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In der Kuhflucht

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Textdaten
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Autor:
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Titel: In der Kuhflucht
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 15, S. 260
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[253]

Der Kaskadenfall in der Kuhflucht bei Partenkirchen.
Nach dem Gemälde von F. Feldhütter.

[260] In der Kuhflucht. (Zu dem Bilde S. 253.) Partenkirchen und Garmisch am Fuße der Zugspitz sind seit Jahren beliebte und vielbesuchte Standorte der Touristen. Das grüne breite Loisachthal, umrahmt von gewaltigen Bergmassen, bildet den Ausgangspunkt zu den lohnendsten Ausflügen; denn der massige Kalkalpenstock birgt in seinen Thälern und Schluchten Schaustücke von großartiger Wirkung. Das Höllenthal und die Partnachklamm, der Bader- und der Eibsee gewähren neben der Zugspitz, dem höchsten deutschen Berge, selbst dem verwöhnten Alpenwanderer volle Befriedigung. Reich an landschaftlichen Schönheiten ist auch der Fricken, ein wild zerklüfteter mit dichtem Wald bewachsener Berg, der bei den Jägern in gutem Rufe steht, da er schwere Berghirsche beherbergt und einen sehr regen Gemswechsel bildet. Eine Sehenswürdigkeit dieser Gegend ist vor allem die „Kuhflucht“, eine wildromantische Schlucht, die vom Hohen Fricken sich in das Loisachthal hinabzieht. In ihr entspringt aus einem großen höhlenartigen Loch in einer gewaltigen nackten Felswand ein Bach, der in sieben schäumenden Wasserfällen zu Thal stürzt. Unsere Abbildung zeigt uns den dritten Wasserfall, der auch Kaskadenfall genannt wird. Der Maler des Bildes, Ferdinand Feldhütter, hat in meisterhafter Weise die wildromantische, durch ihren schönen Pflanzenwuchs ausgezeichnete Kuhflucht wiedergegeben. Zu dem Kaskadenfall gelangt man von Farchant aus über Mühldörfl in dreiviertel Stunden auf einem bequemen und malerischen Wege, der bei klarem Wetter wundervolle Ausblicke bietet.*