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Herbst (Lenau)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Nikolaus Lenau
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Titel: Herbst
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 72
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1857
Verlag: J. G. Cotta
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Quelle: Google
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Bild
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Bearbeitungsstand
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Herbst.

Nun ist es Herbst, die Blätter fallen,
Den Wald durchbraust des Scheidens Weh;
Den Lenz und seine Nachtigallen
Versäumt’ ich auf der wüsten See.

5
Der Himmel schien so mild, so helle,

Verloren ging sein warmes Licht;
Es blühte nicht die Meereswelle,
Die rohen Winde sangen nicht.

Und mir verging die Jugend traurig,

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Des Frühlings Wonne blieb versäumt;

Der Herbst durchweht mich trennungschaurig,
Mein Herz dem Tod entgegenträumt.