rentner auf Gut Hecke bei Reusrath. 1879.

Neuenahr, Direktion des Bades. 1866.

Neuhöfer, Leop., Pfarrverwalter in Eschweiler. 1880.

Neumann, Joseph, Vikar in Fischenich. 1883.

[52] Nissen, Pfarrer in Birgden bei Gangelt. 1871.

Nöcker, Pfarrer zum h. Jakob in Köln. 1857.

Nöthen, Pfarrer in Kleinenbroich bei M.-Gladbach. 1871.

Nottebaum, Pfarrer in Aachen. 1871.

Nücker, Notar in M.-Gladbach. 1875.

Oberdörffer, Landdechant und Pfr. in Winterscheid bei Neunkirchen. 1871.

Odenthal, Privatgeistlicher in Mülheim a. Rh. 1882.

Oehmen, Ad., Kaplan in M.-Gladbach. 1877.

Oestreich, Pfarrer in Miel bei Odendorf. 1873.

Oidtman, von, Ernst, Prem.-Lieut. im Garde-Grenad.-Reg. Metz. 1878.

Olbertz, Karl, Amtsrichter in Münstermaifeld. 1881.

Oppenheim, Dagobert, Geh. Regierungsrath in Köln. 1866.

Oppenheim, Freiherr von, Albert, Königl. Sächsischer General-Konsul in Köln. 1884.

Oppenheim, Freiherr von, Eduard, k. k. Oesterr.-Ungar. Gener.-Konsul in Köln. 1884.

0ppenhoff, Landgerichts-Präsident in Aachen. 1859.

Oster, H., Stadtrath in Aachen. 1885.

Ostlender, Hub., Domvikar in Köln. 1881.

Otto, Dr., Gymnasiai-Oberlehrer in Paderborn. 1871.

Overhamm, Fr., Apotheker in Werden. 1877.

Pannes, H., Kaplan in Hohenbudberg. 1885.

Pape, Oberlandesgerichts-Rath in Köln. 1885.

Pastor, Ludw., Dr., Professor in Innsbruck. 1881.

Pauli, Reg.-Ass. a. D. in Gross-Königsdorf. 1860.

Pauls, Apotheker in Bedburg. 1874.

Paulus, Pfarrer in Altenkirchen. 1866.

Pauly, Pfarrer in Crefeld. 1871.

Pauly, Dr., Rektor in Montjoie. 1862.

Peiffer, Dr., Vikar in Rosellen bei Norf. 1871.

Peil, J. A. G., Rektor in Altenberg bei Odenthal. 1880.

Peltzer, Dr., Religionsl. in Köln. 1871.

Pelzer, Ludw., Oberbürgermeister in Aachen. 1862.

Perpeet, Hub. Heinr., Pfarrer in Burg a. d. Wupper. 1873.

Pesch, G. A. Vikar in Zülpich. 1885.

Petry, C. D., Weinhändler in Crefeld. 1884.

Philipp, C. A., Architekt in Köln. 1884.

Pick, Rich., Stadt-Archivar in Aachen. 1857.

Pickel, Casp., Architekt in Düsseldorf. 1880.

Piel, Pet., Kaplan in Gerresheim. 1874.

Pillartz, H., Brauereibesitzer in Köln. 1884.

Pingsmann, Dr., Subregens im Seminar in Köln. 1873.

Planker, Oberpfarrer in Aachen. 1867.

Plenkers, Jos., Vikar in Troisdorf. 1881.

Plum, Hub., Vikar in Birk b. Siegburg. 1880.

Pohl, Dr., Gymnasial-Direktor in Münstereifel. 1874.

Portz, Urb., Kaplan in Gerresheim. 1878.

Posthofen, Apoth. in Düren. 1883.

Pschmadt, Jos., Lehrer in Aachen. 1885.

Pulfrich, Gust., in Crefeld. 1884.

Quack, Wilh., Direktor in M.-Gladbach. 1877.

Radermacher, H. J., Vikar in Reifferscheid, Kr. Schleiden. 1873.

Radziwill, Prinz Edm., Kaplan in Ostrowo. 1878.

Rath, Vikar in Hürth. 1884.

