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Hermann Marggraff (Die Gartenlaube 1864)

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Hermann Marggraff
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aus: Die Gartenlaube, Heft 8, S. 128
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1864
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Nachruf
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[128] Hermann Marggraff, der Dichter des „Täubchens von Amsterdam“, der Kritiker des „Blattes für literarische Unterhaltung“, der Mitbegründer der „Schillerstiftung“ und einer der besten Menschen, ist am Donnerstag, den 11. Februar, erst 54 Jahre alt, in Leipzig gestorben.

Die Verdienste Marggraff’s um unsere Literatur sind erst in jüngster Zeit, nachdem auch er von der Schillerstiftung eines Ehrensoldes gewürdigt worden, zu öffentlicher Anerkennung gekommen. Die Arbeit des Kritikers ist stets die undankbarste. Wer zählte die Stunden der Nacht, welche Marggraff am Pulte mit Lesen und Prüfen und Nachdenken zubrachte, um als Resultat dieser Arbeit die wenigen Zeilen niederzuschreiben, in denen er dann sein stets gediegenes Urtheil aussprach! Und wie gerecht und mild ist stets dieses Urtheil gewesen, wie ernst und edel stets die Form, in der er es gab!

Aber beglückt hat diese Thätigkeit ihn nicht. Hermann Marggraff war durch und durch Dichter. Zum eigenen Schaffen drängte ihn fortwährend Geist und Herz. Es würde die gerechteste Genugthuung für den lieben Todten sein, wenn eine Gesammtausgabe seiner Dichtungen das Doppelte bewirkte, dem Dichter die verdiente Ehre im deutschen Volk und seinen Lieben den Lohn zu sichern, den der Vater nicht zu gewinnen vermochte.