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Gespenst bei Schwaningen

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Textdaten
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Autor: Bernhard Baader
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Titel: Gespenst bei Schwaningen
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 121–122
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Commons und Google
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[121]
Gespenst bei Schwaningen.

Auf einem Stege bei Schwaningen im Schwarzwalde läßt sich in den heiligen Nächten ein gespenstiger Mann sehen. Ein Bauer des Ortes, welcher einst um Mitternacht aus dem Wirthshause [122] zu Oberwangen heimkehren wollte und betrunken war, wurde vor dem Geiste gewarnt, schrie aber in seinem Rausche, er wolle bald mit ihm fertig werden, und machte sich keck auf den Weg. Als er an den Steg kam und das Gespenst auf demselben stehn sah, schlug er aus Leibeskräften mit seinem Stocke darnach, ward aber von ihm am Finger gepackt, eine halbe Stunde weit gegen Dillendorf geschleppt und dann bewußtlos auf dem Felde liegen gelassen. Als er nach einiger Zeit wieder zur Besinnung kam, fand er seinen Finger, woran das Gespenst ihn geschleppt hatte, kohlschwarz geworden und so blieb er’s auch bis zu seinem Tode, der nicht lange darauf erfolgte.

(Nach mündlicher Ueberlieferung mitgetheilt von Bernhard Baader in Mone’s „Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit.“ Jahrg. 1837. S. 68.)