Ratjen, Landrichter in Köln. 1879.

Real-Gymnasium in Crefeld. 1884.

Reichensperger, August, Dr., Appellationsgerichts-Rath a. D. in Köln. 1854.

Reichensperger, Landrichter in Köln. 1884.

Reiners, Maler in Lobberich. 1884.

Reistorff, Kornelius, Kaufmann und Antiquar in Neuss. 1854.

Remelé, Oberlandesgerichts-Rath in Köln. 1884.

Renesse, Graf von, Theodor, auf Schloss Schonbeck bei Bilsen. 1871.

Rensing, Franz, Referendar in Münster i. W. 1884.

Reumont. Dr., Geh. Sanitätsrath in Aachen. 1854.

[53] Reuss, A., Dr., Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Reuter, Dr., in Zülpich. 1876.

Rey, A. H., Vikar in Königswinter. 1875.

Reyners, Arn., Gymn.-Religionsl. in M.-Gladbach. 1877.

Rheinbach, Stadtbibliothek. 1882.

Rheins, Ludw., Kaufmann in Neuss. 1871.

Rhoen, Karl, Architekt in Burtscheid. 1885.

Richartz, Oberpfr. in Eupen. 1861.

Richter, K., Bankdirekt. in Köln. 1884.

Richter, Stadtbaumeister in Aachen. 1885.

Ridder, Viktor, Pharmazeut in Neuss. 1885.

Rieth, Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Roderburg, Kaplan in Linnich. 1871.

Roelen, Dr. med. in Düren. 1883.

Roesen, Dr., Pfarrer in Ruhrort. 1855.

Röttgen, Georg, in Köln, 1884.

Ropertz, P. J., Pfarrer in Ehrenfeld. 1877.

Rosbach, O., Gymnasiallehrer in Bonn. 1881.

Rosellen, Rob. Wilh., Pfarrer in Fischenich bei Brühl. 1856.

Rosellen, Pfarrer in Oberdrees bei Rheinbach. 1859.

Rossum, van, Dr. med. in Cleve. 1874.

Rottländer, Osw., Kaufm. in M.-Gladbach. 1877.

Rüpgen, Wilh., Kaplan in Honnef. 1881.

Rumpel, Apoth. in Düren. 1883.

Saedt, Geh. Ober-Justizrath in Köln. 1857.

Sänger, Dechant, Oberpfarrer in Kerpen. 1867.

Salentin, Maler in Düsseldorf. 1871.

Salm-Reifferscheid-Dyck, A., Fürst und Altgraf zu Schloss Dyck b. Grevenbroich. 1884.

Salm-Salm, Fürstliche Archiv-Verwaltung in Anholt. 1884.

Samans, Dechant und Pfarrer in Küdinghoven. 1866.

Sandkaulen, Rektor in Stürzelberg. 1884.

Sandt, von, Landrath in Bonn. 1866.

Sauvage, Pfarrer in Huckingen bei Grossenbaum. 1871.

Schaaffhausen, Dr., Geh. Medicinalrath und Professor an der Universität in Bonn. 1866.

Schaefer, Laurenz, Maler in Düsseldorf. 1871.

Schäfer, Kaplan in Crefeld. 1884.

Schaeffer, General-Präses in Köln. 1869.

Schaffrath, Stadtrath in Aachen. 1885.

Schallenberg, Pet. Jos., Brennereibesitzer in Köln. 1884.

Schaps, Pfarrer in Osterath. 1871.

Scheben, Ant. Hub., Bierbrauereibesitzer in Köln. 1871.

Scheben, Wilh., Rentner und Landtagsabgeordneter in Köln. 1866.

Schefer, Kaufmann in Aachen. 1885.

Scheidemacher, K., Dr., Stiftsvikar in Aachen. 1885.

Schein, Kaplan an St. Mauritius in Köln. 1874.

Scheltenbach, Pfarrer in Gummersbach. 1871.

Schenk, Eduard, Justizrath, Rechtsanwalt in Köln. 1854.

Schepers, L., Rektor in Crefeld. 1884.

Scherer, Notar in Kempen. 1859.

Schervier, H., Stadtrath in Aachen. 1885.

