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Im Ilsethal

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Im Ilsethal
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 15–17
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1851
Verlag: Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst.
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: UB Bielefeld und Commons
Kurzbeschreibung:
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[15]
Im Ilsethal.

      1841.

Hier möcht’ ich wo hüpfend die Wellen
     Sich stürzen vom Felsgestein,
Hier unter dem blauenden Himmel
     Im Frühling geboren sein.

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Dann hätte sich, statt eines Priesters,

     Sobald ich die Sonne erblickt,
Die hehre, göttliche Schöpfung
     Zu meiner Taufe beschickt.

[16]
Es hätte sich über dem Täufling
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     Gewölbt des Himmels Dom,

Die Bäume hätten gerauschet
     Wie leiser Orgelstrom.

Es wäre darinnen erklungen
     Der Vögel Melodei;

15
Die Felsen hätten gestanden

     Als ernste Zeugen dabei.

Ein Felsblock hätte mich sicher
     In seinem weiten Schooß
Wohl über die Taufe gehalten,

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     Umhüllt von duftigem Moos.


Es hätte der Kuß der Sonne
     Die Stirne mir gesengt,
Und mit dem Wasser der Taufe
     Die Ilse mich besprengt.

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[17]
Die Felsen hätten geschworen

     Den felsenfesten Schwur:
Im Glauben mich groß zu ziehen
     An Gott in der Natur.