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Insel Reichenau

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Textdaten
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Autor: Gustav Schwab
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Titel: Insel Reichenau
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aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 53–54
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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[53]
Insel Reichenau.

Die jetzt so liebliche Reichenau war ehemals (724 n. Chr.) noch ein von schädlichem Gewürme bewohntes, wildes Eiland, das in dem Gebiete eines Austrasischen Landvogtes, Namens Sintleoz (Sintlas) lag, welcher gegenüber, auf einer wahrscheinlich nach ihm benannten Burg (später Sandeck genannt) oberhalb Bernang am Untersee, seßhaft war. Sie hieß schlechthin die Aue, auch die Sintlas-Au[1]. Dorthin schickte der Austrasische Hausmajer Karl Martell den helvetischen Bischof Priminius aus Winterthur, um eine christliche Pflanzstätte zu gründen. Der Bischof erhielt von Sintlas Wohnung, reinigte das Eiland von den Schlangen und gründete eine Abtei, der die schwäbischen Dörfer Markolfingen, Alohospach (Allenspach), Kaltebrunn, Almanns-Montescurt (Allmannsdorf) und Erfmuottingen (Ermatingen) mit Land und Leuten [54] vergabt wurden. Karl Martell stellte das Stift (Reichenau) unter den Schutz des Herzogs Luitfried von Allemannien und eines Grafen Bernald; Pipin und Carl der Große bestätigten die Schenkung.

(Siehe Gustav Schwab: „Der Bodensee nebst dem Rheinthale etc.“)

  1. Sintilleozas Anna noch im Jahr 903.