Scheuer, Notar in Jülich. 1875.

Sehiedges, Dr. med. in M.-Gladbach. 1877.

Schilling, Bald. Jos., Justizrath, Rechtsanwalt in Köln. 1881.

Schillings, Strafanstaltsgeistlicher in Köln. 1884.

Schlecht, Jak., Vikar in Menden bei Troisdorf. 1881.

Schlechtendal, von, Hauptmann a. D. in Düsseldorf. 1872.

Schleiden, Arresthauspfr. in Düsseldorf. 1866.

Schlömer, Dr., Pfarrer in Duisdorf b. Bonn. 1871.

Schlossmacher, Kaplan an St. Peter in Köln. 1866.

Schlünkes, Alb., Vikar in Berrendorf. 1885.

Schlünkes, Dr., Progymnasial-Rektor in Rheinbach. 1884.

Schmelz, Beneficiat in Lülsdorf bei Rheidt a. d. Sieg. 1871.

Schmidt, Pfarrer in Crefeld. 1867.

Schmitz, Dechant und Pfarrer in Siegburg. 1866.

[54] Schmitz, Pfarrer in Lich bei Steinstrass. 1869.

Schmitz, J., Rektor in Flittard. 1884.

Schmitz, Landrath in M.-Gladbach. 1884.

Schmitz, Pfr. in Herzogenrath. 1870.

Schmitz, Kaplan in Raeren. 1871.

Schmitz, Arn. Ant., Vikar in Nothberg. 1875.

Schmitz, Dr., Kaplan in Düsseldorf. 1862.

Schmitz, Karl, Stadtrath in Aachen. 1885.

Schmitz, Theod., Kaufmann in Jülich. 1875.

Schmitz, Franz, Architekt in Köln. 1871.

Schmitz, H., Rektor in Eschweiler bei Dremmen. 1880.

Schmitz, Ant., Dr., in Bonn. 1879.

Schmitz, Jac. iun., Kaufmann in Köln. 1879.

Schmitz, Wilh., Dr., Direktor des Kaiser-Wilh.-Gymnasiums in Köln. 1881.

Schneider, Dr., Professor in Düsseldorf. 1855.

Schnitzler, Melchior, in Düren. 1883.

Schnoch, Kaplan an St. Adalbert in Aachen. 1885.

Schnütgen, Em., Direktor in Eupen. 1884.

Schoenen, Rektor in Oberbilk. 1871.

Scholten, R., Dr., Kaplan in Cleve. 1878.

Scholten, F. A., I. Seelsorger in Hüls b. Crefeld. 1885.

Scholten, Gutsbesitzer in Grind bei Xanten. 1860.

Schorlemer-Alst, Rudolf, Freiherr von, Assessor in Bonn. 1884.

Schorlemer, Freiherr von, in Metternich. 1884.

Schotten, Kaplan in Köln. 1884.

Schrammen, Pfr. in Krekel bei Reifferscheid. 1873.

Schraven, Dr., in Goch. 1883.

Schroeder, Dr., Pfarrer in Jülich. 1875.

Schroeder, Dr., Professor an der Universität in Strassburg i. Els. 1866.

Schroeder, Chr., Rendant in Steele a. d. R. 1878.

Schruff, Dr., in Neuss. 1873.

Schulgen, Fr., Gutsbesitzer in Köln. 1884.

Schumacher, Pfr. in Sinzenich. 1871.

Schumacher, Stadtrath in Crefeld. 1870.

Schumacher, H., Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Schumacher, Heinr., Kaplan an St. Gereon in Köln. 1881.

Schuster, Dr. med. in Aachen. 1885.

Schuylen, Franz, Steuerempfänger in Düsseldorf. 1874.

Schwann, Dr., Sanitätsrath in Godesberg. 1875.

Schwann, Verlagsbuchhändler und Buchdruckereibesitzer in Düsseldorf. 1855.

Schweinem, Rektor in Linde. 1884.

Sels, Dr. in Neuss. 1856.

Siegen, Joh., in Köln. 1884.

Silberkuhl, Wilh., Dr., Privatgeistlicher in Kreuzberg bei Bonn. 1883.

