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Im Käfig

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Textdaten
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Autor: Kurt Tucholsky
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Titel: Im Käfig
Untertitel:
aus: Fromme Gesänge, S. 88
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1919
Verlag: Felix Lehmann
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Erscheinungsort: Charlottenburg
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Scans auf commons
Kurzbeschreibung:
Erstdruck in: Die Weltbühne, 30. Mai 1918
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Bild
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fertig
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[88]
Im Käfig


Hinter den dicken Stäben meiner Ideale
lauf ich von einer Wand zur andern Wand.
Da draußen gehen Kindermädchen, Generale,
Frau Lederhändlerswitwe mit dem Herrn Amant …

5
Manchmal sieht einer her. Mit leeren Blicken:

Ah so! ein Tiger – ja, das arme Tier …
Dann sprechen sie von „Tantchen auch was schicken
in Pergamentpapier“.

Ich möcht so gern hinaus. Ich streck und dehn mich –

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Die habens gut, mit ihrer großen Zeit!

Sie sind gewiß nicht rein, und doch: ich sehn mich
nach der Gemeinsamkeit.

Der Tiger gähnt. Er käm so gern geloffen …
Doch seines Käfigs Stäbe halten dicht.

15
Und ließ der Wärter selbst die Türe offen:

Man geht ja nicht.