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Herbst-Sonett

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Charles Baudelaire
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Herbst-Sonett
Untertitel:
aus: Die Blumen des Bösen. S. 86
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1901
Verlag: Bondi
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer: Stefan George
Originaltitel: Sonnet d’automne
Originalsubtitel:
Originalherkunft: Les Fleurs du Mal
Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Aus dem Zyklus: Trübsinn und Vergeisterung
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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LXVI
HERBST-SONETT


Dein auge klar kristallen birgt die frage:
Weshalb · seltsamer freund · bin ich dir lieb?
Sei schön und schweig! in meinem gram ertrage
Ich nur des tieres unumhüllten trieb.

5
Die du in lange schlummer senkst · ich sage

Vom höllischen geheimnis nichts das blieb ·
Von unheilsworten die die flamme schrieb:
Gift ist mir leidenschaft und geist mir plage.

Liebe mich sanft! aus dunklem heiligtume

10
Spannt Amor listig des verderbens stahl ·

Ich kenne seiner marterkammern qual:

Schreck wahn und schmach ... o bleiche wiesenblume!
Bist du wie ich nicht auch ein herbstes-strahl ·
O meine weisse meine kalte Blume?