Sonanini, Dr. med. in Düren. 1883.

Sonnenschein, Karl, Kaplan in Düsseldorf. 1873.

Spee, Wilderich, Graf von, in Maubach bei Kreuzau. 1884.

Spee, F., Graf von, Königl. Kammerherr in Heltorf. 1884.

Spee, Dr., Gymnasiall. in Bonn. 1871.

Spies-Büllesheim, Edm., Freiherr von, auf Schloss Hall bei Baal. 1871.

Spürck, Math., in Gressenich bei Hastenrath. 1884.

Staats-Archiv, Königl. in Coblenz. 1884.

Staats-Archiv, Königl. in Münster i. W. 1884.

Staats-Archiv, Königl. in Wetzlar. 1885.

Stadler, Geh. Reg.-Rath in Luxemburg. 1874.

Statz, Justizrath, Rechtsanwalt in Aachen. 1857.

Steenaerts, Pfarrer in Nettesheim. 1871.

Steiger, Jos., Kaplan in Köln. 1878.

Stein, Pfarrer in Hoisten bei Neuss. 1871.

Stickelbrucks, H., Vikar in Oberdollendorf. 1885.

Stolberg, Stadt. 1884.

Stoll, W. Th. J., Vikar in Ersdorf. 1871.

[55] Stolten, Pfarrer in Unkel. 1884.

Straeten, van der, Edmund iun., in Köln. 1875.

Sträter, Dr., Arzt in Aachen. 1866.

Strauven, Notar in Düsseldorf. 1856.

Strauven, Karl, Amtsrichter in Neuss. 1870.

Stremme, Heinr., in Crefeld. 1884.

Strepp, Pfarrer in Satzvey. 1873.

Stroux, Oberpfarrer in Montjoie. 1873.

Stübben, Stadtbaumstr. in Köln. 1884.

Tannert, R., Dr., Redakteur der Oldenb. Zeitg. in Oldenburg. 1882.

Tendyk, Gymnasiallehrer in Köln. 1861.

Tenhoff, Ferd., Dr., Arzt in Köln. 1875.

Terwelp, Dr., Gymn.-Religionslehrer in Andernach. 1882.

Terwindt, Pfarrer in Herven und Aerdt in Holland. 1855.

Teus, Kaplan an St. Peter in Aachen. 1885.

Theisen, Domvikar in Köln. 1871.

Theisen, Heinr., in Uerdingen. 1879.

Thissen, Pfr. in Müngersdorf. 1884.

Thönissen, Kaplan in Traar bei Uerdingen. 1873.

Thomas, Stadtdechant und Pfarrer zum h. Mauritius in Köln. 1854.

Thomé, Arthur, Dr. med. in Köln. 1882.

Thomes, Bauuntern. in Köln. 1877.

Thurn, Notar in Köln. 1884.

Tibus, Domkapitular in Münster i. W. 1859.

Tönissen, Rektor in Essen. 1875.

Trimborn, B., Rechtsanwalt in Köln. 1884.

Trimborn, Korn., Justizrath, Rechtsanwalt in Köln. 1885.

Trott zu Solz, Baron, Landrath in Jülich. 1883.

Tücking, K., Dr., Gymnasialdirektor in Neuss. 1884.

Uckermann, H., in Köln. 1776.

Underberg-Albrecht, H., Rittergutsbesitzer in Rheinberg. 1884.

Unkel, Karl, Kaplan an St. Maria dell Anima in Rom. 1871.

Van der Schaaf, J. H. L., in Utrecht. 1884.

Velten, Lic, Pfarrer zum h. Andreas in Köln. 1871.

Verres, Franz, Hauptlehrer in Neersen bei M.-Gladbach. 1878.

Viehoff, Ed., Stiftsvikar in Aachen. 1885.

Vielvoye, Oberlandesgerichts-Rath in Köln. 1875.

Vierschilling, Pfarrer in Rocherath. 1871.

Vincken, Pfarrer in Schwarzrheindorf. 1871.

Vleuten, van, F., Rentner in Bonn. 1880.

Vogel, Bernh., Gymnasiallehrer in Düren. 1881.

Vogel, Wilh. H., Vikar in Lindlar. 1878.

