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Hundstagsgespräch

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Hundstagsgespräch
Untertitel:
aus: Flugzeuggedanken
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1929
Verlag: Ernst Rowohlt Verlag
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons,
S. 75
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[75] HUNDSTAGSGESPRÄCH

„Die Menschen sind Hunde
Und sie müßten uns ‚Menschen‘ nennen,“
Sagte einer der Windhunde
Nach dem ersten Rennen.

5
„Wenn man Menschen falschen Hasen vorsetzt,

Endet der dann auch in ihrem Magen.
Aber was haben wir von dem Hasen zuletzt,
Den sie vor uns herjagen?“

„Falscher Hase hin – falscher Hase her –“

10
Sagte der zweite Windhund.

„Ich bin schließlich doch kein Kind und
Setze mich auf meine Art zur Wehr.“

„Wehr setzen – Wehr setzen –“
Sagte der dritte Windhund.

15
„Damit erreicht man nichts. Nein,

Paßt auf, beim nächsten Falschenhasenhetzen
Laufe ich zunächst geschwind und
Bleibe plötzlich stehn und hebe ein Bein.“

„Bein heben oder Nichtbeinheben –

20
Lasset uns wenigstens sportlich rein leben,“

Sagte Hund Vier und unterbrach
Sich und lief einer Hündin nach.