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Greifswalder Lammsbraten

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Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Greifswalder Lammsbraten
Untertitel:
aus: Die Volkssagen von Pommern und Rügen. S. 162
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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121. Greifswalder Lammsbraten.

Auch die Greifswalder haben ihren Spottnamen in der Umgegend, und der ist auf folgende Weise entstanden: Im Jahre 1429 kam die Königin Philippa von Dänemark mit einer großen Flotte unvermuthet vor Stralsund, und verbrannte alle Stralsunder Schiffe im Hafen. Von da schickte sie ihren Admiral mit 75 Schiffen nach Greifswald. Als das die Greifswalder erfuhren, geriethen sie in sehr große Angst, und liefen zusammen, und beriethen unter sich, was sie beginnen sollten, um ein gleiches Verderben, wie die Stralsunder betroffen hatte, von sich abzuhalten. Da kamen sie denn zuletzt in ihrer Angst auf den Gedanken, dem Admiral einen Lammsbraten zu schicken, um ihn dadurch zu besänftigen und für die gute Stadt geneigt zu machen. Davon bekamen sie bald den Spottnamen: „Lammsbraten“.

Baltische Studien, III. Jahrg. I. Heft, S. 236.