Vogel, Dr. med. in Köln. 1884.

Vogelgesang, Karl, Buchhändler in Aachen. 1875.

Vorstand des Düsseldorfer Geschichtsvereins. 1885.

Voshege, Kaplan in Bonn. 1877.

Voss, Hofbuchdrucker in Düsseldorf. 1874.

Vossen, Otto, Dr. med. in Aachen. 1885.

Vraetz, Pfarrer in Boklemünd. 1871.

Wach, Jos., Prokurist der Kölner Hypothekenbank in Köln. 1881.

Wagner, Notar in Mülheim a. Rh. 1866.

Wasmer, Rektor in Bergheim. 1884.

Wassong, Pfarrer in Stockheim. 1873.

Wegeler, Kommerzienrath in Coblenz. 1884.

Weinand, Dr., Gymnasiallehrer in Neuss. 1869.

Weinhagen, Napoleon, Dr. in Köln. 1859.

Weishaupt, Dechant in Widdersdorf. 1883.

Wendtlandt, Kaplan an St. Kreuz in Aachen. 1885.

Wenge-Wulffen, Freiherr von, zu Haus Overbach b. Jülich. 1875.

Werth, Joh., Kuratpriester in Bonn. 1876.

Wesselmann, H., Rektor der höhern Schule in Hüls. 1884.

Wetschky, Ed., in Elberfeld. 1884.

Wiedemann, Dechant und Pfarrer in Odenkirchen. 1871.

Wiese, Math., in Bredeneiy b. Werden. 1873.

Wiethase, H., Baumeister in Köln. 1884.

[56] Wilhelms, Dr. med. in Düren. 1883.

Wilkens, Bürgermeister in Buir bei Düren. 1883.

Will, Jos., Wirth in M.-Gladbach. 1877.

Winterschladen, Jos., Landgerichtsrath a. D. in Liblar b. Brühl. 1885.

Wirtz, Rentmeister auf Schloss Harff bei Bergheim. 1876.

Witteler, Frz., Domvikar in Köln. 1881.

Wolff, Theod., in Köln. 1879.

Wolff, Pfarrer in Niehl bei Köln. 1856.

Wolff, Kaplan in Calcar. 1856.

Wolfs, Heinr., Kaufmann in Köln. 1884.

Wüllenweber, Freiherr von, auf Schloss Myllendonk bei M.-Gladbach. 1859.

Würz, Karl, Dr., Gymnasiallehrer in Köln. 1884.

Zaun, Pfarrer in Lövenich bei Zülpich. 1871.

Zell, Vikar in Wissen a. d. Sieg. 1884.

Zimmermann, Karl, beig. Bürgermeister in Aachen. 1866.

Zohren, Franz, Kaplan in Erkelenz. 1880.

E. Vereine, mit welchen der historische Verein für den Niederrhein in Schriftenaustausch steht.

Aachener Geschichtsverein.

Altenburg. Geschichts- und Alterthumsforschende Gesellschaft des Osterlandes.

Bamberg. Historischer Verein für Oberfranken.

Basel. Historische und Antiquarische Gesellschaft. 1885.

Bergues. Société de l’hist. et des beaux arts de la Flandre maritime de France.

Berlin. Gesammtverein der deutschen Geschichts- u. Alterthumsvereine.

Berlin. Verein für Geschichte der Mark Brandenburg.

Berlin. Deutscher Herold.

Bistriz in Siebenbürgen. Direction der siebenbürg.-sächs. Gewerbeschule.

Bonn. Verein von Alterthumsfreunden im Rheinlande.

Bremen. Künstlerverein für Bremische Geschichte und Alterthümer.

Christiania. Kon. Norw. Universität.

Corbach. Verein für die Geschichte des Fürstenth. Waldeck und Pyrmont.

Darmstadt. Historischer Verein für das Grossherzogthum Hessen. 1883.

Donaueschingen. Der Bär. Verein für Geschichte und Naturgeschichte.

Dunkerque. Comité Flamand.

Elberfeld. Bergischer Geschichtsverein.

Essen. Historischer Verein für Stadt und Stift.

