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Heinrich v. Sybel †

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Heinrich v. Sybel †
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 34, S. 580
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[580] Heinrich v. Sybel †. Wenn wir noch jüngst, in Nr. 3 dieses Jahrganges, von der seltenen Rüstigkeit und Schaffensfreudigkeit des 78jährigen großen Geschichtschreibers Heinrich v. Sybel berichten und Kunde von dem Abschluß des siebenten Bandes seines epochemachenden, bedeutenden Geschichtswerkes über die Gründung des neuen Deutschen Reiches geben konnten, so müssen wir heute schmerzerfüllt den Tod des greisen Gelehrten melden. Am 1. August starb er an einer Lungenlähmung im Hause seines Sohnes, des Professors der Archäologie an der Universität in Marburg, wo er zu Besuch weilte.

In dem Lebensabriß des unvergeßlichen Forschers, dem wir das Bildnis des nunmehr Verewigten beifügten, haben wir seiner Hauptwerke gedacht und seinen Entwickelungsgang in kurzen Zügen geschildert. Ihm verdankt das deutsche Volk vor allem die erwähnte mustergültige Geschichte der Begründung des neuen Reiches, und wenn auch dieses Lebenswerk des Verblichenen nicht abgeschlossen vorliegt, so hofft man doch, daß die Ausgabe des achten, des Schlußbandes, nach den hinterlassenen Aufzeichnungen möglich sein wird. In Heinrich v. Sybel betrauert das Vaterland einen seiner besten Söhne, verliert die deutsche Geschichtschreibung den größten ihrer lebenden Vertreter.