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Hennig und Franke Ruthenig versprechen dem Markgrafen Waldemar, ihnen ihr Haus Saarmund offen zu halten

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Textdaten
Autor: Hennig und Franke Ruthenig
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Titel: Hennig und Franke Ruthenig versprechen dem Markgrafen Waldemar, dem Herzoge Rudolf II von Sachsen, sowie den Fürsten Albrecht II und Waldemar I von Anhalt, ihnen ihr Haus Saarmund offen zu halten
Untertitel:
aus: Codex diplomaticus Anhaltinus. Dritter Theil. 1301–1350. S. 612
Herausgeber: Otto von Heinemann
Auflage:
Entstehungsdatum: 17. April 1349
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Emil Barth
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Erscheinungsort: Dessau
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Originalherkunft:
Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
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[612] Ich Hennig Ruthenig und Francke Ruthenig bekennen offenlich in disseme briefe, daz wir dem hochgebornen forsten Woldemar marcgrafe zu Brandenburg, unsirme liben herren, globt haben und globen ane allerleye argelist in disseme briefe, daz wir mit dem hůse zu Saremůnt zu allen czieten yme zu dienste siczen wollen darumb, daz er uns und unsern erven daz gut, daz er noch unvorlegen hatte zu Lůtken Mathenowe, mit allem rechte hat gelegen. Ouch globe ich vorgnante Hennig Ruthnig und Franke Ruthenig in disseme briefe, daz wir den hochgebornen fursten Rudolf hertzoge zu Sachsen und Albrechte und Woldemar fursten zu Anhalt und greven zu Aschania und iren erven solen und wollen mit dem huse zu Saremůnt ouch ze dienste sitzen, und sal ir offen hůs sin zu iren noten. Wer ouch daz des unsir vorgnante herre Woldemar margrafe zu Brandenburg nicht wolde, daz wir dem vorgnanten fůrsten Rudolfe hertzoge zu Sachsen, Albrecht und Woldemar fůrsten zu Anehalt mit dem hůse zu Saremůnt zu dienste sehtzen, so solle wir von deme globte, daz wir in getan haben, von in widder ledich und los wesen. Wer ouch sache, daz der egnante edeler fůrste Woldemar marcgrafe zu Brandeburg, unsir liber herre, abegynge, des Got nicht wolle, so solle wir uns an grafen Albrecht und Woldemar und iren erven mit dem hůse zu Saremůnt uns ze dienste halden. Wer abir daz die vorgenanten fůrsten Albrecht und Woldemar fůrsten zu Anehalt und ir erben von der marke zu Brandenburg mit rechte abgeteilt worden oder mit gewalt darabe gedrungen worden, und welcher wiez sie in abegynge und war sich denne die marke zu Brandenburg und die lant hynkerten zu eyme herren, dar solle wir uns ouch hynkeren ane allirleye anspräche und sullen denne alle des globtes, daz wir in getan haben, von in widder ledig unde loes wesen. Tzu eyme Urkunde disses dinges, daz wir daz stete und gantz halden wollen, habe ich vorgnante Hennig Ruthenig dissen brief besigelt mit myme angehangenen ingesigele, des ich Franke Ruthenig ouch brůche an disseme briefe, wenne ich selbir keyn ingesigel habe.

Daz gescheen ist nach Gots gebort drytzhenhundert iar in deme nůenundvierezichsten iare, des nehisten frytaghes nach Paschen.

Aus dem Original im Haus- und Staatsarchive zu Zerbst, mit dem an einem Pergamentbande anhängenden, etwas beschädigten Siegel Hennigs Ruthenig (Schild mit Negerkopf). — Gedr: Klöden Waldemar III. 498—499,- danach Riedel cod. dipl. Brand. I. 12. 493. (zu April 10).