Frankfurt a. M. Verein für Geschichte und Alterthumskunde.

Frauenburg. Historischer Verein für die Geschichte Ermelands.

Freiberg in Sachsen. Freiberger Alterthumsverein.

Freiburg im Breisgau. Historischer Verein.

Freiburg im Breisgau. Schau’ in’s Land.

Gent. Société Royale de littérature et des beaux arts.

Graz. Historischer Verein für Steiermark.

Hall a. d. Kocher (Schwäbisch Hall). Historischer Verein für das Württembergische Franken.

Halle a. d. S. Thüring.-sächs. Geschichts- und Alterthumsverein.

Hanauer Bezirksverein für Hessische Geschichte und Landeskunde.

Hannover. Historischer Verein für Niedersachsen.

Hermannstadt. Verein für Siebenbürgische Landeskunde.

Hohenlauben. Voigtländischer, alterthumsforschender Verein.

Jena. Verein für Thüringische Geschichte.

Innsbruck. Ferdinandeum.

[57] Kiel. Gesellschaft für Schlesw.-Holst.-Lauenburgische Geschichte.

Klagenfurt. Geschichtsverein für Kärnthen.

Köln. Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde.

Landshut. Historischer Verein für Niederbayern.

Leiden. Maatschappij der Nederlandsche Letterkunde. 1885.

Leipa in Böhmen. Nordböhmischer Excursions-Club. 1884.

Lüneburg. Alterthumsverein.

Luxemburg. Société pour la recherche et la conservation des monuments histor. dans le Grand-Duché de Luxembourg.

Luzern. Historischer Verein der fünf Orte Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug.

Mainz. Verein zur Erforschung der Rheinischen Geschichte und Alterthümer.

Marienwerder. Historischer Verein für den Regierungsbezirk Marienwerder.

Meissen. Verein für Geschichte der Stadt Meissen.

München. Historischer Verein von Oberbayern.

Neuburg a. d. Donau. Historischer Verein.

Nürnberg. Germanisches Museum.

Oberlahnstein. Rhenus, Lahnsteiner Altertumsverein. 1884.

Osnabrück. Verein für Osnabrück’sche Geschichte und Landeskunde.

Paderborn. Verein für Geschichte und Alterthumskunde Westfalens in Paderborn und Münster.

Posen. Historische Gesellschaft.

Prag. Verein für Geschichte der Deutschen in Böhmen.

Raigern, Stift, bei Brünn. Redaction der Studien und Mittheilungen des Benedictiner- und Cistercienser-Ordens.

Regensburg. Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg.

Rheinberg (Reg.-Bez. Düsseldorf). Verein von Geschichtsfreunden.

Riga. Gesellschaft für Geschichte und Alterthumskunde der Ostsee-Provinzen Russlands.

Roda (Sachsen-Altenburg). Verein für Geschichts- u. Alterthumskunde. 1885.

Saarbrücken. Historischer Verein für die Saargegend.

Schmalkalden. Verein für Hennebergische Geschichte und Landeskunde.

Sigmaringen. Verein für Geschichte und Alterthumskunde in Hohenzollern.

Speyer. Historischer Verein der Pfalz.

Stockholm. Akademie der Wissenschaften.

Trier. Gesellschaft für nützliche Forschungen.

Wiesbaden. Verein für Nassauische Alterthumskunde u. Geschichtsforschung.

Würzburg. Historischer Verein für Unterfranken und Aschaffenburg.

Anmerkungen

  1. Man möchte hier wohl an die Alteburg denken, ein ehemaliges römisches Kastell, halbwegs zwischen Rodenkirchen und Köln.
  2. Dazu dürfte besonders das Tanzhaus Gürzenich gehören, dessen Nichterwähnung um so befremdlicher erscheint, als eben in dem Jahre 1531, vor Haselbergs Ankunft in Köln, eine grosse Festlichkeit zu Ehren des anwesenden Kaisers Karl V. daselbst stattgefunden hatte.
  3. Vgl. meine 1864 bei R. Weigel in Leipzig erschienene Monographie, sowie das 1884 im Verlag von J. A. Barth daselbst gefolgte Nachträgeheft.

Anmerkungen (Wikisource)